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Fliesen beschichten

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Auf unansehnlich gewordenen Fliesen in Bad und Küche kann ein wasserbasiertes 2-K-System neue optische Akzente setzen.

Viele Bäder und Küchen sind in die Jahre gekommen und verbreiten den Charme der 70er- und 80er-Jahre. Vor allem die Fliesen treffen meist nicht mehr den heutigen Geschmack. Doch das Abschlagen und Erneuern ist mit viel Staub und Lärm verbunden. Eine schnelle und einfache Alternative bietet die Beschichtung alter Fliesen. Sie schont nicht nur die Nerven, sondern auch den Geldbeutel. Die Ausführung ist kein Hexenwerk; allerdings sollten einige Dinge beachtet werden, damit die schnelle und einfache Lösung nicht doch noch zur teuren wird.
Fliesen werden je nach Einsatzbereich mehr oder weniger stark belastet. Dabei setzen sich über die Jahre – trotz regelmäßiger Reinigung – oft unterschiedlichste Substanzen auf der Fläche und in den Fugen ab. Im Badbereich sind das meist Kalkablagerungen, im Küchenbereich oft tiefsitzende Verunreinigungen durch Fett.

Vorbehandlung

Für die Reinigung setzt man einen handelsüblichen fettlösenden Haushaltsreiniger bzw. einen Kalkentferner ein. Mit dem Schleifvlies werden die Flächen dann manuell bearbeitet, sodass haftungsmindernde Substanzen restlos entfernt werden. Anschließend wird die Fläche mit klarem Wasser nachgewaschen und mit einem Tuch trockengerieben. Das Schöne an der Beschichtungslösung ist: Die Vielfalt der möglichen Farbtöne ist groß und lässt harmonisch in das Raumkonzept integrierte oder wirkungsvoll akzentuierte Gestaltungslösungen zu.
Bei dem System handelt es sich um eine hochleistungsfähige Spezialbe-schichtung auf 2-Komponenten-Basis. Das Stammmaterial wird in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit der Härterkomponente vermengt. Bereits nach zwei Minuten kann es losgehen. Zwei Stunden Topfzeit lassen beim Verarbeiten keinen Zeitdruck aufkommen. Für die Grund- und Zwischenbeschichtung sollten Kurzflorwalzen für Wasserlacksysteme eingesetzt werden. Die Schlussbeschichtung wird dann mit einer Schaumwalze ausgeführt, um ein besonders edles Oberflächenbild zu erzielen.

Beschichtungsaufbau

In den meisten Fällen reicht ein Zweischichtaufbau aus, da die Grundierung auch im gewünschten Farbton pastellfarbig vorgelegt werden kann. Die Beschaffenheit der Fliesenoberfläche bestimmt die Vorgehensweise. Glatte Fliesen sollten mit einer 2-Komponenten-Grundierung auf Epoxidharzbasis vorbehandelt werden, um eine sichere Haftung auf dem Untergrund zu gewährleisten. Raue Fliesenoberflächen werden direkt mit der 2-K-Polyurethan-Deckbeschichtung bearbeitet. Das System ist wasserbasierend und damit geruchsneutral – ein wichtiger Vorteil bei fortlaufender Nutzung des Hauses oder der Wohnung. Denn stechende Lösemitteldämpfe über mehrere Tage sind damit kein Thema.
Für die Schlussbeschichtung kommt der 2-K-PUR-Wasserlack zum Einsatz, der speziell für chemisch und mechanisch hochbelastbare Flächen entwickelt wurde.
Ein selbstklebendes, von der Rolle verlegtes Fugenband unterstreicht den Charakter der Fliesenoptik. Die Fläche kann anschließend noch mit einem Klarlack auf 2-Komponenten-Wasserbasis versiegelt werden. Der Vergleich Alt gegen Neu zeigt: Die Beschichtungslösung ist nicht nur schnell, kostengünstig und langlebig: Sie macht auch optisch einiges her.

Extratipp

Bei Mietverhältnissen sollte der Mieter vor Beschichtung der Fliesen immer das Einverständnis des Vermieters einholen. Mit Silicon kontaminierte Flächen sollten vorher mit Siliconentferner behandelt werden. Silicone wirken als Trennmittel und können die Haftung des Lackes beeinträchtigen.

Benedikt Müller-Wortmann, CD-Color
Quelle: Malerblatt 09/2011


 

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