• Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Über unsKontaktImpressumDatenschutzSitemapJobs

Kalk-Marmor-Putz

Beitragsseiten
Kalk-Marmor-Putz
Diashow
Alle Seiten

In Bayern entwickelt sich ein Unternehmen, das nur in Kalkputz mit Inhaltsstoffen aus dem eigenen Umfeld investiert.

Schon die Namensgebung ist eher ungewöhnlich. Hundertkalk hat Thomas Dettmann sein noch junges Unternehmen mit Sitz im bayerischen Wolfratshausen genannt. Eine Bezeichnung, „erfrischend deutsch und progressiv zugleich“, beschreibt er in seinem Internetauftritt. Gleichzeitig beziehe sie sich bis in ihr Innerstes auf den Grundstein seiner Arbeit: den Kalk, ein Material, dessen Variantenreichtum sowohl in seinem natürlichen Vorkommen als auch in der Verarbeitung als Kalk-Marmor-Putz kaum Grenzen gesetzt sind. „Mir fiel bereits kurz nach meinem Umzug in die hiesige Gegend auf, dass es in Oberbayern eine seit langer Zeit bestehende Tradition in der Arbeit mit solchen Putzen gibt. Überregional bekannt ist beispielsweise der Vorgang der Weißelns“, erklärt der gelernte Grafik-Designer, der noch bis vor zwei Jahren als freier Grafiker und Produktentwickler bei einem anderen Putzhersteller beschäftigt war, im Gespräch. „Nach einiger Überlegung entschloss ich mich Anfang 2009, meine Erfahrungen in der Gestaltung von zweidimensionalen Flächen und im Umgang mit Putzen zu nutzen und ein eigenes Produkt zu entwickeln. Die dazu benötigten Rohstoffe und Materialien lagen ja nicht nur im übertragenen Sinne direkt vor meiner Nase.“

Aus Liebe zur Region

Eine Gegebenheit, an die sich Thomas Dettmann so strikt wie möglich hält. „All die in meinen Putzen verwendeten Stoffe kommen aus Deutschland, den größten Teil von ihnen erwerbe ich tatsächlich vor Ort.“ Dieser Regionalbezug schlägt sich auch in den Bezeichnungen der aus dem Hause Hundertkalk erhältlichen Farbtöne wieder. Namen wie Edelweiß, Gletscher, Alpenrose, Himmel über Bayern oder auch M. Marmota (der lateinische Begriff für das Alpenmurmeltier) sind „für den Endkunden gedacht und bieten dem verarbeitenden Gestalter gleichzeitig die Möglichkeit, mit dem Produkt verschiedene Emotionen zu vermitteln. Ich bemühe mich stets, ihn durch die Augen des genannten Endkunden zu sehen und ihm aktiv Verkaufsargumente zu bieten“, legt er den weiteren Hintergedanken zu den Farbtönen dar. Diese zeigen darüber hinaus, dass hier nicht nur etwas in Bayern erdacht, sondern auch hergestellt wurde. Das eingekaufte Rohmaterial verarbeitet der Unternehmer nämlich nach wie vor selbst. „Alles, was ich liefere, ist handgerührt. Bei jedem Produktionsschritt hat noch ein Mensch Kontakt zum Material.“ Hinter all dem steckt eine ausgeklügelte und gelebte Philosophie – von regionalen Stoffkreisläufen bis hin zur CO2-neutralen Versendung der vom Kunden angeforderten Bestellungen.

Keine Geheimnisse

„Das eigentliche Produkt Kalk-MarmorPutz selbst ist nicht neu, aber der Ansatz nachhaltigen Wirtschaftens gerecht für Mensch und Natur“, berichtet Thomas Dettmann. „Die spezifische Zusammensetzung und natürlich die Idee der regionalen Inhaltsstoffe stammen jedoch von mir.“ Geheimnisse gibt es rund um Hundertkalk demnach nicht, jeder kann alles im Internet nachlesen. „Entscheidend ist ja schließlich nicht die Rezeptur, sondern die angesprochene Verantwortung für Mensch und Natur, die ich mit meinen Produkten übernehmen möchte.“ Diese werden, je nach Wunsch, in einer der mittlerweile 17 verschiedenen untereinander mischbaren Farben, trocken und vorpigmentiert im Fünf- oder Fünfzehn-Kilo-Sack geliefert. Vor Ort brauchen sie dann nur noch mit frischem Wasser aufbereitet werden. Ein Ölwachs schützt danach optional und kann als Pigmentträger dienen.

Vertrauensvolle Partnerschaft

Eine solche Lieferung erhalten kann jedoch lediglich, wer Partner des Unternehmens Hundertkalk ist. „Ich möchte nur mit den Gestaltern zusammenarbeiten, von denen ich auch wirklich das Gefühl habe, dass sie mein Konzept und damit die dahinter liegende Philosophie verstehen“, stellt Thomas Dettmann deutlich klar. „Aus diesem Grund verkaufe ich meine Putze auch nicht über den Preis. Bei solchen Rabattschlachten geht immer das Interesse am eigentlichen Produkt verloren und das möchte ich verhindern.“ Eine klare Einstellung, die konkret bedeutet, dass für die Akquise nur ganz besondere Maler ausgewählt werden, denen bei einer Übereinkunft dann aber auch ein Gebietsschutz zugesprochen werden kann. Insgesamt wünscht er sich eine eher geringe Verarbeiterdichte. „Die Exklusivität von Hundertkalk-Produkten soll erhalten bleiben“, hat er sich fest vorgenommen. „Das gewährleistet dann nämlich auch eine persönliche Betreuung aller Verarbeiter, beispielsweise im Bereich Marketing. Nur so kann ich deren Individualität fördern und darüber hinaus auf ihre Bedürfnisse eingehen. Trotzdem bin ich natürlich offen für Anfragen und schätze den persönlichen Kontakt mit den Interessenten sehr. Es müssen sich eben einfach die passenden Leute finden“, erklärt er freundlich lächelnd.

Simone Heinz
Quelle: Malerblatt 11/2009


 

Produkt des Monats


Faserarmierte Zwischenbeschichtung und atmungsaktive Siliconharzfarbe mit echtem Clean-Effekt:


Weiterlesen...

Premiumpartner

Caparol Logo



Partner



CD-Color Flex

Paul Jaeger
Jansen

Ihre Meinung

Nutzen Sie Instagram?
 

Newsletter

Der Malerblatt-Newsletter informiert Sie wöchentlich und kostenlos über Aktuelles aus der Branche.
Jetzt anmelden


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr anzeigen.

EU Cookie Directive plugin by www.channeldigital.co.uk