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Fassadenpreis 2014

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Deutscher und Österreichischer Fassadenpreis prämiert 20 ausgezeichnete Arbeiten.

Weniger ist mehr - aber bitte in Farbe

Wo wird Farbgestaltung architektonisch und eben nicht nur dekorativ eingesetzt? Nach solchen Objekten sucht die Jury des Fassadenpreises. Im aktuellen Wettbewerbsjahr 2014 wurde sie gleich 20 Mal unter fast 400 Einreichungen fündig. Die Preisträger aus ganz Deutschland und Österreich feierten ihren Wettbewerbserfolg am 10. September 2014 auf Gut Havichhorst bei Münster. Mit der Auszeichnung sind zudem stattliche Preisgelder verbunden. In diesem Jahr wurden insgesamt 23.255 Euro an die Gewinner übergeben.

Das Preisgericht, wie immer fachkundig und unabhängig besetzt von zwölf Fachleuten aus Malerhandwerk, Farbdesign, Architektur und Fachpresse, sah dies mit Freude: „Farbgestaltung kommt als vollwertiges Mittel der Architekturgestaltung in immer mehr Köpfen an – bei Planern ebenso wie bei Bauherren“, stellt der Juryvorsitzende Prof. Jürgen Braun stellvertretend für seine Kollegin und Kollegen fest. Wie hochkarätig und eng es im Preisträgerfeld zuging, zeigt der „Medaillenspiegel“ des aktuellen von Brillux ausgelobten Wettbewerbs. Der Deutsche Fassadenpreis 2014 sieht fünf 1. Preise, sechs 2. Preise, drei 3. Preise und zwei Anerkennungen. Sie zeichnen Gestaltungsleistungen vom bayerischen Traunstein bis nach Hamburg, von Bottrop bis nach Berlin aus. Zwei Sonderpreise für künstlerische und designbetonte Fassadengestaltungen gingen nach Trier und Stuttgart. Der erstmalig verliehene Österreichische Fassadenpreis startete mit einem 1. und einem 2. Preis für stilvolle Verwandlungen von Gebäudehüllen im niederösterreichischen Reichenau und in Wien. Michael Thompson, Mitglied der Geschäftsleitung von Brillux, überreichte im Jahr des 125. Jubiläums des Münsteraner Direktanbieters und Vollsortimenters für den Malerbedarf mit insgesamt 23.255 Euro die bislang höchste Preisgeldsumme der Wettbewerbsgeschichte. Im festlichen Rahmen von Gut Havichhorst bei Münster freuten sich die Preisträger außerdem über Schützenhilfe für die öffentlichkeitswirksame Vermarktung ihres Gewinns: Jeder Gewinner erhielt eine individuell erstellte Pressemappe mit Profi-Fotos seines Objekts und Pressetexten.

Die Preisträger des Deutschen Fassadenpreises 2014

Kategorie: Wohn- und Geschäftshäuser

Vier Fassaden, von denen jede auf ihre Weise mit jeweils nur wenigen Nuancen den Ton getroffen hat, platzierte die Jury in der Kategorie Wohn- und Geschäftshäuser ganz vorn. Ein 1., ein 2. und zwei 3. Preise führen hier mustergültig vor, wie konzeptionelle Farbgestaltung im Zusammenspiel mit der Architektur und kreativen Details eine Gebäudeansicht verwandeln, aufwerten oder von vorneherein positiv mitformen kann.

1. Preis – geradeheraus mit luxuriösen Details

Die Farbauswahl ist entscheidend, da ist sich die Jury einig. Wenn dann noch die Einzelheiten zueinander passen, wird das beim Fassadenpreis meist belohnt: so wie bei einem neu gebauten Wohn- und Geschäftshaus in der Gapstraße in Traunstein, das die Baulücke nach dem Abriss des Vorgängergebäudes wieder bündig schließt. Ein angenehmer, leicht erdiger Braunton auf der Fassade paart sich hier mit markant dunklen Fensterelementen und dem zurückgesetzten Mansardgeschoss in Anthrazit. Für Aufsehen sorgt im wortwörtlichen Sinn die extravagante und doch subtile Gestaltung der Fensterbänder und Balkone ab dem zweiten Stock: Die alueloxierten Verkleidungen erhielten durch eine Schablonierung mit Metalleffektlack elegante, goldmessingfarbene Muster. Die hervorragende Balance zwischen Understatement und akzentuierender Veredelung gibt dem Gebäude Eigenständigkeit:  „Das Bild dieser etwas anderen Fassade gliedert sich wunderbar in die Häuserzeile mit den kleinen Ladengeschäften ein“, befindet die Jury und vergibt den 1. Preis in der Kategorie Wohn- und Geschäftshäuser an die Verantwortlichen dieser prägnanten Arbeit: an den Malerbetrieb Huber aus Stein an der Traun für die präzise und feine Ausführung sowie an die Architekten Riedl Oestreich aus Traunstein für den bemerkenswerten Entwurf.

