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Kunststoff-Untergründe

Die richtige Beschichtung ist beim Einsatz von Kunststoff-Bauteilen von essentieller Wichtigkeit.

Bauteile aus Kunststoff werden immer öfter im Innen- und Außenbereich eingesetzt. Sollen solche Flächen vom Maler beschichtet werden – egal ob es sich hierbei um Verkleidungen, Fenster, Türen, Rohre, Dachrinnen oder kunststoffbeschichtete Oberflächen handelt – ist immer zuerst die Frage zu beantworten: Um welchen Kunststoff handelt es sich eigentlich?

Kunststoffe lassen sich nach ihren physikalischen Eigenschaften in drei Hauptgruppen unterscheiden:

  1. Plastomere (Thermoplaste): Diese schmelzen bei Erwärmung, sind quellbar und löslich durch entsprechende Lösemittel.
  2. Duromere (Duroplaste): Diese sind hart, nicht schmelzbar, nicht löslich und nur schwer quellbar.
  3. Elastomere: Diese besitzen bei Normaltemperatur eine hohe Elastizität, sind nicht schmelzbar, nicht lösbar, jedoch mit den entsprechenden Lösemitteln quellbar.

Problemlos ist die Bestimmung nur anhand einer bestehenden Kennzeichnung möglich. Fehlt diese Kennzeichnung, ist mit baustellenüblichen Mitteln nicht sicher zu ermitteln, was für ein Kunststoff das ist. Hier muss bei dem Bauteilhersteller der Montagefirma oder dem Auftraggeber nachgefragt werden, gegebenenfalls ist auch der Beschichtungshersteller in der Lage, durch Laborprüfungen die Art des Kunststoffes festzustellen und damit das geeignete Beschichtungssystem vorzuschlagen. Die Auswahl der Beschichtungsstoffe oder -systeme richtet sich dann nach der Art der Kunststoffe und der zu erwartenden Beanspruchung.

Weiße, insbesondere maßhaltige Kunststoffbauteile wie z. B. Fenster und Außentüren dürfen nicht dunkel beschichtet werden, da es wegen des Aufheizungseffektes bei Sonneneinstrahlung zu Verformungen kommen kann. An Fenstern und Außentüren sollten Beschichtungen in dunklem Farbton nur aufgebracht werden, wenn der Fensterhersteller sie für dunkle Beschichtungen als geeignet bezeichnet. In den wenigsten Fällen sind weiße Kunststoff-Fenster für dunkle Beschichtungen geeignet!

Bei einigen Kunststoffen können notwendige Untergrundvorbehandlungen im verbauten Zustand nicht ausgeführt werden, wie etwa chemisches Ätzen oder Beflammung der Oberfläche. Im Zweifelsfall sind schriftlich Bedenken anzumelden. Eine Gewährleistung kann der Verarbeiter nur dann übernehmen, wenn der Hersteller den Beschichtungsstoff bzw. das Beschichtungssystem für diesen Zweck als geeignet bezeichnet.

Anmerkung: Im BFS Merkblatt Nr. 22 sind die Kurzzeichen und deren Bedeutung aufgelistet und auch, welche Kunststoffart für welche Beschichtungen ungeeignet oder aber geeignet ist.

 

Quelle: Malerblatt 02/2014

 

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