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Farbe im Büro

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Farbe im Büro
Multitalent Farbe
Farb-Wahrnehmung
Helligkeit und Farbe
Farbwahl am Arbeitsplatz
Farbwelten in Sozialräumen
Farbtrends und Individualität
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Längst ist klar: Zu einem optimalen Arbeitsumfeld gehört weit mehr als das gesundheitsverträgliches Mobiliar. 

Von Bedeutung ist auch die visuelle Ergonomie aus Licht- und Raumstimmung. Noch viel zu wenig Augenmerk wird auf die Möglichkeiten gelegt, die das Gestaltungselement Farbe zur Förderung der Büroatmosphäre und dem Wohlbefinden einbringen kann. Eine individuelle Farbgestaltung ist ein entscheidendes Mittel, um visuelle Ergonomie im Büro herzustellen – und dazu noch eines, das unmittelbar und mit recht überschaubaren Kosten für ein Ambiente im Sinne der jeweiligen Unternehmenskultur sorgt.


Multitalent Farbe

Jedes Büro ist auch ein Lebensraum für die Beschäftigten. Wer sich acht Stunden oder länger in dieser Arbeitswelt bewegt, braucht im gleichen Maß Ruhepunkte und Abwechslung, wie man sie in einer natürlichen Umgebung vorfindet. Man stelle sich vor, dass man den ganzen Tag nur auf eine weiße Wand blickt: Diese Monotonie kann nur ermüdend wirken. Der gegenteilige, ebenso unerwünschte Effekt tritt ein, wo ein Durcheinander aus verschiedenen Farben und Materialien das Blickfeld bestimmt. Solch eine Reizüberflutung lenkt ab, macht nervös und unterm Strich damit genauso wenig leistungsfähig. „Die Gestaltung eines Büroraumes ist einer der wichtigsten Faktoren, um dem Wohlbefinden, aber auch den organisatorischen Abläufen Rechnung zu tragen und zudem Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern zu signalisieren“, weiß Farbdesignerin Diana Hunger vom Brillux Farbstudio München. Sie und ihre Kollegen unterstützen Planer und sehr oft direkt die beauftragten Handwerker mit individuell konzipierten Farbentwürfen für den Lebensraum Büro. Im Zusammenspiel mit der Auswahl der Materialien und Einrichtung spielen dabei die Qualität und die Quantität der Farbtöne eine entscheidende Rolle. „Die richtigen Farben am Arbeitsplatz steigern die Leistungsfähigkeit, erhöhen die Sicherheit und schaffen Ordnung“, fasst die Farbexpertin zusammen. Überall dort, wo diese einleuchtende Theorie schon in die Praxis umgesetzt wurde, profitieren die Unternehmen von den Vorteilen. Wo früher falsche visuelle Belastungen für Sehstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Ermüdungserscheinungen, Kreislaufstörungen, Ruhelosigkeit und Reizbarkeit verantwortlich waren, sorgt nun eine durchdachte Farbgestaltung für ein visuell ergonomisches Umfeld. Doch – wie tastet man sich in der Praxis an das „richtige“ Farbkonzept heran? Hierzu gibt es einige Regeln, die viel mit der physiologischen Wirkung von Farbe auf Menschen ganz allgemein zu tun haben und im Speziellen bezüglich der Anforderungen an Büroarbeitsplätzen betrachtet werden müssen.

Farb-Wahrnehmung

Wie bei jeder Farbgestaltungsaufgabe ist es auch für den Bürobereich zunächst sinnvoll, sich die Wirkungsweise von Farbe zu verdeutlichen. Sie hängt natürlich unmittelbar mit unserem Sehen zusammen. Sind zu wenige klar unterscheidbare Reize vorhanden (z. B. in einer Umgebung, die monoton farbig ist, bei der wir aber aus Orientierungsgründen trotzdem weißen Tisch von weißer Wand von weißem Stuhl unterscheiden müssen), muss ebenfalls viel Energie auf die Filterung und Zuordnung der Umweltbestandteile verwendet werden. Je klarer sich unsere Umwelt von sich aus differenziert, je besser das Verhältnis zwischen Reizen und Entspannung ist, umso weniger Aufwand und Anstrengung müssen wir für die Informationsaufnahme und -bewertung verwenden. Genau an dieser Stelle hat Farbgestaltung ihren großen Auftritt. Ein ausgewogenes Verhältnis von starken zu schwachen Kontrasten muss ebenso gegeben sein wie eine ausgemittelte Beziehung zwischen hoch gesättigten, eher kleinflächigen Akzenten zu neutralen bis leicht getönten großen Flächen.
Neben der Grundregel der Ausgewogenheit von Reiz und Entspannung gibt es weitere elementare Aspekte, die als Orientierung für die Farbplanung fürs Büro dienen.

