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Nebelarmes Spritzen

Eine nebelarme Spritztechnologie ist eine wirtschaftliche Alternative zu Pinsel und Rolle in engen Räumen.

Zudem werden mithilfe der Spritztechnik äußerst hochwertige Oberflächen erzielt – auch mit wasserbasierten Lacken. Wasserverdünnbare Lacke ersetzten lösemittelhaltige zunehmend. Strengere Vorschriften einerseits, ein gestiegenes Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein andererseits hat die Entwicklung der wasserverdünnbaren Lacke in den letzten Jahren stark vorangetrieben. Heute stehen wasserverdünnbare Lacke zur Verfügung, die über sehr gute Produkteigenschaften verfügen. Um mit diesen Lacken hochwertige Oberflächen erzielen zu können, ist zum einen das entsprechende Werkzeug, zum anderen eine angepasste Verarbeitungstechnik Voraussetzung. Die meisten Lackhersteller sprechen inzwischen Empfehlungen für Pinsel und Rollen aus. Das wirtschaftlichste Auftragsverfahren ist jedoch auch bei Wasserlacken die Spritzlackierung. Darüber hinaus lassen sich durch die Spritzapplikation die besten Oberflächenergebnisse erzielen. Kein Wunder also, dass immer mehr Lackhersteller ein passendes Spritzsystem für ihre Lacke anbieten.


Aufeinander abgestimmt

Caparol beispielsweise hat nun gemeinsam mit Wagner eine nebelarme Spritztechnologiespeziell für die wasserbasierten Produkte Capacryl Haftprimer und Capacryl PU-Satin entwickelt, die das Spritzlackieren auch unter beengten Verhältnissen und auf Kleinflächen möglich macht. Speziell in diesen Bereichen wurde bisher aufgrund der Spritznebelbildung meist Pinsel und Rolle der Vorrang gewährt. Für das modulare Wagner- XVLP-System wurde eine Frontend-Düse speziell für das nebelarme Spritzen der beiden Caparol-Produkte entwickelt. Gleichzeitig wurden die Caparol-Produkte speziell für dieses Spritzsystem modifiziert. Durch die exakt aufeinander abgestimmte Kombination aus Spritzgerät, Düse und Lacken kann nun auch dort gespritzt werden, wo es bislang nicht möglich war. „Das Spritzen mit der neuen Technologie ist nebelarm, das bedeutet geringere Abklebezeiten und angenehme Arbeitsbedingungen. Der Spritznebel ist soweit reduziert, dass angrenzende senkrechte Flächen in der Regel nur etwa 30 Zentimeter abgeklebt werden müssen," freut sich Andres Martin, Manager für Lacke und Lasuren bei Caparol. Da die neue Technologie aber „nur" nebelarm, nicht aber nebelfrei ist, sollten waagrechte Flächen dennoch abgedeckt werden. Auch die entsprechenden Arbeitsschutzvorschriften sind zu beachten.

Die Spritztechnologieist prädestiniert für kleine Flächen jeglicher Art, wie etwa Türen, Zargen oder Heizkörper. Auch überall dort, wo Spritzlackierungen bisher sehr unangenehm oder unerwünscht waren, wie beispielsweise an Holzdecken, in schlecht belüfteten Räumen oder in sensiblen Bereichen, wie Kindergärten oder Krankenhäusern, kommt die neue Spritztechnologiezum Einsatz.

Das modulare XVLP-System besteht aus einer Turbine mit Schlauch (nicht im Bild), einem Pistolengriff und dem Sprühaufsatz, der das Material aufnimmt (hier die spezielle Frontend-Düse für die wasserbasierten Caparol-Lacke).


Spritznebelreduziert

Die Abkürzung XVLP ergibt sich aus den Worten eXtra Volume Low Pressure und bedeutet, dass mit einem extra großen Luftvolumen bei niedrigem Druck gespritzt wird. Das modulare XVLP-System besteht aus einer Turbine mit einem fünf Meter langen Luftschlauch, einem Pistolengriff und dem Sprühaufsatz, der das Material aufnimmt. Jeder Sprühaufsatz lässt sich durch einen einfachen Handgriff gegen einen anderen austauschen. So lassen sich Materialien und Farbtöne im Handumdrehen wechseln. Wagner bietet standardmäßig vier Sprühaufsätze für das XVLP-System an: einen für Standardlacke, einen für niederviskose Materialien und Lasuren, einen für Dispersions- und Latexfarben sowie einen Sprühaufsatz mit beheiztem Behälter für die Verarbeitung hochviskoser Materialien. Dazu kommt nun die Frontend-Düse, die exakt auf die Verarbeitung der wasserbasierten Lacke von Caparol abgestimmt ist.

Das handliche Sprühsystem (die Turbine hat in etwa die Größe eines Staubsaugers und das gesamte Sprühsystem wiegt gerade mal acht Kilogramm) bietet sich vor allem für Profis an, die ein flexibles Sprühsystem zur Abrundung ihres Geräteparks benötigen, um schnell kleinere Flächen bis zu 50 Quadratmetern zu sprühen. Daneben sieht Andreas Martin weitere potenzielle Anwender: „Das handlich-leichte Gerät ist nicht nur optimal für Spritzprofis geeignet, auch Maler, die noch wenig Erfahrung im Spritzlackieren haben, sind begeistert, denn die Anwendung ist einfach und sicher." Das Spritzen mit der neuen Technologie ist nebelarm, das bedeutet geringere Abklebezeiten und angenehme Arbeitsbedingungen.

Der Spritznebel bei der nebelarmen XVLP-Spritztechnologie ist soweit reduziert, dass angrenzende Flächen in der Regel nur etwa 30 Zentimeter abgeklebt werden müssen. Fotos:Caparol

Susanne Sachsenmaier-Wahl
Quelle: Malerblatt 08/2013
 

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