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Vogelfreundliches Glas

Wer in einem großzügig verglasten Gebäude sitzt, kennt vermutlich den dumpfen Knall, wenn sich ein Vogel hat täuschen lassen.

Meist endet dieser Kontakt für den Vogel tödlich. Nicht immer muss es gleich eine ganze Fassade sein, die zur Falle wird, mitunter reichen auch Wintergärten, exponierte Fenster oder verglaste Bushäuschen, die nicht als Hindernis erkennbar sind. Es kommt erstens auf die Transparenz und das dort sichtbare Spiegelbild an. Das irritiert die Vögel besonders dann, wenn es den Himmel, Bäume oder gleich einen ganzen Wald reflektiert. Gebäude, die am Waldrand stehen oder gar Hochhäuser gehören demnach zu den gefährlichsten Klippen im Vogelalltag.

Das Aufkleben von Raubvogelsilhouetten bringt nur wenig Abhilfe, effektiver wären aufgedruckte Punktraster, innenliegender Sonnenschutz, satiniertes Glas oder einfach keine spiegelnden Oberflächen. Aber darauf wollen momentan nur wenige Architekten verzichten, vor allem, weil gläsernes Bauen schick ist.

Auch in der Schweiz hat man die Problematik erkannt und sucht nach Auswegen. Glas Trösch, einer der großen Hersteller von Isolierglas, hat sich zusammen mit der Schweizerischen Vogelwarte Sempach vorgenommen, eine spezielle Veredlung zu entwickeln, die transparentes Glas von Vögeln als unpassierbar erscheinen lässt. „Silverstar Birdprotect" nennt sich das Ergebnis, über dessen Wirkungsweise oder Zusammensetzung Trösch mit Hinweis auf die Konkurrenzsituation nicht einmal dem schweizerischen Architekturmagazin Hochparterre etwas sagen will. Offenbar, so Hochparterre, werde die keramische Beschichtung in die äußerste Scheibe der zwei- oder dreischeibigen Verglasung eingebrannt. Das Ergebnis ist eine feine Struktur, momentan in Form von Streifen, die den Vögeln das Spiegelbild verzerren und damit das Glas als Hindernis markieren.

Soweit, so gut? Nicht ganz, denn die Streifen lassen sich auch vom menschlichen Auge erkennen, mit der architektonisch gewünschten Transparenz ist es damit in Teilen vorbei. Diese Schwächung der Ästhetik wollen nicht alle Architekten akzeptieren, wobei der Wunsch nach einer Lösung derzeit eher von den Bauherren kommt: Die müssen die Einschläge aushalten und die Kadaver entfernen.

Armin Scharf
Quelle: Malerblatt 07/2012

Foto: Glas Trösch


 

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