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Tragbare Leitern

Ein Sturz von der Leiter kann fatale Folgen haben. Oft ist durch falsche Handhabung ein Unfall vorprogrammiert.

Sicherheit an erster Stelle

Um diese Situation möglichst zu vermeiden, sollte schon bei der Auswahl der Steighilfe der Sicherheitsaspekt immer an erster Stelle stehen. Außerdem muss gewährleistet sein, dass Leitern und Tritte beim Arbeitseinsatz in einem einwandfreien Zustand sind. Der Aluminiumspezialist Hymer-Leichtmetallbau steht seit über 50 Jahren für praxisorientierte Steigtechnik und weiß, welche schwerwiegenden Folgen eine unsachgemäße Nutzung haben kann. „Bei der Entwicklung unserer Steighilfen ist es unser großes Anliegen, durch Materialqualität, Angebotsvielfalt und Ausstattung die Unfallgefahr deutlich zu reduzieren. Nur qualitativ hochwertige Produkte gewährleisten dauerhaft einen stabilen Stand", betont Harald Henkel, verantwortlich für den Bereich Qualitätsmanagement beim süddeutschen Steigtechnikunternehmen. „Dennoch schützen auch die besten Arbeitsmittel nicht vor einem Fall, wenn sich der Anwender leichtsinnig verhält und bestimmte Grundregeln missachtet."

Der Anstellwinkel einer Anlegeleiter sollte 65 bis 75 Grad betragen. Hier ist er eindeutig zu flach.

Unfälle oft nutzungsbedingt

„Die meisten Stürze von einer Leiter sind nutzungsbedingt. Das heißt, dass beispielsweise eine beschädigte Leiter verwendet wurde oder der Anwender mit zu schwerem Gerät auf die Leiter gestiegen ist", weiß Harald Henkel. Tagtäglich melden deutsche Betriebe Unfälle mit Leitern und Tritten bei ihrer Berufsgenossenschaft. Nach einer aktuellen Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) ereigneten sich allein 2011 rund 26.500 meldepflichtige Leiternunfälle. Meldepflichtig heißt, dass die Person länger als drei Tage krankgeschrieben bzw. bis hin zu lebensgefährlich verletzt war. Gemeldet wurden Prellungen, Gehirnerschütterungen, Gelenkverletzungen oder Knochenbrüche. Verletzt wurden vor allem die Extremitäten, bei tödlichen Unfällen meist der Kopf. 18 Menschen kamen 2011 bei einem Sturz von der Leiter ums Leben. 1.665 Personen erlitten so schwerwiegende Verletzungen, dass ihnen eine Unfallrente zugesprochen wurde.

Eine Treppenstehleiter ist gerade nicht greifbar, also muss die normale Stehleiter herhalten – diese Bequemlichkeit kann schlimme Folgen haben.

Welche Leiter ist die richtige?

Ob Anlege-, Steh- oder Schiebeleitern – im Handel gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Typen, die in den verschiedensten Maßen angeboten werden. Wer vor dem Kauf einer neuen Leiter steht, sollte sich daher vorab gut überlegen, für welche Arbeiten er die Steighilfe benötigt und unter welchen Bedingungen diese ausgeführt werden. Ein Leiterkauf sollte daher niemals eine Ad-hoc-Entscheidung, sondern gut überlegt sein. Grundsätzlich empfiehlt sich immer ein vorhergehender Vergleich verschiedener Produkte: Wer bietet was in welcher Qualität und mit welchen Mehrwerten? Bei der richtigen Entscheidung wird die Leiter im besten Fall zu einem langjährigen Begleiter, wie die Erfahrung von Hymer-Leichtmetallbau zeigt: Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums hatte das Unternehmen zur Suche nach der ältesten, noch in Gebrauch befindlichen Hymer-Leiter aufgerufen und war überrascht von der Fülle an Rückmeldungen. Das älteste Modell brachte es auf über 40 Jahre.

Der Anstellwinkel einer Anlegeleiter sollte 65 bis 75 Grad betragen. Hier ist er eindeutig zu flach.

