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Moschee in Algier

In Algier entsteht derzeit die drittgrößte Moschee der Welt. Die Architektur ist außergewöhnlich.

Wie in anderen Kulturkreisen hat Weiß auch in der arabischen Welt eine besondere Bedeutung. Es ist unter anderem die Farbe der Mekka-Pilger; wer sich der heiligen Kaaba nähert, sollte sich in weiße Tücher hüllen. Insofern leuchtet es ein, dass Weiß auch bei der Moschee von Algier eine wesentliche Rolle spielt. Die Farbe findet sich an den 618 Betonstützen, die den Gläubigen bei ihrem Weg durchs Gebäude immer wieder begegnen – sowohl im Eingangshof als auch im wichtigsten Raum, dem Gebetssaal. Die Moschee entsteht nach Plänen des deutschen Büros „KSP Jürgen Engel Architekten“. Sie ist Teil eines multifunktionalen Komplexes, umfasst auch ein Konferenzzentrum, eine Bibliothek, eine theologische Hochschule, Apartments sowie Infrastrukturgebäude und soll zum Motor der Stadtentwicklung werde. Das Minarett ist mit 265 Metern das höchste Bauwerk Afrikas ist. Der schlanke Turm beherbergt das Museum für algerische Geschichte und erlaubt es, mit Panoramaaufzügen in die oberen Stockwerke zu fahren, die als Aussichtsplattform öffentlich zugänglich sind. Da Algier immer wieder von Erdbeben heimgesucht wird, haben die Ingenieure des deutschen Büros Krebs + Kiefer eine Konstruktion geplant, bei der der Gebetssaal auf seismischen Isolatoren steht.

Das Erscheinungsbild des Komplexes wird wesentlich von den Betonstützen geprägt. Auf achteckigem Querschnitt ragen sie empor und weiten sich oben kelchförmig auf. Ihre Dimensionen sind gewaltig: Die größten Stützen sind 36 Meter hoch und bringen es auf einen Durchmesser von 1,62 Meter. Weil sich so große Elemente nicht transportieren lassen, bestehen die Stützen jeweils aus drei Teilen, die über eine Steckstoßverbindung zusammengefügt werden. Im Innern sind sie hohl und bieten Platz für Versorgungseinheiten.

Makellos zeigt sich das Weiß der Betonstützen

Der Bauherr wünschte sich eine makellose weiße Betonoberfläche und gab einem deutschen Unternehmen den Zuschlag für die Produktion der Stützen. In der bayerischen Stadt Neumarkt stellt Europoles die Bauteile nun aus weißem Schleuderbeton her. Wie in der Trommel einer Waschmaschine wird der flüssige Beton in der Schalung einer Rotation von 800 Umdrehungen pro Minute ausgesetzt; die Zentrifugalkraft treibt dabei die schwere Betonmasse nach außen, während Luftblasen nach innen wandern, sodass eine vollkommen glatte, lunkerfreie Oberfläche entsteht. Sie genügt hohen gestalterischen Ansprüchen und bewirkt außerdem, dass der Beton besonders korrosionsbeständig ist.

Um den weißen Farbeindruck noch zu steigern, erhalten die Stützen eine mineralische Beschichtung von Keim. Die mattweiße Concretal Lasur bewahrt dabei die sichtbare Struktur des Betons, da sie keinen Film auf der Oberfläche bildet. Für den Anstrich der Moscheestützen wird die Rezeptur eigens abwandelt, das Pigment feiner gemahlen, um ein noch strahlenderes Weiß zu erzeugen. Ungewöhnlich ist auch der Produktionsablauf bei der Herstellung und Beschichtung der Stützen. Während Lasuren normalerweise mindestens zwölf Stunden Trocknungszeit benötigen, erfordert der ambitionierte Zeitplan im Falle der Moschee ein zügigeres Vorgehen. Europoles stellt über Monate permanent ein Bauteil nach dem anderen her: Vormittags wird die Stütze geschleudert, nachmittags kann sie aushärten, spätabends erhält sie eine Oberflächengrundierung. Am nächsten Morgen folgt der erste Anstrich, mittags der zweite und schon am Nachmittag wird sie – noch mit beträchtlicher Restfeuchte – für den Transport nach Algier verpackt. Denn um die Stützen vor Verschmutzung zu schützen, erhalten sie eine Transporthülle aus Gummi. Hier kann die Keim Concretal Lasur eine ihrer Stärken ausspielen: Als mineralische Beschichtung verhindert sie mit ihrer hohen Alkalität, dass die feuchten Stützen in ihren Gummiverpackungen zu schimmeln beginnen. Anschließend gehen die Bauteile auf die Reise nach Algier. Ausgepackt und eingebaut in die Moschee strahlen die Betonstützen dort in makellosem Weiß.

www.keimfarben.de

Quelle: Malerblatt 11/2015
 

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