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Sind moderne Airlessgeräte wirklich so leistungsfähig wie behauptet wird? Und lohnt sich ihr Einsatz auch für einen Kleinbetrieb?

Der fiktive Fall von Malermeister Müller und unsere reale Marktübersicht schaffen Klarheit:

Malermeister Müller freut sich über einen neuen Auftrag. Er soll für einen guten Kunden ein frisch erworbenes Mehrfamilienhaus renovieren. Schnell soll es gehen, denn die neuen Mieter warten schon.

Das Gebäude aus den 1980er Jahren weist noch einige typische Merkmale jener Zeit auf: Holzdecken, Textiltapeten sowie in den Fluren und im Treppenhaus ein Reibeputz. Dem aktuellen Zeitgeist entsprechend möchte der Kunde alles glatt und weiß haben. Also Tapeten runter, Reibeputz glattspachteln, Holzdecken lackieren, Decken und Wände mit Dispersionsfarbe weiß streichen.

„Null problemo“, sagt Malermeister Müller und legt in der ersten Wohnung los. Hei, wie toll das klappt: Die Textiltapeten saugen das Wasser auf, halten prima die Feuchtigkeit, lassen sich dadurch leicht und restlos abziehen.

Dann die Holzdecken. Müller verwendet eine dieser wasserbasierten Spezialfarben, die kaum riechen und keine Holzinhaltstoffe durchlassen. Die Nuten streicht er mit dem Plattpinsel vor und rollt dann die Fläche zu. „Super, hat fast schon gedeckt. Da komme ich mit zweimal streichen hin“, freut er sich und nimmt sich die nächste Decke vor.

Schließlich der Flur: Auf den Rauputz trägt Müller die Spachtelmasse mit der Glättkelle auf, füllt im ersten Arbeitsgang die grobe Struktur. Danach spachtelt er die Flächen glatt. Das sieht ja schon sehr gut aus. Jetzt nur noch grundieren und streichen, dann ist die erste Wohnung auch schon fast fertig...

Eigentlich hätten zu diesem Zeitpunkt der Kunde und auch Malermeister Müller allen Grund zur Freude. Ist doch alles gut gelaufen. Trotzdem schauen beide bedröppelt: der Kunde, weil ihm alles irgendwie zu lange dauert und Müller, weil ihm alles weh tut. Das Eimerschleppen, die krumme Haltung beim Decke streichen und dann das Putzaufziehen – die reine Schinderei.



 

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