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VOC-Richtlinie 2010: Caparol

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VOC-Richtlinie 2010: Caparol
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Neue VOC-2010-konforme Lacke bieten dem Handwerk gute Chancen. Gespräch mit Franz Xaver Neuer, technischer Leiter bei Caparol.

Technikforum: Das Handwerk blickt der zweiten Stufe der VOC-Verordnung mit gemischten Gefühlen entgegen. Für Verarbeiter, Händler und auch Industrie hat es wohl selten so weitgreifende Veränderungen gegeben. Wie beurteilen Sie die Situation? Eher Chance oder Risiko für Fachhandwerk, Handel oder Industrie?
Neuer: Ich sehe große Chancen in der Umsetzung der ChemVOCFarbV, da wir technologisch deutlich vorangekommen sind, die Umwelt mehr schonen können und dem Fachhandwerk qualitativ hochwertige Produkte zur Verfügung stellen. Noch vor wenigen Jahren war es kaum vorstellbar, wo wir heute tatsächlich qualitativ mit den High-Solid-Lacken angelangt sind. Die neuen Produkte müssen sich im Handwerk natürlich zunächst bewähren. Insgesamt läßt sich jedoch schon heute feststellen, daß sie die Qualitätsanforderungen des Profis an hochwertige, lösemittelhaltige Malerlacke absolut erfüllen können.

Technikforum: Wer muß sich denn am deutlichsten neu orientieren?

Neuer: Lassen Sie mich bei dieser Frage mit einem Blick in die Vergangenheit beginnen: Am Anfang standen uns nur wenige Rohstoffe zur Verfügung, um hochwertige High-Solid-Lacke zu entwickeln. Die Rohstoffindustrie legte den Forschungsschwerpunkt auf wasserverdünnbare Bindemittel und zugehörige Rohstoffe. Bisweilen bestand die Auffassung, daß die lösemittelhaltigen Malerlacke eher der Vergangenheit angehören werden. Auf unsere Initiative hin wurden dann aber doch Bindemittel und Additive für diese Produkte zur Verfügung gestellt, die unseren Wünschen entsprachen. Als Hersteller von Lacken und Farben hatten wir in den vergangenen zehn Jahren das größte Entwicklungspaket zu stemmen, das es je gab. Denn es mußten sowohl alle lösemittelhaltigen Lacke und Farben als auch die wasserverdünnbaren Produkte neu rezeptiert werden – dies in vielen Fällen ohne qualitative Notwendigkeit. Es handelte sich dabei vielfach um völlig neue Rezepturen, beginnend beim einzelnen Rohstoff über die Zusammensetzung, die Produktionstechnologie bis hin zur Verarbeitung. Bereits 1999 hatten wir mit Capalac SolidGold den ersten High-Solid-Lack in den Markt eingeführt. Damit verfügt Caparol auf diesem Feld jetzt schon über mehr als zehn Jahre Erfahrung, die auch bei der Realisierung der neuen Qualitäten hilfreich war. Das Handwerk wird mit der zweiten Stufe der VOC auch in 2010 lösemittelhaltige Produkte erhalten, mit denen es wie gewohnt arbeiten kann. Eine Umstellung der Verarbeitungsgewohnheiten oder der Werkzeuge ist dabei nicht notwendig. Allerdings sollte der wasserverdünnbare Lack nicht ganz vergessen werden, da die Anforderungen der Auftraggeber doch zum Teil differenziert sind. Denken wir dabei z. B. an Kindergärten oder Schulen, an sensible Auftraggeber bezüglich Geruch sowie an Behörden, die wasserverdünnbar vorschreiben und Planer und Architekten, die auch Lösemittelgehalte, Blaue Engel o. a. wünschen. Daher rate ich Handwerkern, die Auswahl der zu verwendenden Produkte sehr bewußt vorzunehmen und je nach Auftraggeber, Objekt und Anforderung entweder zum wasserverdünnbaren oder auch zum lösemittelhaltigen Produkt zu greifen. Vor diesem Hintergrund wird eine Neuorientierung oder ein bewußterer Umgang mit den zur Verfügung stehenden Produkten im Handwerk notwendig sein. Es wird in jedem Fall eine Chance für Profilierung, Qualifizierung und Kundenbindung sein, da eine noch kundenorientiertere und professionellere Arbeitsweise die Folge sind.



 

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