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Farbkonzept für ein Kinderhaus

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Farbkonzept für ein Kinderhaus
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Das Farbkonzept für das Kinderhaus in Pforzheim ist Vorbild für eine kindgerechte Gestaltung. Um eine optimale Atmosphäre zu schaffen, wurden auch besondere Anforderungen an die Raumakustik gestellt.

Das neu eröffnete Pforzheimer Kinderhaus in der Gustav-Rau-Straße gilt als Musterbeispiel für eine Gestaltung, die auf kind-liche Bedürfnisse eingeht. In einem pädagogischen Umfeld ist eine ansprechende Farbigkeit der Räume von großer Bedeutung für die Sinnestätigkeit der Kinder. Insbesondere Farben und Akustik nehmen Einfluss auf das konkrete Lernverhalten und das Lebens- gefühl von Heranwachsenden, die in einem höheren Maße als Erwachsene von äußeren Eindrücken positiv oder auch negativ beeinflusst werden. Zugleich werden durch Raumgestaltungen auch Maßstäbe für das ästhetische Empfinden und Urteilsvermögen der Kinder gesetzt.
Das Farbkonzept für die Innenraumgestaltung der Caritas Einrichtung orientiert sich stark an der Fassadenkonzeption, um so zu einem harmonischen Gesamtergebnis zu kommen. Die differenzierte, kräftige Farbgebung der einzelnen Baukörper macht aus dem Neubau schon äußerlich einen einladenden, kindgerechten Ort. Gleichzeitig schaffen die Farben einen direkten Bezug zwischen außen und innen. Klar erkennbar wird das in den Fluren, wo sich die Außenfarbigkeiten innen fortsetzen. Somit sind der Eingangsbereich und die Verkehrswege von intensiver Farbgebung geprägt, die aufgrund der außergewöhnlichen Architektur und der Nutzung angebracht und passend sind.

Differenziertheit

„Entsprechend der Raumnutzung und der jeweiligen Aufenthaltsdauer haben wir sanfte oder aktivierende Farbtöne eingesetzt“, erklären Petra Ruhnau und Martina Lehmann vom Caparol-FarbDesignStudio. Generell sollten für Aufenthalts- und Gruppenräume dezentere Farbtöne gewählt werden, um eine ruhige und ausgeglichene Atmosphäre zu erzeugen. Räumlichkeiten mit einer kürzeren Aufenthaltsdauer wie Eingangsbereiche und Flure vertragen dagegen durchaus kontrastreichere und kräftigere Nuancen, die außerdem auch unempfindlicher sind. Diesem Farbkonzept ist man bei der Gestaltung der Pforzheimer Einrichtung konsequent gefolgt. In den Gruppenräumen sind die Farbtöne ruhiger gewählt, stehen aber immer in Verbindung zur äußeren Gebäudefarbe. So entspricht die Hauptwandfarbigkeit in stark aufgehellter Form durchgängig der jeweiligen Bautraktfarbe. Für eine anregende Raumstimmung empfahl das FarbDesignStudio eine Akzentfarbe, die jeweils eine Wand im Raum herausstellt. Dabei wurde auf deutliche Kontraste und eine stimmige Kombination mit den eingesetzten Materialien und deren Farben geachtet. Neben Einrichtungsgegenständen und Spielzeug bringt der rote Linoleumboden zusätzlich Farbe in den Kindergartenalltag.
Insgesamt bewegt sich die Farbigkeit des Kinderhauses im Gelb-, Rot- und Blaubereich. Grünnuancen wurden bewusst vermieden, um kein „buntes“ Bild zu erzeugen, zumal diese Farbe auch außen nicht vorkommt. In Kombination mit „neutralen“ metallisch grauen Oberflächen wie den Sichtbetonwänden, die mit einer glänzenden Dispersionsfarbe mit metallischer Optik im Kreuzschlag gebürstet sind, entwickelt sich ein ausgewogenes und in sich stimmiges Gesamtbild mit einer freundlichen kindgerechten Note. Dazu tragen auch Bodenfliesen und Türzargen sowie das Buchenholz der Möblierung und die honiggelben Fensterrahmen bei. „Die Farbigkeit passt optimal zur Architektur und schafft eine frische, fröhliche Atmosphäre,“ freut sich Lothar Hein, der als technischer Leiter beim Bauherrn, der Pforzheimer Bau & Grund GmbH, ein großer Befürworter des Farbkonzeptes ist.

Einsatzbezogene Materialien

Oberflächen in Einrichtungen für Kinder sind naturgemäß starken Belastungen ausgesetzt. Bei Anstrichen und Beschichtungsmaterialien auf hohe Qualität zu achten, macht sich daher bezahlt. In sehr frequentierten Durchgangsbereichen sollte die Beschichtung besonders verschleißfest sein. Darüber hinaus sollten die Materialien in sen- siblen Einrichtungen wie einem Kinderhaus lösemittel- und weichmacherfrei sein. Bei dem Pforzheimer Projekt kam daher eine Innenfarbe zum Einsatz, die die Nassabriebklasse 1 nach DIN EN 13300 erfüllt sowie die Deckkraftklasse 1 und außerdem emissionsminimiert, lösemittelfrei, weichmacherfrei und TÜV-geprüft ist.

Raumakustik zum Wohlfühlen

In einem Kinderhaus mit rund 100 Plätzen werden an die Raumakustik besondere Anforderungen gestellt, denn Kinder sollen ausgelassen spielen, fröhlich sein, aber auch zur Ruhe kommen können. Ein modernes Akustiksystem sorgt dafür, dass kein unzumutbarer Lärm das Miteinander-Reden und Verstehen beeinträchtigt. Die geschäumten Melaminharz-Elemente gibt es in verschiedenen Dicken, Formen und Farben. Sie können in Form von Platten entweder direkt als Wand- und Deckenverkleidung auf den Untergrund geklebt oder mit T-Schienen als so genanntes „Baffle“ im freien Raum abgehängt werden. Ihre schalldämpfende Wirkung entfalten die Akustikteile bereits bei einer Belegung der Wand- und/oder Deckenflächen von 30 bis 40 Prozent. Die Montage der extrem leichten und schwerentflammbaren Elemente kann nahezu überall im Raum durch Kleben oder Abhängen erfolgen. Passend zum jeweiligen Innenraum-Design stehen verschiedene Ausführungen zur Wahl. Panels: glatt mit Fase, als Welle oder Brekki. Baffle: in Form einer Ellipse, als Rechteck oder Kreis. In Pforzheim kam, an die Decke geklebt, das glatte Panel mit Fase (625 x 625 Millimeter) in Weiß zum Einsatz.
Den Vorstellungen der Bauherren entsprechend bietet das neue Gebäude, auch was die Innenraumgestaltung betrifft, Kindern und Pädagogen optimale Voraussetzungen, den Alltag lebendig auszufüllen. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis sorgfältig ausgewählter Materialien, die eine optimale Atmosphäre zur Entwicklung der Kinder schaffen.

Werner Roßkopf
Quelle: Malerblatt 11/2009


 
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