Leichtsinn ist fehl am Platz

Wer behelfsmäßige Aufstiege wie Stühle und Kisten nutzt, um an hochgelegene Plätze zu gelangen, ungesichert auf Regale und Maschinen klettert oder gar auf zwei nebeneinander stehenden Steighilfen gleichzeitig steht, spielt bewusst mit dem Risiko. Leitern können das Arbeiten in der Höhe sicherer machen. Dennoch sollte das Stehen auf klassischen Anlege- oder Bockleitern bei längerfristigen Tätigkeiten auf ein Minimum reduziert werden, wenn andere, noch sicherere Steighilfen wie eine Plattformleiter oder ein Fahrgerüst sich besser eignen. „Man möchte meinen, die Gefahrenquellen seien jedem bewusst. Doch immer wieder überschätzen Anwender ihr Geschick beim Arbeiten in der Höhe. Nicht selten spielen Zeitdruck oder Bequemlichkeit eine Rolle, wenn zur falschen Steighilfe gegriffen wird und es zu gefährlichen Verrenkungen kommt", beschreibt Harald Henkel. „Eine solche Unachtsamkeit kann verhängnisvoll sein."

Die meisten Stürze ereignen sich durch übermäßiges, seitliches Hinauslehnen oder das Abrutschen von den Sprossen, vor allem beim Absteigen von der Leiter. Eine gängige Fehlanwendung ist aber beispielsweise auch das „Laufen" mit einer Stehleiter, das immer wieder zu Stürzen führt. „Mehr als zwei Drittel der Unfälle passieren übrigens in einer Höhe von unter zwei Metern. Nicht selten wurde die Anlegeleiter zu flach angestellt und ist dann mit dem Anwender weggerutscht", erzählt Harald Henkel. „Beim Einsatz einer Stehleiter ist darauf zu achten, diese grundsätzlich so weit zu öffnen, dass die Spreizsicherungen gespannt oder eingerastet sind."

Eine Ablegeschale für Werkzeug an der Leiter sorgt für eine freie Hand zum Festhalten.

Hoch hinaus? Aber sicher!

In jedem Fall ist es ratsam, vor dem Einsatz einer Leiter die am Holm aufgeklebten Piktogramme zu beachten. Beschädigte oder verschmutze Leitern dürfen keinesfalls verwendet werden. Festes Schuhwerk, möglichst mit Profilsohlen, sollte selbstverständlich sein. Für die Sicherheit beim Besteigen von Leitern und dem Arbeiten auf Leitern sorgt vor allem ein ebener, tragfähiger und rutschsicherer Untergrund, der eventuell durch lastverteilende Unterlagen verstärkt werden kann. Eine Anlegeleiter muss zudem eine entsprechend belastbare Anlegefläche haben. Der zulässige Anstellwinkel der Anlegeleiter liegt zwischen 65 und 75 Grad, vorzugsweise sollte er zwischen 70 bis 75 Grad betragen. Dieser kann mit der „Ellbogenmethode" einfach ermittelt werden: Hierfür stellt man sich seitlich mit einem Bein gegen die unterste Sprosse und hebt zur gleichen Seite den angewinkelten Arm an. Berührt die Ellbogenspitze den Leiterholm oder eine Sprosse, ist der Anlegewinkel in Ordnung. Für das sichere Festhalten empfiehlt sich die Dreipunktmethode: Es sollten entweder beide Hände und ein Fuß oder beide Füße und eine Hand gleichzeitig Kontakt mit der Leiter haben. Arbeitsmaterialien wie Pinsel oder andere kleinere Werkzeuge sind am besten in einem Werkzeuggürtel mit sich zu führen. Die Arbeitszeit beim Einsatz von Anlegeleitern sollte zwei Stunden nicht übersteigen. Um das Arbeiten auf Leitern noch sicherer zu machen, bietet Hymer-Leichtmetallbau passendes Leiternzubehör wie Holmverlängerungen für den Ausgleich von Bodenabsätzen, Erdspitzen für weiche Böden oder Dachrinnenhalter.

Die besten Arbeitsmittel schützen nicht vor einem Fall, wenn sich der Anwender leichtsinnig verhält.

Quelle: Malerblatt 10/2013
Antje Efkes, Michaela Weber
Fotos:Hymer-Leitmetallbau
 

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