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Orientierung im Alter - Veränderte Wahrnehmung

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Veränderte Wahrnehmung

Mit zunehmendem Alter verändert sich die Wahrnehmungsfähigkeit. Nicht nur das Gehör lässt nach, auch das Sehvermögen weist vermehrt verschiedene altersbedingte Einschränkungen auf. Neben typischen Abbauerscheinungen wie der Altersweitsichtigkeit führen Augenkrankheiten zu räumlichen Verzerrungen, Farbwahrnehmungsstörungen, erhöhter Blendempfindlichkeit und zur Einengung des Gesichtsfeldes. Alte Menschen nehmen Farben insgesamt blasser wahr, brauchen aufgrund der natürlichen Verkleinerung der Pupille eine wesentlich höhere Beleuchtungsstärke als junge. Die Reduktion der Lichtdurchlässigkeit betrifft vor allem den blauen Spektralbereich, sodass die Farbwahrnehmung für blaue, blaugrüne und violette Farbtöne eingeschränkt ist.

Ein Farbkonzept für Senioren sollte sich an diesen altersbedingten Veränderungen orientieren und der nachlassenden Wahrnehmungsfähigkeit durch eine bewusste Auswahl und Kombination von Farben und Materialien entgegenwirken. Untersuchungen haben gezeigt, dass alte Menschen helle, aber farbstarke Farbtöne bevorzugen. Ein angemessenes Raumkonzept arbeitet daher überwiegend mit kräftigen, warmtonigen Farben und Materialien sowie größtmöglicher sensorischer Vielfalt. Vertraute Farbstimmungen zum Beispiel aus der Natur, schaffen Erinnerungsräume, geben Geborgenheit und Orientierung und verbessern die Raumwahrnehmung – nicht nur im häuslichen Umfeld, sondern auch in Institutionen.

Farbe gibt Orientierung

Passende Farbleitsysteme und gut wahrnehmbare Helligkeits- und Farbkontraste erleichtern die Orientierung und geben Sicherheit. Bewegungseinschränkungen und altersbedingte Sehschwächen erhöhen das Unfallrisiko alter Menschen. Daher sollten Stützen, Vorsprünge oder Möbelstücke deutlich sichtbar als Hindernis wahrgenommen werden können. Eine abwechslungsreiche Wandgestaltung in hellen, kräftigen Farben, die farbliche Betonung von Stolperfallen sowie von Handläufen und Türklinken kann Flure und Verkehrszonen sinnvoll strukturieren und das Unfallrisiko mindern.

Türen zu Bewohnerzimmern sollten farbig gestaltet und unverwechselbar zu erkennen sein, während Türen zu Versorgungsräumen oder Ausgängen in der Farbe der Wand gestrichen und damit kaschiert werden können. Wichtig für sicheres Gehen ist ein ausreichender Helligkeitsunterschied zwischen Wand- und Bodenfarbe. Monochrome Bodenbeläge in Erdfarben symbolisieren Trittfestigkeit und geben optische Klarheit.

Da die Farbwahrnehmung bei sehbehinderten Menschen beeinträchtigt sein kann, reicht ein reiner Farbkontrast oft nicht aus. Entscheidend ist der Helligkeitskontrast, weil dieser auch für farbfehlsichtige Menschen erkennbar ist. Denn für sehbeeinträchtigte Menschen kann es schwierig sein, zwei deutlich unterschiedliche Farben mit dem gleichen Helligkeitsgrad auseinanderzuhalten.

Auch das Licht ist entscheidend: Grundlage jedes Farbkonzepts ist eine schattenfreie Ausleuchtung, um Unfälle und Ängste zu vermeiden.

Demenzkranke Menschen reagieren besonders sensibel auf ihre Umgebung. Sie leiden stärker an Sehbehinderungen als Menschen mit normalen Alterseinschränkungen. Hinzu kommt ein schrittweiser Abbau kognitiver Fähigkeiten, so- dass die Wahrnehmung verstärkt auf emotionaler Ebene erfolgt. Dies führt schnell zu Überforderung und Stress. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto geringer ist die Erinnerungsfähigkeit und umso schwieriger ist es für die Erkrankten, Situationen, Personen und räumliche Zusammenhänge zu erkennen und zu deuten. Ängste, Depression, Aggression oder eine starke innere Unruhe sind häufig die Folge.

Die farbliche Betonung von Handläufen kann Flure und Verkehrszonen sinnvoll strukturieren und das Unfallrisiko mindern.



 
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