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Werkstofftag: Fachwerk

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Werkstofftag: Fachwerk
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Anfang November 2010 fand in Ober-Ramstadt der 13. Caparol-Werkstofftag statt und nahm das Fachwerk unter die Lupe.

Auch in diesem Jahr ließ es sich Caparol-Chef Dr. Ralf Murjahn nicht nehmen, die rund 120 Teilnehmer des Werkstofftags, allesamt Fachleute aus dem Maler- und Stuckateurhandwerk, persönlich zu begrüßen. Holger Haring, Ausschussvorsitzender Technik Werkstoff Umwelt im Hauptverband des Malerhandwerks, sorgte gleich zu Beginn für Entrüstung im Publikum, als er an eine im Jahr 1993 geführte Generaldebatte zum Thema Fachwerk erinnerte. Diese wurde damals ausgelöst, weil die Boulevardpresse den Maler als den Vernichter des Fachwerks darstellte. Die häufig zu dichten Anstriche seien die Ursache für die Zerstörung des Fachwerks. Haring hoffte, dass der diesjährige Werkstofftag neue Erkenntnisse im Umgang mit Fachwerkgebäuden bringen werde.
Franz Xaver Neuer, Technischer Leiter bei Caparol und Moderator des Werkstofftags, betonte, dass es in diesem Forum nicht ausschließlich um die denkmalgeschützte Sanierung gehe, sondern auch zeitgemäße Themen, wie etwa Dämmmöglichkeiten bei Fachwerkgebäuden, diskutiert werden sollen.
Michael Eichler, Landesinnungsmeister des Landesverbands Sachsen, der mit einer Einführung in das Thema Fachwerk aus der Sicht des Handwerkers beauftragt worden war, lud das Fachpublikum gleich zu Beginn seines Vortrags zum Nachdenken ein: „Muten wir Maler dem Fachwerk mit unseren Beschichtungen manchmal zu viel zu?“ Er verwies in diesem Zusammenhang auf unbeschichtete Holzbauten, die teilweise noch sehr gut dastünden. Sein Resümee für den Holzschutz: „So viel wie unbedingt nötig, so wenig wie irgendwie möglich.“ Entscheidend für ein intaktes Fachwerk sei aber der konstruktive Schutz. Er plädierte deshalb dafür, die traditionelle Bauweise wieder stärker in den Fokus zu rücken.
Auch Uli Thümmler, der ein Ingenieurbüro für Holzbau und Bauwerkserhaltung führt und mit Fachwerksanierungen vertraut ist, betonte, dass man beim Fachwerk nicht nur die Oberfläche beachten solle, sondern das gesamte Bausystem. Wichtig sei vor allem die richtige Auswahl des Holzes für ein Fachwerk. Sehr anschaulich war sein Vergleich von Holz mit einem Bündel Strohhalme. So verhalte sich das Bündel in Längsrichtung völlig anders hinsichtlich der Wasseraufnahme sowie der Druck- und Zugbelastung als in Querrichtung. Dasselbe gelte für Holz und müsse bei der Auswahl beachtet werden. Holzzerstörende Insekten finde man vorrangig im weicheren Splintholz, nur selten dagegen im harten Kernholz. Auch die erforderliche Holzfeuchte könne nicht generell mit 18 Prozent angegeben werden. So müsse bei einer Sanierung an einer Südseite im Sommer sicherlich eine geringere Holzfeuchte gewählt werden, um einen späteren Schaden zu verhindern. Franz Xaver Neuer fasste Thümmlers Ausführungen so zusammen: „Optisch kann ich sehr schnell ein gutes Bild zimmern, aber wenn drunter der Wurm drin ist, funktioniert’s halt nicht!“



 

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