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Home Lacksysteme & Lasuren Grundlagen Holzschutz auf Silikatbasis

Holzschutz auf Silikatbasis

Der Mineralfarben-Spezialist Keim entwickelte eine Neuheit in der Holzbeschichtung: Holzfarbe auf Silikatbasis.

Anfang des Jahres 2013 präsentierte der Mineralfarben-Spezialist Keim nach über 20-jähriger Entwicklungszeit ein Novum in der Holzbeschichtung: eine Holzfarbe auf Silikatbasis. Noch nie war ökologisch bewusstes Bauen so gefragt wie heute. Kein Wunder, dass im Zusammenhang mit diesem Trend auch der Baustoff Holz wieder eine Renaissance erlebt. Doch auch wenn die Natürlichkeit großgeschrieben wird, so sind doch die wenigsten Bauherren mit der optischen Veränderung von unbehandeltem Holz an ihren Bauwerken einverstanden. Der Großteil der Holzbauteile wird daher beschichtet. Doch häufig währt die Freude am beschichteten Holz nicht lange. Die Farbe blättert ab oder weist Risse auf, die Optik ist alles andere als ansprechend, zudem ist der Holzschutz dahin.

Alles wie aus einem Guss: Nicht nur die intensive Farbigkeit macht die Beschichtung an diesem Fachwerkhaus zu etwas Besonderem, sowohl die Putzgefache, als auch das Holz sind mit Silikatfarben gestrichen.

 

Extrem hohe Lebensdauer

Silikatfarben wurden bisher ausschließlich auf mineralischen Untergründen angewendet. Hier weisen diese Farben eine extrem hohe Lebensdauer auf. Keim, Spezialist in Sachen Silikatfarben, hat rund 20 Jahre intensiv geforscht und entwickelt, um die Vorteile der Silikatfarbe auch für Holzuntergründe nutzbar zu machen. Anfang des Jahres – erstmals im Januar auf der BAU in München, danach im März auf der FARBE in Köln – konnte das Ergebnis dem Fachhandwerk endlich präsentiert werden.

Zum neuen Silikatfarben-System für Holzuntergründe gehören eine spezielle Grundbeschichtung und eine Deckbeschichtung. Die langölige Grundbeschichtung dringt gut in das Holz ein und verbindet sich dabei fest mit dem Untergrund. Beim Überarbeiten mit der silikatischen Deckbeschichtung reagieren die in der Grundierung enthaltenen silikatischen Feinstfüllstoffe mit der Deckbeschichtung, wodurch eine dauerhafte Verbindung entsteht. Das Ergebnis ist ein diffusionsoffenes Anstrichsystem, das über einen hohen Feuchte- und UV-Schutz verfügt. Wie alle Silikatfarben ist auch die Neuentwicklung extrem farbtonstabil und lichtecht.

Herkömmliche Holzschutzfarben auf organischer Bindemittelbasis neigen zum Abblättern, da die UV-Beständigkeit gering ist.

 

Einfache Verarbeitung

Die silikatische Holzschutzfarbe eignet sich für die Beschichtung maßhaltiger und begrenzt maßhaltiger Holzbauteile. Generell sind alle tragfähigen Untergründe geeignet, also auch Holzbauteile, die zuvor mit einer konventionellen Holzschutzfarbe beschichtet waren. Gegebenenfalls müssen diese jedoch bis auf den tragfähigen Untergrund zurückgearbeitet werden. Die Applikation kann sowohl per Pinsel oder Rolle als auch rationell mit dem Airlessgerät erfolgen.

Generell sind im Anschluss an die Grundierung zwei unverdünnte Deckbeschichtungen notwendig. Alternativ kann anstelle der zweiten Deckbeschichtung jedoch auch ein lasierender Schlussanstrich erfolgen. Eine spezielle, zum System gehörende Lasur, die je nach gewünschtem Lasureffekt auch verdünnt werden kann, wird von Keim angeboten. Da die silikatische Holzschutzfarbe keinen Film bildet, gestaltet sich die Renovierung einfach. Doch an die Renovierung will man bei Keim gar nicht denken. Die ersten Testobjekte, die mit der Farbe vor 17 Jahren beschichtet wurden, mussten noch nicht renoviert werden, versichert der Farbenhersteller. Und dank der Farbtonstabilität und der Lichtechtheit des Materials haben diese Objekte auch noch nichts von ihrer einstigen Ästhetik eingebüßt. Und auch hier unterscheidet sich die Holz-Silikatfarbe von den meisten herkömmlichen Holzbeschichtungen. Während organisch basierte Produkte anfänglich glänzen, besticht das Silikatmaterial von Anfang an mit einer edlen samtmatten Optik. Nach 20 Jahren ist es nun endlich gelungen, die Vorteile der Silikatfarbe auf Holz zu übertragen.

Die Grundierung des silikatischen Holzschutzsystems dringt in die Holzzellen ein und verbindet sich so mit dem Untergrund. An der Oberfläche reagieren ihre silikatischen Bestandteile mit der ebenfalls silikatischen Deckbeschichtung. Fotos: Keim

Susanne Sachsenmaier-Wahl
Quelle: Malerblatt 07/2013
 

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