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Werkzeug-Exoten

Es gibt Elektrowerkzeuge, die dürfen in keiner Werkstatt fehlen. Doch es gibt auch ganz andere Werkzeuge.

Diese sind exotisch, skurril, mitunter verrückt anmutend und können doch geniale Helfer im täglichen Geschäft sein. Die Malerblatt-Redaktion hat sich nach solchen Exoten umgeschaut. Akku-Schrauber, Stichsäge, Bohrhammer – solche Elektrowerkzeuge sind in jedem Betrieb anzutreffen. Sie sind unverzichtbar. Doch es gibt auch Elektrowerkzeuge, die weniger bekannt sind. Fast jeder Hersteller hat Produkte, die ein Nischendasein führen. Und trotzdem können diese die tägliche Arbeit erleichtern, Arbeitsprozesse verkürzen und die Herzen von Malern, Lackierern und Stuckateuren höher schlagen lassen.

 

Warme Luft

Nehmen wir beispielsweise das Heißluftgebläse: Speziell bei der Farbentfernung an filigranen Profilen und Ornamenten ist dieses Gerät unschlagbar. Da, wo keine Schleifmaschine mehr hinkommt, löst die heiße Luft zuverlässig die alten Anstriche vom Untergrund. Anders als beim Abbeizen wird dabei auf Chemie völlig verzichtet. Dafür kommt es schon mal vor, dass sich ein leichter Brandgeruch ausbreitet. Grundsätzlich liegt es an der Geschicklichkeit des Facharbeiters, ob er mit diesem Gerät den Untergrund optimal vorbereitet oder selbigen in Flammen aufgehen lässt. Braucht ein Maler dieses Gerät in der Werkstatt? Wir sagen ja, unbedingt. Unter anderem bei Bosch, Makita und Metabo wird er fündig.

Welt der Tiere

Ebenfalls recht bekannt – trotzdem eher selten anzutreffen – ist die Giraffe. Gemeint ist damit nicht etwa das afrikanische Steppentier sondern ein skurril anmutendes Schleifgerät, das für das großflächige Schleifen von Trockenbauuntergründen entwickelt wurde. Dort bringt es Zeit- und Qualitätsvorteile, von denen jeder Prozessoptimierer nur träumen kann. Warum es trotzdem nicht weit verbreitet ist? Wir können nur vermuten, dass viele Handwerker vor der schieren Größe des Geräts zurückschrecken. Auch was die Handhabbarkeit betrifft mag manch einer seine Vorbehalte haben. Zu Unrecht, wie uns die beiden Hersteller Flex (Giraffe) und Festool (Planex) versichern. Mit Zusatzhandgriffen, Tragegeschirr und teilweise sogar Fahrgestellen machen sie ihre Langhalsschleifer beherrschbar. Lohnt sich die Investition in ein solches Gerät? Leicht auszurechnen für den, der seinen Stundenverrechnungssatz kennt und die Zeitersparnis an einem Musterobjekt ermittelt.

Übern Tellerrand

Deutlich kleiner als der Schleifteller beim Langhalsschleifer ist der von Fein angebotene Oszillationsschleifteller für die beiden Multifunktionsgeräte MultiMaster und SuperCut. Das exotische an diesen Geräten ist, dass ihre universellen Einsatzmöglichkeiten noch immer unterschätzt werden; das exotische am Schleifteller ist seine Einzigartigkeit. Mit ihm können beispielsweise grobe und feine Schleifarbeiten an mittelgroßen Flächen erfolgen, ohne dass ein zusätzliches Gerät erforderlich wäre. Unser Tipp daher: Ein Multifunktionsgerät gehört auf jede Baustelle. Solide Geräte gibt’s unter anderem von Bosch und Fein.

Schont die Finger


Der Linearschleifer Duplex von Festool ist ebenfalls ein Spezialist, nämlich für Objekte, die sich üblicherweise nur manuell schleifen lassen. Ob Handläufe, Profile oder Röhrenheizkörper – seine lineare Bewegung und eine große Auswahl an Schleifschuhen ermöglichen auch hier das maschinelle Schleifen. Azubis und Ferienjobler dürfen sich freuen.

Brutale (Tapeten-)Lösung

Etwas ruppiger geht die Renovierungsfräse von Protool ans Werk. Üblicherweise wird sie zum Entfernen von Putz und Kleberresten eingesetzt. Doch manch einer wurde schon beobachtet, wie er fest haftende Tapetenreste damit entfernt hat. Wenn herkömmliche Methoden scheitern, dann muss zuweilen eben auch mal zu etwas brutaleren Maßnahmen gegriffen werden. Auch dicken Lackschichten rückt die Renovierungsfräse kompromisslos zu Leibe. Wo die klassische Stielspachtel an ihre Grenzen stößt, muss über dieses Gerät ernsthaft nachgedacht werden.

UFO gesichtet

Als „Unbekanntes Fräsobjekt" darf die LF 724 S von Metabo bezeichnet werden. Nur wenige kennen das Gerät, hinter dessen Kürzel „LF" sich der Begriff „Lackfräse" verbirgt. Schade, denn das Gerät ist ideal, um auf ebenen Flächen dicke Altanstrichschichten zu entfernen. Das kann es ziemlich gut, so gut, dass der Hersteller von einer 70-prozentigen Zeitersparnis spricht. Gefräst wird mit insgesamt vier Messern – zwei an der Unterseite und zwei an den Seiten der Maschine, womit auch Falze bearbeitet werden können. Ob Sie so etwas brauchen? Wir glauben, ja. Aber schauen Sie sich doch die Videofilme an, die wir in unserem YouTube-Kanal unter www.youtube.com/Malerblatt veröffentlicht haben.

Rundum sorglos

Der Abtrag, über den wir bei der nächsten Maschinengattung sprechen, bewegt sich dagegen eher im mikroskopischen Bereich. Poliermaschinen lassen vorhandene Lackschichten nämlich weitestgehend unangetastet. Sie sind eher dazu da, stumpfe Oberflächen wieder wie neu glänzen zu lassen. Die optimale Abstimmung von Maschine, Schleifmittel und Politur ist dabei eine Wissenschaft für sich. Deshalb haben die Hersteller Poliersets entwickelt, die Anwendungsfehler verhindern helfen. Nicht nur Autolackierern bieten etliche Hersteller, darunter Bosch, Fein, Flex, Mirka und Rupes, solche Sets an.

Wer auf der Baustelle viele Geräte einsetzt, der muss dort auch für Ordnung sorgen. Eine interessante Möglichkeit hierfür sind kombinierte Containersysteme. Sie sind modular aufgebaut und beinhalten neben Aufbewahrungsboxen oft auch einen Staubsauger. Bei Bosch, Festool und Rupes lassen sich die Module individuell kombinieren.

Josef Schneider
Fotos: Metabo, Bosch, Flex, Festool, Fein, Protool
Quelle: Malerblatt 01/2013
 

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