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Le 7ème Continent, Rixheim - Arbeitsablauf

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Le 7ème Continent, Rixheim
Arbeitsablauf
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Bevor François Zenner startete, beauftragte er einen Malerbetrieb aus der Region, den Putz an die Fassade des komplett sanierten Gebäudes in Rixheim zu bringen: „Für mich ist es ganz wichtig, dass hier die Qualität stimmt. Der Untergrund soll ja mindestens genau so lange halten wie meine darauf ausgeführten dekorativen Arbeiten.“ Auf den Kalkputz des elsäßischen Herstellers Boehm kamen zwei Anstriche mit rein mineralischer Farbe von Keim.

Zunächst trug François Zenner die blauen Flächen auf, um sicherzustellen, dass die Proportionen stimmen, weil: keines der Segmente ist exakt gleich breit, jedes hat sein eigenes Format. Alles musste aber bei diesem Objekt den klassischen Regeln der Symmetrie entsprechen. Schon deshalb war die Arbeitsvorbereitung extrem aufwendig: „Ich bereitete meine Muster in der Werkstatt vor. Diese bestehen meist aus Karton. Vor Ort passte ich diese an.“ Nach dem Blauauftrag wurden die Ornamente auf Basis einer ockergelben Farbe angebracht, um eine Art „Goldoptik“ zu erhalten. Erst danach kamen die letzten Details, die alle mithilfe der Keim-Farbpalette entstanden. „Für mich ist es wichtig, dass alles individuell für jedes Gebäude entworfen und verwirklicht wird, um dem Stil und der Architektur des Gebäudes gerecht zu werden, um auch ein Unikat, also ein wirklich einmaliges Werk zu schaffen. Ich habe da keine Standardlösungen, die ich immer wieder aus der Schublade hole.“

Was in der Praxis nur selten vorkommt, jedoch für François Zenner immer wichtig ist: dass auch das Material, für das er geradezu schwärmt, entsprechend gewürdigt wird. So platziert er auf jede von ihm ausgeführte Fassade seine eigene Signatur, die Jahreszahl und ganz dezent das Logo des deutschen Herstellers Keim: „Das Material hat es mir schon so oft ermöglicht, ganz besondere Arbeiten zu realisieren, dass ich das auch zum Ausdruck bringen möchte."

Innenraum

Der gesamte Innenraum wurde detailliert mit dem Bauherrn konzipiert. Gemeinsam mit ihm sammelte François Zenner wieder Ideen. Der Kunde, also der Chef des Hauses und zugleich natürlich der Küchenchef brachte so viele Anregungen, dass François Zenner alles kanalisieren und sortieren musste, um dann als Künstler seine Entwürfe anzufertigen. Laurent Haller war zufrieden: „Auch für die verschiedenen Räume kamen eine Menge Ideen von François, wie er meine Anregungen mit aufnehmen und umsetzen wollte.“ So kamen an verschiedene Wände „Bilder“ aus Gewürzen, aus Mohn, aus Linsen, aus Getreidekörnern und etlichen anderen „Zutaten“ – und um die Werke zu schützen, kam alles hinter Glas.

Eine andere Wand wurde fast schwarz beschichtet und mit Fasern, mit Stroh und mit Perlmutt bestreut. Die Wände der Toiletten und der Vorraum erhielten witzige, comic-artige Figuren. Wieder andere Wände bekamen Felder aus kräftigen Farbtönen oder einen Putz mit Einschlüssen verschiedener Reissorten. Keine Wand ist wie die andere – und alles wurde ganz sensibel aufeinander abgestimmt. Auf der großen Wand eines Raumes schuf François Zenner eine stimmungsvolle Landschaft, in ein besonderes Licht getaucht. Es wirkt etwa wie hinter einer matten Fensterscheibe, an der außen Regentropfen herunter rinnen. Dadurch entsteht eine besondere Stimmung und der Raum strahlt mehr Geborgenheit aus.

Der Wirt Laurent Haller und der Künstler François Zenner dachten bei der Gestaltung von Fassade und Innenraum an jedes Detail. Sogar die Mauer im Garten bekam eine Bemalung und zeigt imaginäre Stämme von jungen Bäumen.

Am besten, man taucht in die Stimmung des „Le 7ème Continent“ selber ein und besucht das Lokal in Rixheim, doch natürlich nicht allein der Gestaltung halber: die Küche ist exzellent und schon zum gut bezahlbaren Mittagmenü ist das Restaurant ausgebucht. Es empfiehlt sich, vorher anzurufen. Etliche der Mitarbeiter verstehen auch Deutsch.



 
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