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Home Lacksysteme & Lasuren Anwendungstechnik Historische Türen lackieren

Historische Türen lackieren

Die sachgerechte Lackierung historischer Holztüren und -zargen erfordert viel Know-how und das passende Material.

Für die Lackierung der historischen Eichentüren in einer Bonner Villa, Baujahr 1906, wurde Malermeister Gregor Cramer aus Rheinbach hinzugezogen. Gewünscht war statt der vorhandenen dunklen Lasur auf Türen und Fußleisten ein Finish in strahlendem Weiß. Als größte Herausforderung erwies sich dabei der Wunsch des Profis, durch den Auftrag wasserbasierender Lacke im Spritzverfahren ein besonders hochwertiges Ergebnis zu erzielen.

Das in den wasserverdünnbaren Lacken enthaltene Wasser löste die in den Eichentüren enthaltene Gerbsäure an und führte sofort zu einer Verfärbung des eingesetzten klassischen Primers. „Wir wissen um dieses Risiko", erklärt Malermeister Gregor Cramer, „wollen aber trotzdem nicht auf lösemittelhaltige Lacke umsteigen, weil das nicht mehr zeitgemäß ist. Nach einem Test auf einer Tür und nach Rücksprache mit Knut Schön, unserem Berater von PPG, haben wir auf dieser Baustelle das Sigma Contour Aqua-PU Spray Lacksystem mit dem Woodprimer von Gori kombiniert. Mit perfektem Ergebnis."

Die rustikalen Eichentüren sollten einen neuen Look erhalten und wurden weiß beschichtet.

Grundieren und lackieren

Was bisher nur mit lösemittelhaltigen Produkten möglich war, gelang Gregor Cramers Team nach einer Baustellenschulung durch die PPG-Anwendungstechnik mit diesem wasserbasierenden Tandem aus Grundierung und Lack – beides aufgetragen mit dem Spritzgerät. „Wir setzen inzwischen gerade im Denkmal sehr gerne auf die Spritztechnik", kommentiert Gregor Cramer, „denn Bauherren, die mit unendlich viel Liebe zum Detail in Altbauten elegante Wohnräume schaffen, haben einen Blick für hochwertige Oberflächen. Und genau die erzielt man nach meiner Einschätzung heute am besten mit einem Airless-Gerät für das erwärmte Spritzen. Die speziell für diese Anwendung entwickelten Lacke sind unglaublich gut geworden."

„Den alten Lack mussten wir hier komplett herunterschleifen, weil beim Haftungstest sofort klar wurde, dass er nicht als Untergrund für einen neuen Lack dienen konnte. Zunächst hat der Schreiner dann Beschädigungen an den Türen ausgebessert und neue Stücke eingesetzt, die wir mit einem schnell trocknenden 2K-Produkt gespachtelt haben", berichtet Gregor Cramer. Nach dem Schleifen und Grundieren wurde der Sperr- und Isoliergrund aufgebracht. Er hat nicht nur beste Isolierwirkung gegen holzverfärbende Inhaltsstoffe, er ist auch schnelltrocknend, spritznebelreduziert und hochdeckend.

Bei der Endbeschichtung von Fußleisten, Türen und Türrahmen in Airless-Spritztechnik konnte bis zu 30 Prozent Arbeitszeit eingespart werden.

Perfekte Oberflächen

Ein Airless-Gerät nutzte das Team von Maler Cramer auch für die anschließende Lackierung der Türen. Das eingesetzte TempSpray-Gerät erwärmt das Material direkt im Schlauch und sorgt so für eine niedrige Viskosität ohne zu verdünnen und mit einem optimalen Farbauftrag. Im Vergleich zur Pinselverarbeitung kann mit der Spritztechnik bis zu 30 Prozent Arbeitszeit eingespart werden. Die Verarbeitung erfolgt mit niedrigem Druck, nebelarm und mit exzellentem Verlauf. „Inklusive Schleifen und drei Spritzvorgängen haben wir in jede Tür nicht mehr als acht Stunden investiert", erklärt Gregor Cramer, „traditionell mit Pinsel und Rolle hätten wir sicher doppelt so viel Zeit benötigt."

Gregor Cramer ist inzwischen vollkommen überzeugt von der Arbeit mit dem Airless-Spritzgerät für das erwärmte Spritzen: „Im Februar 2014 haben wir bei uns im Betrieb eine Schulung durchgeführt und seither arbeiten wir überall, wo es möglich ist, mit der Airless-Spritztechnik. Die heute verfügbaren wasserverdünnbaren Lacke sind blockfest und die lackierten Oberflächen sehen fantastisch aus. So ein Top-Finish ist nur mit einem wärmeunterstützten Airless-Gerät zu erreichen. Dazu kommt: Arbeitet man mit einem Temp-Spray, reduziert sich der Spritzdruck und damit auch der Spritznebel – infolgedessen reduziert sich die Abklebearbeit. Auch das spart Zeit und für den Kunden Geld."

Fotos: PPG Coatings
Quelle: Malerblatt 1/2015

 

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