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Lotte Günther, Künstler

Was für ein Leuchten! Auf gerade mal 30 x 33 Zentimetern Fläche ereignet sich ein Fest der Farben.

Der lasierend gestrichene Untergrund leuchtet neonorange – zu den Rändern hin intensiviert sich das Strahlen noch. Darauf ist ein wabenartiges Gitter in einem abgetönten Violettblau gesetzt. Die zunächst kompliziert erscheinende Struktur ist ganz einfach entstanden. Zuerst in waagerechter, dann in senkrechter Leserichtung wurden Zick-zacklinien gezeichnet. Die Ölfarbe ist sehr pastös aufgetragen. Sie scheint fast vor dem Hintergrund zu schweben. Dieser Eindruck verstärkt sich durch die besondere Technik, die gewählt wurde.

Anstatt die Farbe mit dem Pinsel aufzutragen, wurde sie mithilfe einer feinen Spritztülle auf die Leinwand aufgebracht. So sind die Spuren perfekt rund und berühren nur mit einem kleinen Teil ihres Körpers den Grund. Damit das auch technisch funktioniert, wurde die ohnehin schon sehr körperhafte Ölfarbe mit einem Alkydharz-Malmittel versetzt. Dieses beschleunigt die Trocknung und verhindert, dass die dicken Farbschichten runzeln. Außerdem bleibt so der scheinbar feuchte Glanz erhalten, sodass die Farbe wie frisch aufgetragen wirkt.

Die Farbintensität der Arbeit wird verstärkt durch den Einsatz des Komplementär-Kontrastes. Sich im Farbkreis gegenüberliegende Töne – also Gegensatz-paare – steigern sich gegenseitig in der Leuchtkraft. Zur Nutzung dieses Phänomens sind Orange und Blau optimal. Besonders an den Rändern, wo die beiden komplementären Farben aufeinandertreffen, entsteht so ein Flimmern. Hinzu kommt, dass das kräftige Orange der Untermalung mit einer fluoreszierenden Acrylfarbe vorgenommen wurde.

Mehr Leuchtkraft geht nicht! Allerdings sind diese effektvollen Pigmente, die man zum Beispiel für Markierungsarbeiten nutzt, nicht so lichtstabil wie erprobte Künstlerpigmente. Deshalb wurde die Oberfläche zusätzlich mit einem speziellen UV-Schutz-Firnis nachbehandelt.

Als Ergebnis steht ein Bild, das trotz seines kleinen Formats eine große Präsenz entwickelt. (Auf dem Titelbild dieses Malerblattes ist es als größeres Format in anderen Farbtönen zu sehen.) Das Auge findet auf der gleichmäßig strukturierten, durch komplementäre Farben aufgeladenen Fläche kaum Halt. Ohne einen Fixierpunkt entsteht ein ständiges Flirren.

Die Farbintensität wird verstärkt durch den Komplementär-Kontrast.

Lotte Günther (geboren 1983 in Heidelberg) studierte Bildende Kunst in Mainz, Toulouse und Berlin. Sie findet für ihre Arbeiten ganz unterschiedliche Bildträger, malt nicht nur auf Leinwand oder Papier, sondern zum Beispiel auch auf Frischhaltefolie oder Glas. Für die Installationen nutzt sie oft alltägliche Materialien, spannt beispielsweise Geschenkbänder auf die Wand oder bewebt Bauzäune mit leuchtend bunten Plastikstreifen. Lotte Günther lebt und arbeitet in Berlin. Weitere Informationen und Bilder auf ihrer Website (lotteguenther.de)

Quelle: Malerblatt 12/2014
Foto: Lotte Günther

 

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