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Holzbeschichtungen Teil 2

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Holzbeschichtungen Teil 2
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Der Untergrund und seine Vorbereitung. Damit Holz seine natürliche Schönheit behält, muss es gepflegt und geschützt werden.

Eine wirksame Holzbeschichtung kann Schäden vermeiden, die Nutzungsdauer verlängern und dadurch Werte erhalten. Was ist ausschlaggebend bei einer perfekten Holzbeschichtung? Ein wichtiger Faktor ist die richtige Untergrundvorbereitung, die die Grundvoraussetzung für eine einwandfreie Oberflächenbeschichtung ist.

Eine optimale Untergrundvorbereitung unter Verwendung der richtigen Arbeitsmittel und Beschichtungsstoffe ermöglicht erst eine professionelle Holzoberflächenbeschichtung. Der tatsächliche Ist-Zustand der Holzbauteile am Gebäude entscheidet über die weitere Vorgehensweise und den idealen Beschichtungsaufbau. Nur aufgrund der richtigen Diagnose kann die optimale Wechselwirkung zwischen Holzoberfläche und Beschichtungssystem gefunden werden. Es geht also darum, den Holzuntergrund genau zu beurteilen, um zusammen mit einer auf die Situation abgestimmten Untergrundvorbereitung den bestmöglichen Beschichtungsaufbau zu erreichen. Grob lassen sich fünf verschiedene Zustände klassifizieren, die eine spezielle Untergrundbehandlung erfordern.

Untergrundmängel

Mängel im Holzuntergrund: Hierzu zählen raue, abgewitterte Oberflächen, Äste, Harzfluss sowie Verfärbungen und Fleckenbildung. Hier müssen unterschiedliche vorbereitende Maßnahmen ergriffen werden, wie zum Beispiel Schleifen, um anschließend beschichten zu können.
Biologischer Bewuchs: Bläuepilzbefall, Moos-, Algen- und Pilzbefall erfordern eine Untergrundbehandlung mit speziellen Produkten wie z. B. Bläueschutzgrund und/oder Fassaden-Reiniger. Vor Gebrauch sollte stets die Kennzeichnung und Produktinformation gelesen werden. Ausführliche Information gibt dazu auch das BFS-Merkblatt Nr. 18, 6.1 und 6.2.
Holzabbau und Dunkelverfärbung: Abgewitterte, vergraute Holzoberflächen, verschlissene, nicht tragfähige Altbeschichtungen sowie Schäden durch unzureichenden Wetterschutz werden zuerst geschliffen und imprägniert, danach erfolgt die neue Beschichtung.

Mängel an Holzkonstruktionen

Schäden an Holzfenstern: Das Spekt-rum reicht von Oberflächenstörungen durch Benetzungsprobleme (z. B. Silikon) sowie durch schadhafte Dichtstoffe und Glasversiegelungen, geht über Schäden im Bereich von Holzverbindungen bis hin zu Fäulnis durch holzzerstörende Pilze – hier ist genaues Hinsehen gefragt.
Schäden an plattenförmigen Holzwerkstoffen: Verklebte Massivholz-, Furnierschicht-, Sperrholz-, Holzspan- und Holzfaserplatten sind aus beschichtungstechnischer Sicht immer problematisch.
Für den Außenbereich dürfen ausschließlich Holzwerkstoffe der Nutzungsklasse 3 eingesetzt werden.
Diese Holzwerkstoffe sind zwar wetterfest verklebt, die Eignung für eine Beschichtung ist jedoch dadurch nicht gegeben. Die Einschätzung über die mögliche Haltbarkeit der Beschichtung liegt demnach beim ausführenden Malerfachbetrieb.

In der nächsten Folge der Malerblatt-Serie über die richtige und werterhaltende Beschichtung von Holzoberflächen geht es um die optimale Haltbarkeit einer Schlussbeschichtung.

Raphael Oeggerli, Herbol
Quelle: Malerblatt 12/2009


 

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