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":envihab"

Das ":envihab" des DLR Köln gehört aktuell zu den herausragenden Wissenschaftsbauten in der Welt.

Funktionalität und Ästhetik passen zusammen

Auf Äußerlichkeiten legt die Wissenschaft nicht immer besonderen Wert, wichtig sind die Ergebnisse der Forschungen. Institutsgebäude gehören hier zu Lande nur selten zu den architektonischen Highlights. Mit dem „:envihab" jedoch zeigt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik in Köln, dass Funktionalität und Ästhetik zusammenpassen. Das 3.500 Quadratmeter große Gebäude des Institutes für Luft- und Raumfahrtmedizin gehört zu den zweifellos herausragenden aktuellen Wissenschaftsbauten und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.


Aufbau

Im Grunde besteht der Bau aus einer Nutzungsebene unterhalb des Bodenniveaus und einem alles überspannenden Dach, das auf schlanken Stützen ruht. Wobei die Bezeichnung Dach besser durch Technikgeschoss ersetzt werden sollte, befinden sich doch hinter der weißen Außenverkleidung sämtliche technischen Versorgungseinrichtungen für die Labore darunter. Insgesamt acht unterschiedliche Labormodule sind nach dem Haus-im-Haus-Prinzip in die Halle eingestellt: darunter eine Zentrifuge, ein Psychologielabor, ein Magnetresonanztomograph, ein Vortragssaal und schließlich das Schlaf- und Psychologielabor mit seinen zwölf Probandenzimmern. Hier werden sogenannte „Bettruhestudien" durchgeführt, Langzeituntersuchungen, bei denen die Teilnehmer bis zu drei Wochen liegend in Kopftieflage verbringen müssen. Das heißt, das Bett ist zum Kopf hin um sechs Grad geneigt. Selbst geduscht wird in dieser Position, die Probanden dafür auf spezielle Liegen umgebettet. Auf diese Weise simulieren die DLR-Forscher Schwerelosigkeit, um die Auswirkungen fehlender Gravitation auf den menschlichen Körper zu untersuchen.


In diesem zylindrischen Modul befindet sich die Kurzarm-Zentrifuge für Versuche bei erhöhter Schwerkraft.

 

Besonderheit: Licht

Ein besonderer Aspekt ist hierbei das Licht, dessen Temperatur, Helligkeit und Farbigkeit den Wach- und Schlafrhythmus bestimmen. Licht mit höherem kurzwelligen, also blauen Anteil aktiviert den Organismus, während rötlicheres Licht die Melantoninproduktion im Körper anregt und damit für Müdig- keit sorgt. Rezeptoren in der Netzhaut registrieren diese subtilen Veränderungen der Lichtanteile. Im Schlaflabor des „:envihab" lässt sich das Licht gezielt verändern, so der zirkadiane Rhythmus verschieben oder gar unterbrechen und die Auswirkung auf Befinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit erstmals medizinisch belastbar darstellen.


Die Lichtdecke in den Probandenräumen des Schlaflabors produziert Licht in variablen Farben und Helligkeiten – damit lassen sich die Auswirkungen des Lichtes auf den zirkadianen Rhythmus des Menschen untersuchen.

 

In diesen Räumen finden die „Bettruhestudien“ statt, bei denen die Probanden bis zu drei Wochen in Kopftieflage im Bett verbringen müssen. Das Licht lässt sich zusätzlich variieren.

 

Kombination aus LED-Technologie und Lichtdecke

Möglich macht diese Studien die neuartige Kombination aus LED-Technologie und Lichtdecke, die Lichtfarben und Leuchtdichten exakt und dynamisch erzeugen kann. So lässt sich die gemeinsam vom DLR-Institut und Zumtobel entwickelte Lichtdecke stufenlos bis zu einer minimalen Helligkeit herunter-dimmen und das Farbspektrum com- putergesteuert variieren – bis hin zu kaum wahrnehmbaren, subtilen Nuancen. Die Erkenntnisse dieser Studien sind nicht für Langzeitaufenthalte im All äußerst wertvoll. Auch lässt sich ableiten, wie Licht beschaffen sein muss, um Arbeitsplätze ermüdungsärmer zu gestalten oder wie sich die Auswirkungen des Jetlags mildern lassen.

 

Malerblatt 10/2014
Armin Scharf
Fotos: Zumtobel, Armin Scharf


 

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