Gapstraße 4, 83278 Traunstein
Gapstraße 4, 83278 Traunstein
Gapstraße 4, 83278 Traunstein
Gapstraße 4, 83278 TraunsteinDer Neubau zeigt sich in eleganter Farbgebung mit extravaganten Details. Er passt ins Straßenbild und zeigt doch ein markantes, edles Äußeres.
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2. Preis – schlicht und doch ergreifend

Acht zweigeschossige Wohnhäuser gleicher Bauart im Siedlungsgebiet Bölkeanger in Neuruppin zeigen, welche Ensemblewirkung ein kluges Farbkonzept erzielen kann. Bei der letzten Renovierung 2013 beschloss das Team aus der Bauherrin, der Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft, und der Bauring Maler GmbH (ebenfalls Neuruppin), die Siedlung aus dem „Dornröschenschlaf“ zu holen, in den sie verfallen war. Das Ergebnis: Jedes der Gebäude wurde anders farbig gestrichen, die jeweiligen Farbtöne dabei aus dem Farbkanon der Entstehungszeit der Gebäude geliehen. Sie bewegen sich von entsättigten Blau- und Grüntönen über warmes Rot und Orange bis hin zu Beige- und Weißtönen. Die Raffinesse des Farbkonzepts zeigt sich in seiner Schlichtheit: Farbe wurde hier flächig über die gesamte Fassade gezogen. Lediglich die Laibungen der Fassadenöffnungen wurden mit jeweils anderen Farbtönen aus der vorher definierten Farbpalette abgesetzt – wie auch die Mauern, die die acht Gebäude verbinden. „Besonders an trüben Tagen zeigt sich die Großartigkeit des Farbeinsatzes“, urteilt das Preisgericht: „Die Gebäude bringen Farbe ins Straßenbild, ohne sich dabei schreiend in den Vordergrund zu drängen – Farbe at it’s best!“ Die Jury des Deutschen Fassadenpreises zeichnet die Gestaltung des Straßenbildes mit dem 2. Platz in der Kategorie Wohn- und Geschäftshäuser aus. Die Prämierung geht zu gleichen Teilen an die Bauherrin und den ausführenden Malerbetrieb.

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3. Preis – maritime dritte Dimension für einen Plattenbau

Die Aussicht auf die Elbe vom Gebäude Regierungsstraße 37 a-e in Magdeburg war schon immer erstklassig. Dass nun auch die Ansicht des in Plattenbauweise errichteten, ehemals wenig charmanten Wohnblocks mit seinen 140 Einheiten ein Blickfang ist – dafür sorgt eine neue Fassadengestaltung, die im doppelten Sinne Wellen schlägt. Die Gebäudehülle des 120 Meter langen und acht Geschosse hohen Komplexes in bester Stadtlage wurde, seiner städtebaulichen Bedeutung als Solitär angemessen, in einer großen wellenförmigen Bewegung ausgeformt. Baulich leisten dies die neuen, geschwungenen Balkone aus thermisch entkoppelten Betonfertigteilen, die sich mit verglasten Loggien abwechseln. Farblich wird diese Wirkung durch die hellen, sandigen Beigetöne und das maritime Blau der Fassadenflächen unterstrichen. Zusammen mit der energetischen Ertüchtigung der Fassade entsteht so ein funktionell und ästhetisch harmonisches Ganzes, das die Jury des Deutschen Fassadenpreises 2014 mit einem 3. Platz in der Kategorie Wohn- und Geschäftshäuser würdigt.  Diese Platzierung prämiert die handwerkliche Leistung der H&M Putz- und Fassadenbau und den eindrucksvollen Entwurf von arc architekturconzept, beide aus Magdeburg.

 

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3. Preis – Arrangement für alle (Seh-)Sinne

Farbton, Oberflächenstruktur, Licht- und Schattenwirkung, Glanz oder Rauheit – das sind die wesentlichen Größen, die die visuelle Wahrnehmung bestimmen.  Vor Augen hatten dies mit Sicherheit die Gestalter der Generationenwohnanlage Wohnpark Bathilidis, die in Bad Pyrmont neu entstanden ist. dreibund architekten aus Bochum und der Architekt Josef Freitag (Bad Pyrmont) planten ein streng geometrisches Ensemble, dessen spannungsvoller Ausdruck durch bauliche Details wie zurückgesetzte Staffelgeschosse, zurückspringende Balkonausschnitte und vorspringende, unregelmäßige Faschen an Fenster- und Türöffnungen komponiert wurde. Ebenso dezent, doch enorm wirkungsvoll, wurden die Fassadensichtflächen von Joswieg Malerbetrieb GmbH aus Bielefeld gestaltet. Glattputz für die Faschen und Staffelgeschosse und Putz mit drei Millimeter Körnung für die Hauptflächen strukturieren die Fassade. Klassisches Weiß gibt den Ton an und wird lediglich an den Faschen und im Erdgeschoss von leichtem Grau unterbrochen. Zusammen wirkt all das leicht, offen und einladend – ganz im Sinne des Generationenwohnens, das in den fünf Mehrfamilien- und zwölf Einfamilienhäusern ermöglicht werden soll. Die Jury des Deutschen Fassadenpreises hebt „die sehr schlüssige Aussagekraft der Gesamtrealisation mit vielen liebevollen und prägnanten Details“ hervor und verleiht einen weiteren 3. Preis in der Kategorie Wohn- und Geschäftshäuser an den Malerbetrieb und die beiden Architekturbüros.

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