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Isolier- und Absperrfarben

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Isolier- und Absperrfarben
Isolierfarben
Durchwanderung
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Wer beim Kunden nachbessern muss, der kennt die selbst für die kleinsten Arbeiten anfallenden Kosten.

Das Durchschlagen von Schmutz an die frischen Oberflächen kann mit der richtigen Absperrung verhindert werden. Lärm, Staub und Schmutz gehören zu den meisten Renovierungsarbeiten wie der Donner zum Blitz. Doch nicht jede Renovierung hat für die Raumluft die reinigende Wirkung eines Gewitters, häufig bleiben gesundheitlich bedenkliche Dämpfe von lösungsmittelhaltigen Farben und Grundierungen über Wochen, wenn nicht gar Monate in den Räumen hängen. Als bester Umweltschutz gilt noch immer, unerwünschte Emissionen zu vermeiden, zum Beispiel durch neue Rezepturen mit unbedenklichen Substanzen. Das praktizieren verantwortungsvolle Hersteller seit Jahren.
Farben, Kleister, Klebstoffe, Spachtelmassen – sehr viele der bei Renovierungsarbeiten eingesetzten „bauchemischen Produkte“ enthalten deshalb heute Wasser als „Lösungsmittel“. Streng genommen handelt es sich bei Wasser tatsächlich um ein Lösungsmittel – allerdings um ein ökologisch unbedenkliches. Deshalb werden auch die wasserbasierten Produkte immer beliebter und ihre Zahl nimmt kontinuierlich zu. So manche klassischen „Stinker“, wie Kontaktklebstoffe, die man sich ohne den typischen, beißenden Geruch kaum vorstellen konnte, haben inzwischen umweltverträgliche, lösungsmittelfreie Konkurrenz bekommen.


Isolierfarben

Ein Bereich, in dem lange Zeit die Lösungsmittel als unverzichtbar galten, ist das Einsatzgebiet der Isolierfarben, auch Absperrfarben genannt. Zwar gibt es seit Längerem Isolierfarben auf Wasserbasis, die zumeist für nikotinverschmutzte Flächen empfohlen werden und dementsprechend als Nikotinfarbe, Anti-Nikotinfarbe oder Nikotinsperre daherkommen. In Handwer- kerkreisen konnten sich diese Dispersions-Absperrfarben jedoch lange Zeit kaum bis gar nicht durchsetzen, weil dem Malerprofi die Isolierwirkung nicht genügte – zu groß war für ihn das Risiko einer teuren Reklamation. Inzwischen wurden moderne, emissionsarme und lösungsmittelfreie Vertreter der Gattung Isolierfarben entwickelt, die auch im anspruchsvollen Profibereich akzeptiert werden. Sie sind ein willkommener Beitrag zum gesunden Raumklima in sensiblen Bereichen.
Die neuen Qualitäten halten den strengen Kriterien des Handwerks stand und verbinden hohe, zuverlässige Isolierwirkung mit sehr angenehmen Verarbeitungseigenschaften.
Bekanntlich vermag Wasser allerlei Verschmutzungen zu lösen. Diese sehr nützliche und zumeist erwünschte Wirkung des Wassers sorgt beim Renovieren mitunter für unerwünschte Überraschungen. Ursache für diese Phänomene sind wasserlösliche, färbende Stoffe auf dem Untergrund oder dicht unter dessen Oberfläche. Sie können durch einen Anstrich auf Wasserbasis oder auch durch das Wasser im Tapetenkleister angelöst werden. Während der Trocknung gelangen sie dann zusammen mit dem verdunstenden Wasser an die Oberfläche, wo sie Verfärbungen verursachen.

Auch das im Holz enthaltene Lignin kann an die Oberfläche wandern und Flecken verursachen.


