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Software-Trends

Die Softwareanbieter unserer Branche sind innovativ. Wir fragten die Hersteller nach neuen Trends.

Handwerker nutzen neue Technologien, um ortsunabhängig arbeiten zu können.

Daten sollen immer und überall verfügbar sein – und das möglichst auf dem aktuellsten Stand. Dazu benötigen sie integrierte Systeme. Diese werden aus Sicht des Softwaredienstleisters A.S.E. mit Sitz in Wien immer wichtiger. „Software sollte möglichst viele Firmenprozesse abbilden können. Wer dazu mehrere Programme einsetzen muss, arbeitet ineffizient", bemerkt dazu Boris Proksch, Verkaufsleiter. Dem Trend zur mobilen Nutzung trägt man bei A.S.E. mit Lösungen zur mobilen Qualitätskontrolle und Zeiterfassung Rechnung.

Innovative Aufmaßlösungen

Software soll auch betriebliche Abläufe beschleunigen. Bei Bonk Computersysteme hatte man mit der Entwicklung von 3D-Fotoaufmass die Optimierung des Baustellenaufmaßes im Blick. Mit der Software lassen sich Aufmaße auf Basis eines Fotos erstellen. Das Neue dabei: nicht nur Flächen und Strecken kann man messen, sondern auch Leibungstiefen oder Rücksprünge von Balkonen. Diese dreidimensionale Aufmaßerfassung aus einem zweidimensionalen Bild sei einzigartig in der Branche, sagt der Hersteller. „Alle sichtbaren Bereiche der Fassade lassen sich mit nur einem Referenzmaß für das gesamte Bild ermitteln", so Firmenchef Michael Bonk. „War das Aufmaß vor Ort bisher sehr aufwendig, gelingt es mit dem 3D-Fotoaufmass am Bildschirm in nur wenigen Minuten", verspricht Bonk.

Zeitersparnis und Vereinfachungen beim Aufmaß – auf diese Marktanforderungen hat man auch bei C.A.T.S.-Soft eine Antwort. CATSmobil 3D ist ein Werkzeug, das dem Handwerker das Aufmaß ebenfalls wesentlich erleichtert. Von 70 Prozent Zeitersparnis ist in diesem Zusammenhang die Rede. Einen weiteren Trend sieht Marketingleiterin Bianca Wege in der Vernetzung von Baustelle und Büro. „Unsere Lösung hierfür nennt sich VerA, das Büro in der Hosentasche. Es sorgt dafür, dass alle nötigen Informationen zu Kunden, Angeboten, Terminen aus der betriebswirtschaftlichen Maler-Software C.A.T.S.-WARICUM direkt auf dem Smartphone verfügbar sind." Das Geniale dabei: Alles, was unterwegs eingetragen wird, gleicht sich automatisch mit der Software im Büro ab. Wer will, kann auch die Bürosoftware von unterwegs aus nutzen, um beispielsweise Angebote zu erstellen.

Mobiles Arbeiten

Dass Schnelligkeit bei der Angebotserstellung einen großen Vorteil bietet, davon ist auch Bernhard Seifert überzeugt. „Viele Kunden entscheiden sich für das günstigste Angebot, weil sie sich kaum mehr an das Gespräch mit dem Handwerker erinnern können, wenn dessen Angebot eintrifft." Deshalb sollte man das Angebot gleich vor Ort erstellen. Dann könne man direkt auf die Wünsche des Kunden eingehen und Varianten durchspielen. Kundengespräch, Aufmaß und Angebot während eines Termins, um so möglichst gleich den Auftrag zu bekommen, das ist die Philosophie, die hinter Seiferts mobilem Büro ENACC steht.