Helligkeit und Farbe

Klare Angelegenheit: Wer bei der Arbeit etwas sehen will, benötigt ausreichend Helligkeit. Im Büroraum wird die Helligkeit meist durch zwei Lichtquellen bestimmt – das natürliche Licht, das durch die Fenster fällt, und das künstliche Licht der Lampen. Was davon beim Betrachter tatsächlich ankommt, bestimmt die Reflexionsbeschaffenheit der Flächen im Raum. Denn der Helligkeitseindruck im Auge entsteht erst durch das reflektierte Licht. Ein wichtiges Kriterium für die Farbwahl ist daher der Reflexionsgrad der gewählten Töne. Er sollte für die Decken im Bereich von 0,7 bis 0,85, für die Wände zwischen 0,5 und 0,65 sowie beim Boden im Bereich von 0,2 bis 0,4 liegen.
Ein weiteres entscheidendes Kriterium ist die Blendung. Sie sollte natürlich vermieden werden. Deshalb gilt: Der Glanzgrad aller genannten Flächen darf nicht höher als seidenmatt sein. Im Büroraum, besonders wenn an Bildschirmen gearbeitet wird, haben sich für die Gestaltung größerer Flächen Pastellfarben bewährt.

Farbwahl am Arbeitsplatz

In jedem Bürogebäude gibt es natürlich verschiedenartig genutzte Räume, die eine jeweils andere Gestaltung erfordern. Der Ort, an dem sich Mitarbeiter in der Regel am längsten aufhalten und wo eine Atmosphäre benötigt wird, in der konzentriert gearbeitet werden soll, ist der Schreibtisch. Hier sollten keine Farben und Formen verwendet werden, die die Aufmerksamkeit ablenken – also keine zu stark gesättigten Farbtöne. Für dezente Abwechslung und eine anregende Umgebung kann und darf hier aber gesorgt werden. Dazu eignet sich ein Farbkonzept, das Kontrastarmut durch die Verwendung verschiedener Farben vermeidet, z. B. der Wechsel von zartem Grün und leichtem Orange.

Grünfarbtöne eignen sich besonders für die Gestaltung in diesem Nutzungsbereich. „Das menschliche Auge kann Grüntöne am leichtesten erkennen, da sie im mittleren Bereich des Spektrums liegen und unser Sehsinn dort seine größte Leistungsfähigkeit aufweist“, erklärt Diana Hunger. So lässt sich erklären, weshalb sich unser Auge bei grünen Flächen entspannen und regenerieren kann. Außerdem regt Grün die Konzentration an und dämpft starke Geräusche. Abzuraten ist laut der Farbexpertin jedoch von der Kombination von Rot und Blau in diesen Räumen: „Die Wellenlängen von rotem und blauem Licht sind so weit voneinander entfernt, dass das Auge nicht beide Farben gleichzeitig scharf wahrnehmen kann und es deshalb zur Überreizung kommt.“

Farbwelten in Sozialräumen

In Räumen mit kurzer Verweildauer wie z. B. Fluren, Sanitärräumen oder in der Kantine kann sich das Farbkonzept deshalb einer stark farbigen Palette bedienen. Direkt dem Arbeitsplatz zugeordnete Pausenzonen sollten sogar im komplementären Farbgegensatz stehen. „Der dadurch entstehende Wechsel, z. B. von warmen und kalten Farben, regt das vegetative Nervensystem an und verstärkt den Erholungseffekt“, beschreibt Hanne Fink, Farbgestalterin aus Braunschweig, die Wirkung.

Corporate Identity

Das Erscheinungsbild eines Unternehmens wird immer auch durch Firmenfarben bestimmt. Sie tauchen im Markenzeichen der Firma auf und sind auch im Rahmen der „Corporate Identity“ in ihrer Anwendung nach außen und innen fest definiert. Mit diesem visuellen Firmenerscheinungsbild schafft sich das Unternehmen ein Image in der Öffentlichkeit und signalisiert auch den Mitarbeitern, welches Selbstverständnis man hat. Deshalb ist es ganz logisch, dass der jeweilige Farbkanon eines Unternehmens auch im Firmengebäude Verwendung finden sollte. So bekommt der Unternehmenssitz ein passendes Gesicht, das eine stimmige Außenwirkung auf Kunden und Lieferanten hat – und im Hause Mitarbeiter darin unterstützt, sich mit ihrer Firma zu identifizieren. Das führt wiederum zu einem „Wir-Gefühl“, mehr Loyalität und Leistungsbereitschaft. Unbedingt berücksichtigt werden sollten daher für die Farbwahl aller Betriebsräume die konkreten Firmenfarben.

Farbtrends und Individualität

Modische Farbtrends sind sehr kurzlebig und daher wenig geeignet, in Farbkonzepte einzufließen, die wie in Bürowelten für beständige Stimmungen sorgen sollen. Deshalb muss noch lange nicht auf Individualität verzichtet werden. „Sinnvoll ist, das unmittelbare Arbeitsumfeld möglichst neutral und mit Platz für die Gestaltung durch Bilder, Gegenstände oder Pflanzen zu planen“, zeigt Hanne Fink einen Weg auf.

Fotos: Brillux/Quelle: Malerblatt 02/2011












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