Durchwanderung

Tückisch an diesen wasserlöslichen Verunreinigungen ist, dass während der Arbeit der Eindruck entstehen kann, es sei alles in bester Ordnung. Der Anstrich erscheint gleichmäßig und gelungen, Flecken oder vergilbte Ecken sind verschwunden. Doch während der Anstrich trocknet, werden die Verfärbungen wieder sichtbar. Oft schaffen die Verunreinigungen sogar den Weg durch die Tapete, wo sie an deren Oberfläche für neue, mitunter eigenwillige Muster sorgen.
Sogar Spachtelschichten von mehreren Millimetern Stärke können während des Trocknungsprozesses von den färbenden Stoffen durchwandert werden. Das geschieht vorzugsweise bei Dispersionsspachtelmassen, weil diese im Gegensatz zu gipsbasierten Spachtelmassen nicht hydraulisch (durch das zugeführte Wasser), sondern durch Verdunstung erhärten. Bei diesem Prozess transportiert das verdunstende Wasser die Farbstoffe an die Oberfläche. So passiert es, dass die eben überspachtelte Strukturputzfläche oder auch die frisch sanierte, alte Glasfasertapete nun zwar schön glatt, aber auch ganz schön fleckig aussieht.
Die Liste der Verunreinigungen ist lang. Zu den häufigsten gehören Nikotinablagerungen und getrocknete Wasserflecken. Als resistent gegen Überstreichen zeigen sich gern auch Spritzer von Kaffee oder Tee, Rußflecken in der Nähe des Kamins, färbende Inhaltsstoffe aus Gipskartonplatten, das in Hölzern enthaltene Lignin und andere wasserlösliche Stoffe im oder auf dem Untergrund. Isoliert werden müssen auch Verunreinigungen von Fett, wie sie in Küchen häufig vorkommen. Hier empfiehlt sich eine reinigende Vorbehandlung beispielsweise mit Anlauger und Entfetter-Spray.
Bisher wurden all diese sogenannten durchschlagenden Flecken mit „durchschlagenden“ Mitteln bekämpft: Stark riechende, lösungsmittelhaltige Isolierfarben waren die Mittel der Wahl. Bei großen zu sanierenden Flächen wurden dabei ungeheure Mengen Lösungsmittel in die Raumluft abgegeben: bei einer Fläche von 100 Quadrater bei einmaligem Anstrich rund fünf Liter reines Lösungsmittel, wodurch auch Nebenräume teilweise unbewohnbar wurden. Zeitgemäße, emissions- und lösungsmittelfreie Isolierfarben wie Pufas Aqua-Deck Isolierweiß sind sanft zu Nase und Umwelt.

Durchschlagender Schmutz kann abgesperrt und so Reklamationen verhindert werden. Fotos: Pufas


Deckvermögen

Durch das hohe Deckvermögen und die Isolierwirkung lassen sich problematische Verunreinigungen dauerhaft und sicher unschädlich machen – beim späteren Tapezieren oder Überstreichen werden die Flecken nicht wieder sichtbar. Aqua-Deck kann zur partiellen Isolierung einzelner verschmutzter Stellen, aber auch wie eine übliche Dispersionsfarbe als ganzflächiger Schlussanstrich eingesetzt werden – die Farbe deckt und isoliert in einem Arbeitsgang (Kontrastverhältnis Kl. 1 bei 7 m²/l und Nassabrieb Kl. 2 nach DIN EN 13 300).
Nikotinverfärbungen auf Styropor-Deckenplatten oder Zierprofilen waren bisher ein besonderes Problem, weil hier nicht mit lösungsmittelhaltigen Isolierfarben gearbeitet werden konnte, ohne den Hartschaum anzulösen. Mit Aqua-Deck lassen sich auch Hartschaumuntergründe überstreichen und dauerhaft absperren.
Die Verarbeitung wasserbasierter Isolierfarben entspricht der einer üblichen Wandfarbe und kann im Falle von Pufas Aqua-Deck mit Pinsel, Rolle oder geeignetem Spritzgerät ausgeführt werden. Die Spritz- und Tropfneigung ist bei dieser Farbe deutlich geringer als bei herkömmlichen lösungsmittelhaltigen Isolierfarben. Für die Reinigung der verwendeten Werkzeuge genügt klares Wasser und eventuell etwas Seife für Pinsel oder Rolle – ein unschätzbarer Vorteil für die Umwelt und die Atemwege gleichermaßen.

Quelle: Malerblatt 10/2010

 

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