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Lehmputz Teil 2

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Lehmputz Teil 2
Einteilung ist entscheidend
Dezent und elegant
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Die Streifentechnik von Florian Epple, fasziniert den Betrachter durch das subtile Spiel von matten und glänzenden Partien.

Streifenmuster sind nichts Neues; vielmehr sind vor allem vertikale Linien seit jeher zur Raumdekoration beliebt.

Dass sich Streifenmuster auch hervorragend dazu eignen, Lehmputze in einen modernen Kontext zu bringen, das beweist eine kreative Lehmputztechnik des Malermeisters Florian Epple aus Waging am See. Mit dieser Lehmputz-Technik lassen sich – je nach Streifenbreite und -position – Raumproportionen korrigieren und Wände gliedern. Rustikalität ist hier Fehlanzeige. Vielmehr wird eine elegante, zeitlose Raumatmosphäre erzeugt. Von der zurückhaltenden und gleichzeitig edlen Anmutung dieser Technik zeigte sich auch die Jury des ersten Claytec-Lehmgestaltungswettbewerbs, der im April 2018 (das Malerblatt berichtete in Ausgabe 6/2018 auf S. 60 ff.) angetan und verlieh Florian Epple dafür einen zweiten Preis.


Die Einteilung ist entscheidend

Als Basis für die Technik dient ein zweilagig aufgezogener Lehmfarbputz. Dieser sollte möglichst gleichmäßig und eben aufgebracht werden. Auf dem trockenen Putz nimmt man anschließend die Einteilung der Streifen vor. Möglich sind unzählige Varianten: schmale Streifen, breite Streifen, gleichmäßige oder ungleichmäßige Abstände. Eine äußerst interessante Gestaltung ergibt sich, wenn sowohl die Streifenbreiten als auch die Abstände variieren und wie zufällig erscheinen. Nach dem Anzeichnen und Ausloten der Streifen, klebt man diese mit Klebeband ab. Hilfreich ist, die Streifen, die später nicht mehr beschichtet werden sollen, mit einem Stück quer oder diagonal geklebtem Tape zu markieren.


Lehmputz: Dezent und elegant

Nun werden die gewünschten Streifen mithilfe eines Pinsels mit Lehmfarbe ausgemalt. Noch im nassen Zustand wird die Farbe mit einer venezianischen Kelle in den Lehmputz eingespachtelt. Durch den Druck und die Dauer des „Bügelns“ kann dabei der Glanzgrad variiert werden. Sobald man mit dem Ergebnis zufrieden ist, können die Klebebänder vorsichtig entfernt werden. Nun offenbart sich das gewünschte Streifenmuster, das sich farblich zwar nur gering abhebt, dafür aber durch den subtilen Wechsel zwischen matten und glänzenden Partien besticht.

Die Lehmstreifentechnik eignet sich besonders gut, um einzelne Wände in Szene zu setzen und einen Blickfang zu schaffen. Möglich ist aber natürlich auch, einen gesamten Raum damit auszustatten, allerdings sollte man dann ausreichend Zeit einkalkulieren, um das Einmessen und Abkleben der Streifen mit der nötigen Sorgfalt ausführen zu können.


Teil 1 der Lehmputz-Serie


Text & Fotos: Susanne Sachsenmaier-Wahl
Quelle: Malerblatt 10/2018



Die Streifen werden in den gewünschten Abständen und Breiten mithilfe von Wasserwaage und Bleistift angezeichnet.



Dann klebt man die Streifen mit Klebeband ab. Hilfreich ist, wenn man die Streifen, die nicht mit Lehmfarbe gestrichen werden sollen, markiert.



Mit einem Pinsel wird die Lehmfarbe richtungslos auf die gewünschten Stellen aufgetragen und sofort mit der venezianischen Kelle verpresst.


PraxisPlus

Wände von heute mit Baustoffen von gestern so lautet das Motto von Maler Epple in Waging am See. Malermeister und Bauberater kdR (kontrolliert deklarierte Rohstoffe) Florian Epple, führt den Betrieb seit 2002 in sechster Generation. Er hat sich auf hochwertige Wandoberflächen aus natürlichen Baustoffen, wie Lehm, Kalk oder Tadelakt und den Einsatz von Naturfarben spezialisiert. Daneben bietet Epple seine eigene „Koichfarb“, eine anwendungsfreundliche Kalkfarbe, an.

Für die Streifentechnik setzte Florian Epple den Lehmfarbputz „Yosima“ sowie Lahmfarbe von Claytec ein.


www.malerbetrieb-epple.de

 

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