Mobilität ist aber nicht nur bei der Angebotserstellung wichtig. Entsprechende Lösungen beschleunigen auch die Prozesse bei der Arbeitsdurchführung. „Im mobilen Arbeiten mit Smartphone und Tablet-PC sehen wir einen großen Trend", bestätigt Stefan Müller von der Softwareschmiede HCS EDV-Systeme. Dazu gehöre einerseits die mobile Zeiterfassung mittels Barcode- Scanner oder Smartphone und andererseits das Programm HCS-Mobil, das den Zugriff auf die Daten der Bürosoftware ermöglicht.

Nils Seidel von MCDS bietet mit seiner HandiApp ebenfalls eine Lösung für mobile Endgeräte. „Wichtige Daten, wie beispielsweise Kundenadressen oder Artikel-Stammdaten, lassen sich auf das Smartphone übertragen", erklärt er. Doch auch in anderen Bereichen schreitet der Fortschritt bei MCDS voran. So wurde eine Schnittstelle für das neue Datenformat für elektronische Rechnungen ZUGFeRD geschaffen. Sie erzeugt die entsprechende XML-Datei und baut diese automatisch in eine PDF-Datei ein. Damit sind alle MCDS-Kunden für den digitalen Rechnungsaustausch gewappnet.

Die Zukunft hat man auch bei Moser fest im Blick. „Für uns zeichnen sich zwei Trends ab: Effizienz und Mobilität", verrät Marketingleiterin Kerstin Moser. „Diese beiden Tendenzen liegen daher auch im Fokus der stetigen Weiterentwicklung unserer Handwerkersoftware. Wir beraten unsere Kunden, wie betriebliche Ressourcen effizient genutzt und Arbeitsabläufe damit verschlankt werden können."

Die Verfügbarkeit mobiler Anwendungen ist für Moser selbstverständlich. „Wir haben diesbezüglich zwei Apps entwickelt: MOSERAufmaß sowie MOSERZeiterfassung. Sie bieten den Vorteil, dass Daten nur einmal erfasst und direkt in die kaufmännische Software übermittelt werden können."

Um Datenaustausch geht es auch bei der jüngsten Entwicklung des Bonner Softwarehauses MWM Software & Beratung GmbH. Es bietet für seine Aufmaßprogramme MWM-Libero (Windows) und MWM-Piccolo (Android) eine Anbindung an den neuen Laser-Entfernungsmesser Leica Disto D810 touch. Die kabellose Übertragung der Maße erfolgt via Bluetooth. Zusätzlich kann der Handwerker mit der integrierten Kamera das zu messende Objekt fotografieren und das Foto mittels USB-Download auf seinen Rechner zur Weiterverarbeitung übertragen.

 



Das Mobilbüro ENACC von Bernhard Seifert.

 

Rechnen in der Wolke

Wenn sich Software und Daten ausschließlich im Internet befinden, spricht man von Cloud Computing (Cloud, engl. für Wolke). Der vor einem Jahr gestartete Online-Dienst Sage One, eine kaufmännische Software für Selbstständige und Kleinunternehmer, basiert auf dieser Technik. Seit Neuestem ist eine Verbindung zwischen Sage One und einem Google-Account möglich. Das ermöglicht die digitale Archivierung. „Diese und andere Funktionen von Sage One werden ständig verbessert", verspricht Oliver Herzig. Dank der zentralen Verfügbarkeit sei die Software immer auf dem neuesten Stand.

Auch bei Staude Software kann man „in den Wolken rechnen". Das Softwarehaus stellt sein bewährtes Handwer- kerprogramm als Cloud-Software zur Verfügung. Die Nutzer bekommen das Programm, den Speicherplatz und die Rechenleistung in der jeweils benötigten Menge über das Internet zur Verfügung gestellt. Einen Kaufpreis gibt es bei Staude nicht. Vielmehr wird die Leistung wie Wasser oder Strom nach Verbrauch abgerechnet. Zusätzlicher Vorteil: Geht der Computer des Handwerkers verloren oder wird er zerstört, liegen seine sensiblen Daten weiter sicher in der Wolke. Auch für Datenschutz ist gesorgt. „Die Cloud befindet sich auf einem Server im Geltungsbereich des Bundesdatenschutzgesetzes", so der Geschäftsführer Sascha Lemm.

