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Heine- Haus, Hamburg

Im Stadtbild Hamburgs nimmt das Heine-Haus eine besondere Stellung ein. Jetzt wurde es renoviert.

Notwendige Renovierung

Das Besondere am Heine- Haus sind seine großen, in Hartholz eingefassten Glasfenster. Darüber hinaus ist der aus Eichenholz gefertigte Erker maßgeblich für die Optik des Gebäudes verantwortlich. 1903 in einer Baulücke erbaut, zählt es heute zu den mustergültigen Jugendstilbeispielen der Stadt – noch dazu in bester Lage direkt an der Binnenalster. Nach über zehn Jahren war es notwendig geworden, die Holzbauteile der Fassade – lasierte Fensterelemente und Eichenholzerker – einer Renovierung zu unterziehen, den Auftrag dafür erhielt die Hamburger John Lewien Malereibetrieb GmbH. Zusammen mit Mathias Kreidemeier, dem zuständigen Außendienstmitarbeiter bei Sikkens, besichtigte Geschäftsführer Torsten Rettig das Objekt, um geeignete Maßnahmen für die Instandsetzung festzulegen. „Unsere Holzfeuchtemessung ergab einen Wert von 8 bis 12 Prozent. Bei diesem Ergebnis konnten wir davon ausgehen, dass keine konstruktiven Mängel vorliegen und das Holz für die Überarbeitung geeignet ist", erklärt Mathias Kreidemeier, der das Projekt während der dreiwöchigen Renovierungsphase begleitete. Zudem bewerteten sie die Altbeschichtung als größtenteils intakt. Lediglich am Erker wurden Abplatzungen festgestellt und deshalb gab es auch Schäden am Holz.

Qualität für den Jugendstil

Als es dann losgehen konnte, wählten die Verantwortlichen zur Renovierung und Sicherung einer langanhaltenden, qualitativ hochwertigen Neubeschichtung verschiedene Sikkens-Produkte aus, die von Grund auf bis hin zum Finish einen soliden Neuaufbau ergeben. Dafür mussten

die sechs vor Ort tätigen Lewien-Mitarbeiter zunächst alle nichttragfähigen Teile der Altbeschichtung entfernen. Im zweiten Schritt schliffen sie alle Flächen komplett an und reinigten sie. Vergrautes Holz wurde entfernt, bis das gesunde rohe Holz zum Vorschein kam. Sodann kam in den V-Fugen, Verbindungen und Rissen ab einer Breite von drei Millimetern eine elastische und transparente, wasserfeste und lösemittelarme 2-Komponenten-Holzreparatur- und Füllmasse zum Einsatz. Die größeren, beschädigten Holzteile wurden ersetzt. Im zweiten Schritt erhielten die rohen Holzzonen eine Grundbeschichtung mit der leicht zu verarbeitenden, transparenten und seidenglänzenden Holzschutzlasur Sikkens Cetol HLS extra, die als Grundierung für maßhaltige Bauteile im Außenbereich sowie als Eintopfsystem bei nicht und begrenzt maßhaltigen Hölzern eingesetzt werden kann. Das Material dringt sehr gut in den Untergrund ein, wirkt feuchtigkeitsregulierend und schützt wirksam sowie nachhaltig vor UV-Strahlung. Eine wichtige Eigenschaft ist auch, dass die Holzmaserung damit sehr gut angefeuert wird.

Zur Behandlung der Hirnholzbereiche verwendete das Lewien-Team eine schnell trocknende Hirnholzversiegelungsmasse auf Wasserbasis. Kleinere Risse, offene Eckverbindungen und V-Fugen bis drei Millimeter dichteten die Verarbeiter zusätzlich mit einer wasserabweisenden und dauerhochelastischen Fugenversiegelungsmasse mit guter Flankenhaftung ab.

Die Renovierung des Heine-Hauses in Hamburg fand bei laufendem Betrieb des Ladenlokals statt.

Anstrich mit Langlebigkeit

Die Zwischen- und Schlussbeschichtung wurde mit Cetol Novatech ausgeführt, das sich in Kombination mit HLS für die Beschichtung maßhaltiger Holzbauteile eignet. Auf nicht und begrenzt maßhaltigen Bauteilen kann die High-Solid Holzlasur als 2-Schichtsystem eingesetzt werden und ist somit besonders wirtschaftlich. Der Maler spart also einen Arbeitsgang, hat aber die Sicherheit eines 3-Schicht- Systems. Für das Heine-Haus war es wichtig, den ursprünglichen Farbton auch im neuen Anstrich beizubehalten, dieser war allerdings in keiner Kollektion enthalten. Erreicht wurde er schließlich mit der Mischung drei verschiedener Töne. Torsten Rettig fasst zusammen: „Gerade bei diesem Renommeeobjekt wollten wir unbedingt auf lang anhaltende Qualität setzen, die dem Haus und seiner Bedeutung entspricht. Mit den eingesetzten Produkten haben wir auch aus Erfahrung genau die richtige Wahl getroffen."


Quelle: Malerblatt 10/2013
Foto: Akzo Nobel Sikkens
 

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