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Home Putzsysteme Grundlagen Glatte Flächen

Glatte Flächen

Vliese können mit den entsprechenden Klebemitteln und richtig angewendet eine gleichmäßige Oberflächenstruktur erzielen.

Glatte Fächen liegen im Trend

Kaum ein Untergrund, der auf der Baustelle angetroffen wird, ist ideal für eine makellose Schlussbeschichtung geeignet. In der Regel fallen, je nach Zustand des Untergrundes, größere oder kleinere Vorarbeiten an. Wenn ein Anstrich auf einer glatten Oberfläche gewünscht ist, was vor allem von Architekten immer häufiger gefordert wird, so muss die Untergrundvorbereitung äußerst sorgfältig erfolgen, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Vliese, in Verbindung mit den entsprechenden Klebemitteln, sind hier eine wirtschaftliche Möglichkeit. Je nach Vlies bzw. Gewebe, das eingearbeitet wird, können Risse armiert oder Untergrundunebenheiten ausgeglichen werden. Außerdem wird durch das Verkleben eines Vlieses eine gleichmäßige Oberflächenstruktur erzielt und das Saugverhalten des Untergrundes egalisiert.

Kleben statt spachteln

Putzoberflächenrisse sind zwar „harmlos", beeinträchtigen das Bauwerk also in keiner Weise in seiner Standfestigkeit, können optisch aber sehr störend wirken. Selbstverständlich könnten solche Risse auch gespachtelt werden. Die Verwendung eines Vlieses bietet hier jedoch eine Zeit- und somit Kostenersparnis, da aufwendiges Schleifen entfallen kann. Außerdem wird die Saugkraft des Untergrundes egalisiert, die nach einer Spachtelung sehr unterschiedlich sein kann. Eine zusätzliche Grundierung ist dann häufig unumgänglich.

Für die Beseitigung von Putzoberflächen eignet sich sehr gut ein Vlies, das sich durch seine sehr feine, regelmäßige Glasfaserstruktur auszeichnet (z.B. Amiera Anstrichvlies von Kobau). Sowohl für die Verklebung als auch zur Überarbeitung des Vlieses bietet sich eine weißpigmentierte Grundierfarbe (z.B. Grundierweiss GP5 von Pufas) an. Diese wird mit deutlicher Schleppstruktur auf den Untergrund aufgetragen. Dann legt man das Anstrichvlies ein und drückt es mit dem Kunststoffrakel fest. Die folgenden Bahnen werden mit Überlappung verklebt und ein Doppelnahtschnitt ausgeführt. Der Nahtbereich wird unmittelbar nach dem Schnitt noch einmal mit der Grundierung überrollt und abgerakelt. Abschließend wird die gesamte Fläche noch einmal nass in nass mit der Grundierfarbe überarbeitet. Nach der Trocknung kann der gewünschte Schlussanstrich erfolgen.

Wenn’s hochwertig sein soll

Überall dort, wo besonders hochwertige Oberflächen gefordert sind, insbesondere auf Gipskartonplatten, Betonflächen mit Lunkern, Grundputzen oder ausgebesserten Altputzen, liefert ein beidseitig weiß pigmentiertes Vlies mit regelmäßiger Glasfaserstruktur (z.B. Armiera VP 190 von Kobau) optimale Ergebnisse. Verklebt wird das pigmentierte Vlies mit einem Dispersionskleber (z.B. Pufas Renoviervlieskleber RS plus). Die Verklebung des Vlieses kann entweder auf Stoß oder überlappend und mit Doppelnahtschnitt ausgeführt werden. Als Zwischenbeschichtung empfiehlt sich ein Anstrich mit einer weißen Grundierfarbe. Einer makellosen Schlussbeschichtung, die auch höchsten Ansprüchen genügt, dürfte dann nichts mehr im Wege stehen.

Schnell mal glatt machen

Immer öfter sollen raue Untergründe durch glatte Oberflächen ersetzt werden. Glasgewebe, Buntstein- oder Strukturputze lassen sich in nur einem Arbeitsgang mit einem Leichtspachtel, also einem Dispersionsspachtel, dem Leicht-Füllstoffe zugesetzt sind (zB. Pufamur Leichtspachtel LS8 von Pufas), und einem Glasfaservlies (z.B. Kobau microlith Spachtelvlies) auf einfache Weise glätten. Dazu wird der Leichtspachtel auf den Untergrund aufgetragen und mit der Zahnkelle durchgekämmt. Das Vlies wird in die nasse Spachtelmasse eingelegt und mit einer venezianischen Kelle in die Spachtelmasse hineingepresst. Der Nahtbereich wird auf etwa fünf Zentimetern Breite ausgespart, da die Folgebahn überlappend verlegt wird. Nach dem Andrücken wird ein Doppelnahtschnitt ausgeführt und das Vlies nach Entfernen des abgetrennten Vliesstreifens festgedrückt. So erhält man einen absolut glatten Stoßbereich. Nach der Trocknung empfiehlt sich eine Zwischenbeschichtung mit einer weiß pigmentierten Grundierfarbe.

Auf Nummer sicher gehen

Eine besondere Herausforderung stellen Altbauwände dar, wenn aus ihnen glatte und dauerhaft rissfreie Untergründe gemacht werden sollen. Verschiedenste Untergrundmaterialien mit ebenso unterschiedlichem Saugverhalten, Unebenheiten, Risse und Fehlstellen machen das Glätten dieser Flächen nicht gerade einfach. Weil die Untergründe häufig zum Kreiden neigen, sollten sie vorab mit Tiefengrund verfestigt werden. Aufgrund der meist nicht ganz ebenen Fläche, empfiehlt sich auch bei der Altbausanierung der Einsatz eines Leichtspachtels, in den ein Glasgitter-Gewebe (z.B. Glasgittergewebe 5/5A von Kobau) eingearbeitet wird. Auch hier wird der Leichtspachtel nach dem Aufziehen mit der Zahnkelle durchgekämmt. Das Glasgitter-Gewebe wird eingelegt und die Zahnkellenstruktur verpresst. Die nächste Bahn wird fünf Zentimeter überlappt. Ein Doppelschnitt ist nicht erforderlich. Statt dessen wird eine weitere Lage Leichtspachtel auf das Gewebe aufgezogen und abgeglättet. Nach der Trocknung empfiehlt sich ein Zwischenanstrich mit weiß pigmentierter Grundierfarbe, um die Saugfähigkeit zu regulieren.

Egal, was für einen Untergrund Sie auf der Baustelle antreffen und wie hochwertig die Oberfläche auch werden muss – mithilfe von Vliesen bzw. Geweben und den passenden Klebemitteln lassen sich fast alle Anforderungen schnell und sicher erfüllen. Mehrfache Spachtelgänge können entfallen, wodurch sich nicht nur Zeit, sondern häufig auch Geld einsparen lässt.

 

Fotos:Pufas

Malerblatt 04/2014
Susanne Sachsenmaier-Wahl

 

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