Das Softwarehaus ma/soft macht schon mit dem Produktnamen „malistor in der Cloud" deutlich, wo sich die Rechenprozesse abspielen. „Unser Programm ist ideal für Tablet-PC und iPhone und funktioniert auch mit Apple-Rechnern. Unsere Nutzer arbeiten überall dort, wo sie einen Internetzugang haben; natürlich auch mobil von unterwegs", erzählt Dieter Wulf. „Die Software befindet sich in einem Rechenzentrum. Dort wird sie automatisch gesichert und ist vor Viren geschützt." Vor allem für Handwerker mit hohem Mobilitätsanspruch sei diese Art der Softwarenutzung ideal.

Bewährtes verbessern

Online und offline bewegt sich die ulmer edv-beratung gmbh mit der vierten Generation ihrer Software Stukki esus. Esus – der Name ist abgeleitet vom keltischen Gott des Handels und der Wege – besticht durch neue Funktionen und eine moderne, an die Arbeitsabläufe angepasste Oberfläche. Die mobile Version kann auch mit jedem Smartphone oder Tablet genutzt werden. Dadurch besteht ein direkter Zugriff auf alle Daten beim Kunden und auf der Baustelle. Auf einen Service für seine bestehenden Anwender ist die Softwareschmiede besonders stolz. „Kein Kunde muss Daten neu erfassen, wenn er von älteren Stukki-Versionen auf esus umsteigt. Sogar die parallele Nutzung von alter und neuer Software ist möglich. Damit ist ein sanfter Übergang zur neuen Version sichergestellt", betont Angelika Hirt.


3D-Fotoaufmass von Bonk verspricht ein Fassadenaufmaß am Bildschirm in nur wenigen Minuten.

 

Alles im Blick

Seine Computerprogramme an die gewachsenen Anforderungen anzupassen, steht auch bei WinWorker ganz oben im Pflichtenheft. „Dabei ist es wichtig, dass die Anwendungen nicht in schicke Spielereien ausarten, sondern eine wirkliche Erleichterung für den Büroalltag schaffen", betont Nicole Sillekens. Ein gutes Beispiel hierfür sei die WinWorker App. Sie bietet Einblick in die Dokumente aus der Branchensoftware im Büro, Zugriff auf Kundenadressen und Projektinformationen. Auch die Daten aus der mobilen Zeiterfassung fließen in die App ein und sind unterwegs verfügbar.

Aber nicht nur die mobilen Anwendungen, auch die Branchenprogramme selbst werden immer benutzerfreundlicher. Das fängt an mit übersichtlichen Oberflächen, die sich an der aktuellen Windows-Optik und dadurch an den Sehgewohnheiten der Anwender orientieren. Sinnvolle Schnittstellen und Zusatzfunktionen lassen keine Wünsche offen. Bei WinWorker verweist man in diesem Zusammenhang auf die msd-malerstammdaten.de. Sie enthalten Leistungen und Materialien verschiedener Hersteller zur Kalkulation.

Und so schließt sich hier wie dort der Kreis: Stammdaten bilden die Basis für Angebote, die wiederum herangezogen werden, um die einzelnen Positionen projektbezogen aufzumessen. Hard- und Software erleichtern dieses Aufmaß und sorgen für den Datenaustausch mit dem Büro. Dort dienen die Aufmaße als Basis für die Abrechnung. Online oder offline, Cloud oder Festplatte, PC oder Smart-phone: Nicht die Form, sondern die Verfügbarkeit von Information ist heutzutage entscheidend – unabhängig von Raum und Zeit.

Malerblatt 10/2014
Josef Schneider
Fotos: Bonk, Bernhard Seifert, WinWorker
 

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