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Home Lacksysteme & Lasuren Grundlagen Lichtstabiler Alkydharzlack

Lichtstabiler Alkydharzlack

Alkydharz-Systeme neigen beim Einsatz in Innenräumen zur Dunkelvergilbung. Eine neue Lackrezeptur soll Abhilfe schaffen.

Alkydharz-Systeme sind beim Profi wegen ihrer unkomplizierten Verarbeitung und ihres herausragenden Oberflächenfinishs nach wie vor sehr beliebt. Das Problem beim Einsatz in Innenräumen ist jedoch, dass sie zur Dunkelvergilbung neigen. Eine neue Lackrezeptur soll eine extreme Langzeitbeständigkeit gegen dieses Phänomen ermöglichen.

Wird die Lackoberfläche von herkömmlichen Alkydharz-Systemen längere Zeit nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt, bilden sich sogenannte konjugierte Doppelbindungen (Chromophore), die durch eine selektive Lichtabsorption die Oberfläche gelblich erscheinen lassen.

Bei der Formulierung eines neuen Alkydharzlackes wurde deshalb besonderes Augenmerk auf die Hybrid-Bindetechnologie inklusive der notwendigen Fettsäuren gelegt. Diese innovative Technologie mit ihrem chemisch gebundenen, niedermolekularen Silikon-Anteil bewirkt den entscheidenden Unterschied zu herkömmlichen Alkydharzlacken, denn sie ermöglicht die extreme Langzeitbeständigkeit gegen Dunkelvergilbung.
Auch die Hellvergilbung wurde im Labor unter erschwerten Bedingungen in einem so genannten QUV-Gerät getestet. Dabei wird die Beschichtung einem Vielfachen der Intensität der normalen Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Auch hierbei konnte der neue Lack überzeugen.

Der hält was aus

Bei Bauteilen wie z.B. Türen, Rahmen, Fenstern und Fensterläden, die täglicher mechanischer Belastung ausgesetzt sind, ist die Härte des Lackfilms besonders wichtig. Ein zu weicher Anstrichfilm kann hier eine höhere Anschmutzung bewirken und führt bei mechanischer Belastung schnell zu Kratzern und Dellen. Das neue Lacksystem wurde so formuliert, dass eine höhere Oberflächenhärte bereits unmittelbar nach der Trocknung gegeben ist. Die Oberfläche ist damit – wie Tests beweisen – schneller belastbar und insgesamt weniger anfällig gegenüber mechanischen Belastungen. Dafür wurde ein Prüfverfahren zur Härtebeurteilung eingesetzt, bei dem die Dämpfung eines schwingenden Pendels als Maß dient (Pendelhärte nach König). Je härter der Lackfilm ist, umso weniger wird die Schwingungsenergie des Pendels gebremst. Die Untersuchungen ergaben, dass der Trockenfilm des neuen Lackes eine um 40 Prozent höhere Oberflächenhärte aufweist als vergleichbare Materialien. Dieser Effekt beginnt bereits im frühen Durchtrocknungsprozess und baut sich im Laufe der Zeit weiter auf. Nach 28 Tagen ist die volle Oberflächenhärte erreicht; der Lackfilm behält dabei jedoch seine innere Flexibilität ohne zu verspröden.

 

Der Pendelhärte-Test nach König ergab: Der Trockenfilm des neuen Lackes (rot: matt, grün: seidenglänzend) weist eine um 40 Prozent höhere Oberflächenhärte auf als vergleichbare Materialien (blau).


Angenehme Verarbeitung

Der Einsatz des lösemittelhaltigen Eintopfsystems im Innenbereich empfiehlt sich immer dann, wenn wasserbasierte Produkte hinsichtlich Verarbeitung, Oberflächengüte und Isolierwirkung von Holzinhaltsstoffen an ihre Grenzen stoßen. Es zeichnet sich durch einen fülligen, glatten Verlauf aus, besitzt ein hohes Deckvermögen mit guter Kantenabdeckung bei 140 µm Trockenfilmstärke in zwei Arbeitsgängen und eine extrem hohe Standfestigkeit: Selbst bei Schichtdicken von bis zu 200 µm an senkrechten Flächen läuft das Material nicht ab. Aufgrund der schnellen Trockenzeiten kann der Erstanstrich bereits nach sechs bis acht Stunden überarbeitet werden. Die Beschichtung ist mit ihrer hohen UV- und Wetterbeständigkeit sehr langlebig und in der Alltagsbelastung hoch strapazierfähig. Auf Holzuntergründen verhält sie sich elastisch und ventilierend und isoliert dabei wirksam braun färbende Holzinhaltsstoffe. Ein zusätzlicher Sperrgrund ist also nicht erforderlich, um z.B. eine fleckenlos weiße Beschichtung zu erreichen.

Optisch attraktiv

Den Allroundlack gibt es seit kurzem auch in mattem Weiß. Damit verleiht es vielen Oberflächen im Innen- und Außenbereich ein edles tuchmattes Oberflächenfinish. Der 2-Schicht-Lack kann universell auf vielen Untergründen eingesetzt werden und ist dabei Grundierung und Decklack in einem. Er haftet sofort auf maßhaltigen und begrenzt maßhaltigen Holzuntergründen, Holzwerkstoffen, Hart-PVC, Altbeschichtungen und Aluminium. Ein Materialwechsel ist also nicht erforderlich. Das bedeutet unterm Strich eine Zeit- und Materialersparnis von bis zu 20 Prozent.

Dagmar Riefer, CD-Color

praxisplus

Der Allroundlack „DuoTop“ von CWS WERTLACK zeichnet sich durch hohe Oberflächenhärte, eine geringe Dunkelvergilbung und schnelle Trockenzeiten aus. Die Vorteile der silikonmodifizierten Alkydharz-Rezeptur machen sich auch in der Verarbeitung bemerkbar. Das Eintopfsystem ist Grundierung und Decklack in einem.
Weitere Informationen: cd-color.de

Quelle: Malerblatt 11/2015
 

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