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Universalgrundierung

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Universalgrundierung
Holzinhaltsstoffe absperren
Vor Korrosion schützen
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Trotz VOC-Richtlinie wird das Verwenden lösemittelhaltiger Lacke weiterhin möglich sein. Soweit die gute Nachricht.

Die zu diesem Zweck neu entwickelten High-Solid-Lacke haben jedoch immer noch einen Lösemittelgehalt von bis zu 300 g pro Liter (Grenzwert VOC Kat. A/d 300g/l). Aber nicht nur die Lösemittel, sondern vor allem der oxidative Trocknungsprozess eines Alkydharzlackes führt zu einer materialtypischen Geruchsentwicklung, die oftmals als störend empfunden wird. Da unterscheiden sich die neuen, VOC-konformen Lacke nicht von ihren Vorgängern. Deshalb ist es auch künftig nicht ratsam, diese Lacke großflächig in sensiblen Bereichen wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Büros oder bewohnten Räumen einzusetzen. Warum auch? Als Alternative stehen heute zum Beispiel PU-Dispersionslacke zur Verfügung – in einer Qualität, von der man vor zehn Jahren nur träumen konnte. Eine Umstellung der Verarbeitungsgewohnheiten ist allerdings Voraussetzung.

Gibt es Alternativen?

Wie steht es jedoch mit den dazu passenden Grundierungen? Bisher gab es triftige Gründe, diese, trotz der zum Teil erheblichen Geruchsbelästigung, mit einem klassischen Universalprimer auszuführen. Das sind in der Regel modifizierte, kurzölige Alkydharze, teilweise kombiniert mit anderen Bindemittelharzen. Der zulässige VOC-Lösemittelgrenzwert für diese Universalgrundierungen liegt bei stattlichen 500 g/l (VOC Kat. A/i). Der Vorteil dieser Universalgrundierungen ist aber nun einmal ihre Vielseitigkeit. Sie ermöglichen eine haftvermittelnde Grundierung auf den meisten bauüblichen Untergründen. Hinzu kommt die absperrende Wirkung gegen Holzinhaltsstoffe und der Korrosionsschutz auf Eisen und Stahl.

Die bisher zur Verfügung stehenden Dispersionsprimer hatten genau hier ihre Schwäche. Es sind ausnahmslos Spezialisten: entweder sehr gute Haftprimer oder gute Absperrgrundierungen. Das gleiche gilt für den Korrosionsschutz, für Dispersionsbeschichtungen immer noch ein exotisches Anwendungsfeld. Gerade auf Mischuntergründen ist jedoch Vielseitigkeit gefragt. Auf einem Holzbauteil mit teilweise festhaftender Altbeschichtung und unbeschichtetem, rohem Holz ist Haftung auf der Altbeschichtung und Absperrung von Holzinhaltsstoffen erforderlich. Auf Stahl mit tragfähiger Altbeschichtung und stellenweiser Korrosion wird Haftvermittlung und Korrosionsschutz verlangt. Verständlich, dass der Wunsch nach einem Universalprimer auf Dispersionsbasis immer brennender wurde und schließlich zur Entwicklung einer neuen Generation von Dispersions-Multifunktionsprimern führte. Wie funktioniert ein Dispersions-Multiprimer? Was kann er leisten? Und wo liegen die Grenzen?

Haftung vermitteln

Eine wesentliche Forderung ist die Haftungsvermittlung für nachfolgende Vor- und Decklacke. Das setzt zuerst eine gute Haftung des Primers an der Oberfläche voraus, wie z.B. Eisen, Stahl, Zink, Kupfer, Hart-PVC, Melaminharz sowie Altbeschichtungen unterschiedlicher Art. Zur Haftung an der Grenzfläche zwischen Beschichtungsstoff und Oberfläche tragen mehrere Mechanismen bei. Generell kann zwischen der mechanischen und der spezifischen Adhäsion unterschieden werden. Bei der mechanischen Adhäsion kommt es zur Verklammerung des Beschichtungsstoffes in den Poren und Rautiefen eines Untergrundes. Das ist bei saugfähigen, kapillaren Baustoffen wie Holz noch gut vorstellbar. Bei Metallen und Kunststoffen oder allgemein sehr glatten und nicht saugfähigen Oberflächen müssen aber noch andere Adhäsionskräfte wirksam werden. Die Haftstärke dieser spezifischen Adhä- sionskräfte ist abhängig vom chemischen Aufbau des Untergrundes und des Primers. Die Haftung kommt durch molekulare Anziehungskräfte zustande. Es entsteht eine Wechselwirkung zwischen Untergrund und Primer, bei der zum Beispiel negativ geladene Molekülteile des Primers an positiv geladene Teile des Untergrundes wie Magnete anhaften (siehe Abb. Seite 22). Eine wesentliche Voraussetzung für gute Haftung ist die Fähigkeit des Beschichtungsstoffes, die Oberfläche gut zu benetzen. Das wird durch geeignete Bindemittelformulierungen und Additive erreicht. Die Lackentwicklung setzt hier auf Erkenntnisse aus der Forschung, aber traditionell vor allem auf Erfahrungswerte. Diese konnten auch für die Entwicklung der neuen Dispersions-Primer-Generation genutzt werden. So sind fast alle bauüblichen Oberflächen beschichtbar. Grenzen gibt es bei hochlegierten Stählen (Edelstahl), bei elektrisch anodisiertem Aluminium (Eloxal) oder bestimmten Kunststoffen, wie zum Beispiel Polypropylen (PP), die auch mit diesen Primern nicht beschichtbar sind.



 

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