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Marktübersicht Airlessgeräte

Welches Farbspritzgerät ist das passende? Material, Düsengröße und andere Faktoren bestimmen die optimale Auswahl.

Airless-Farbspritzgeräte können die unterschiedlichsten Materialien verarbeiten. Das Spektrum reicht von Lasuren, Lacken und Beizen über Dispersionsfarben bis hin zu Spachtelmassen. Viele nutzen die Geräte auch, um Tapetenlöser im großen Stil aufzutragen. Je nach Material sind entsprechend unterschiedliche Typen und Leistungsklassen im Einsatz. Ein Farbspritzgerät muss nämlich auf die unterschiedliche Zusammensetzung und Viskosität der Materialien abgestimmt sein.

Material

Obwohl dies selbstverständlich erscheint, werden in der Praxis hier oft Fehler gemacht. Dünnflüssige Materialien wie Lacke und Lasuren lassen sich mit einem kleinen Airlessgerät verarbeiten. Materialien mit hoher Viskosität, beispielsweise Spachtelmassen, erfordern leistungsstarke Geräte. Vereinfacht lässt sich diese Erkenntnis in folgender Faustformel zusammenfassen: Je höher die Viskosität des zu verarbeitenden Materials, umso leistungsfähiger sollte das Farbspritzgerät sein.

Düsengröße

Welche Leistung ein Farbspritzgerät für den jeweiligen Anwendungsfall erbringen sollte, lässt sich über die Düse bestimmen. Für dünnflüssige Materialien sind Düsen mit kleiner Bohrung und geringem Materialdurchlass geeignet. Dickflüssige Spritzmaterialien würden jedoch solche kleinen Düsenöffnungen leicht verstopfen und das Arbeiten unmöglich machen. Deshalb kommen in diesem Fall Düsen mit größerer Öffnung zum Einsatz. Die Viskosität des Spritzmaterials und der gewünschte Materialfluss bestimmen also die erforderliche Düsengröße.

Leistung

Welche Düsengrößen für ein Material geeignet sind, steht meist im technischen Merkblatt. Entsprechend dieser Größe und der erforderlichen Förderleistung ist das Airlessgerät auszuwählen. Die maximale Düsengröße, die von einem Spritzgerät unterstützt wird, findet sich in den Prospekten und Bedienungsanleitungen der Hersteller. Als wichtige Kennzahl ist sie auch in unserer Marktübersicht aufgeführt (siehe den untenstehenden Infokasten mit Fallbeispielen).

Pumpenart

Farbspritzgeräte sind entweder mit Membran- oder Kolbenpumpe ausgestattet. In den meisten Anwendungsfällen ist es nicht entscheidend, womit gearbeitet wird. Die Verarbeitung hochviskoser Materialien wie Bitumen oder Spritzspachtel erfordert allerdings den Einsatz von kolbenbetriebenen Geräten.

Darüber hinaus ist die Entscheidung quasi eine Glaubensfrage, über die sich auch Experten streiten. Grundsätzlich sind Membranpumpen einfacher aufgebaut und lassen sich deshalb leichter reinigen, warten und reparieren. Kolbenpumpen verfügen über eine elektronische Steuerung. Sie macht die Pumpe komplexer, reduziert aber den Verschleiß.

Antrieb

Nicht nur bei der Pumpe, sondern auch im Antrieb unterscheiden sich Spritzgeräte. Für den klassischen Maler sind Farbspritzgeräte mit klassischer Stromversorgung über Kabel die erste Wahl. Mittlerweile sind auch akkubetriebene Kleingeräte verfügbar. Sie können beispielsweise zum Spritzen von Türzargen und Kleinflächen mit dünnflüssigen Materialien eingesetzt werden. Geräte mit Benzinmotor machen nur Sinn, wenn kein Stromanschluss vorhanden ist, beispielsweise im Außenbereich. Druckluftbetriebene Pumpen werden im industriellen Bereich und für kleinere Lackanwendungen etwa in Schreinereien eingesetzt.

Kaufempfehlung

Das wichtigste Kriterium beim Kauf eines Airlessgeräts ist die richtige Leistungsstärke. Bei zu schwacher Leistung für die erforderliche Spritzdüse kann das Gerät die Düse nicht ausreichend mit Farbe versorgen. Das ist so, als würde man eine Feuerwehrspritze mit einem Gartenschlauch betreiben. Häufig greifen Anwender dann zu einer kleineren Düse, die der Leistung des Farbspritzgerätes aber nicht des Materials entspricht. Die Folge: Das Material verstopft die Düse und macht das Arbeiten unmöglich. Im Gegensatz dazu ist die Wahl eines zu leistungsstarken Gerätes nicht ganz so gravierend. Doch verursacht das unnötige Kosten, da im Regelfall die Anschaffungskosten für ein Farbspritzgerät mit der Leistung steigen.

Um solche Fehler zu vermeiden, sollten vor dem Kauf die zu verarbeitenden Materialien festgelegt und die dazu nötigen Düsen bestimmt werden. Bei der Auswahl des Gerätes sollten Käufer sich an der größten benötigten Düse orientieren. Sie sollten ein Farbspritzgerät auswählen, das mindestens dieser Düsengröße entspricht oder besser etwas oberhalb davon liegt, um über etwas Leistungsreserve zu verfügen. Wer nicht immer an die Leistungsgrenze gehen muss, schont das Gerät.

Daniel Kister


praxisplus

Wir haben eine Marktübersicht mit rund 100 Airlessgeräten verschiedener Hersteller erstellt (Aktualisiert im September 2017). Die Geräte können hinsichtlich verschiedener technischer Angaben miteinander verglichen werden. Alle Angaben sind Herstellerangaben und ohne Gewähr.

Geräte folgender Hersteller/Lieferanten sind in unserer Marktübersicht enthalten:

b&m Vertriebs GmbH
www.bm-gmbh.com

FARBMAX
www.farbmax.de

Gemini GmbH
www.gemini-airless.de

Graco
www.graco.com

Inotec GmbH
www.inotec-gmbh.com

J. Wagner GmbH
www.wagner-group.com

Knauf PFT
www.pft.eu

Storch
www.storch.de

Quelle: Malerblatt 12/2015, aktualisiert 09/2017
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Zugriff auf URL (http://wissen.malerblatt.de/component/attachments/download/11.html)AirlessgeräteMarktübersicht Airlessgeräte aktualisiert 09/2017Malerblatt 10/201782 Kb
 

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