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Home Gestaltung Grundlagen Konversionsflächen

Konversionsflächen

Im Laufe der kommenden Jahre werden immer mehr Konversionsflächen zu Wohngebieten umfunktioniert.

Neues, innovatives Bebauungskonzept

Die ehemalige französische Kasernenanlage Castelnau in Trier konnte im Zuge der Konversion einer neuen Wohnfunktion zugeführt werden. Die EGP GmbH Trier entwarf für dieses Areal ein neues, innovatives Bebauungskonzept und ist auch Auftraggeber zur Erarbeitung dieser Kollektion.

Auf einem terrassierten Bebauungsgelände mit drei Hangterrassen entstehen nun insgesamt fünf Wohnformen. Die verschiedenen Wohnhäuser und Typen reichen vom frei stehenden Einfamilienhaus über Einfamilienreihenhäuser zu Hofhäusern sowie Mehrfamilienhäusern und Mehrfamilienwohnzeilen – Umbauten innerhalb der Bestandsbebauung .


Die Auswahl der Farbigkeiten orientiert sich an den regionalen Möglichkeiten. Durchwachsene Grüngürtel und Sandsteine mit ihren vielfarbigen Sedimentschichten geben Farbtöne vor.

 

Gestalterisches Qualitätssicherungsverfahren

Die EGP GmbH hat ein privatrechtlich gesichertes, gestalterisches Qualitätssicherungsverfahren entwickelt. Ein Instrument stellt das Gestaltungshandbuch dar, das in Ergänzung zum Bebauungsplan entwickelt wird. Um das aus gestalterischer Sicht wesentliche Thema Farbgebung für alle Bauherren gut nachvollziehbar sichern zu können, wurde die Farbkollektion Castelnau von Jörg Gniesmer entwickelt und in das Handbuch integriert.

Die Farbtonkollektion Castelnau: Die Neutral-Grau-Reihe kann mit jeder Farbreihe kombiniert werden.

 

Jörg Gniesmer

 

Vergabe an verschiedene Bauherren

Grundsätzlich gilt, dass die Grundstücke an verschiedene Bauherren vergeben werden und die Bebauung nach Maßgabe des Bebauungsplans und der gestalterischen Richtlinie individuell umgesetzt wird. Daher ist es wichtig, dass auf der einen Seite eine ausreichende Entfaltungsmöglichkeit im Sinne der Individualität eröffnet wird und auf der anderen Seite das Zusammenspiel der vielen Einzelbauvorhaben stimmt.

 

Unterstützung

Die Farbkollektion dient dazu, dem Bauherrn die Unterstützung zu geben, aus einem harmonischen Farbgefüge eine Auswahl zu treffen, die seiner persönlichen Vorstellung mit entsprechen kann. Er kann sich in einer Farbgruppe bewegen, die er bevorzugt und hat nicht den Zwang, aus Aberhunderten von Farbtönen auf dem Farbenmarkt eine Entscheidung treffen zu müssen.

 

Ursprung in regionalen Bezügen

Die Farbtöne, die zur Kollektion zusammengeführt wurden, haben ihren Ursprung in regionalen Bezügen.Die organischen Farbigkeiten aus den Sedimentschichten der Sandsteine und verschiedenen Erden finden sich hier in nuancierter Form ebenso wieder, wie Farbtöne aus botanischen Vorgaben. Abgestimmte Farbgruppierungen in einem gelblichen, rötlichen, bläulichen und grünlichen Spektrum werden durch ver- bindende Vergrauungen ergänzt. So entsteht eine Farbkollektion mit 115 Farbtönen in 25 Farbreihen und acht Helligkeitsabstufungen, die in eine Horizontalunterteilung von 1 bis 25 und eine Vertikalunterteilung von A bis H gegliedert ist, und von einer separaten Graureihe in sechs Helligkeitsstufen unterstützt wird.

Die alleinige Auswahl eines Farbtones führt jedoch nicht zu einem zu erzielenden Gebäudeeindruck innerhalb eines Wohngebietes. Vor der Auswahl zu einem Farbton sollte die Auswahl der Helligkeit stehen. Die acht Helligkeitsreihen sind mit der Empfehlung versehen, sie nach der Größe des Gebäudes entsprechend zu nutzen. Kleinere Gebäude dürfen heller sein und größere Gebäude sollten dunkler werden.


Die Zuordnung der Farben beginnt mit der Auswahl der Helligkeiten. Sie sollten im Verhältnis zum Baukörper und zur Größe der beschichtbaren Fläche stehen.

Empfehlende Zuordnung

So ergibt sich eine zu empfehlende Zuordnung von Hausgröße zur Helligkeitsreihe. Einfamilienhäuser mit ihrer verhältnismäßig kleinen Fassadenfläche sollten sich in den Helligkeitsreihen A, B, C, und D bewegen. Mehrfamilienhäuser binden sich mithilfe der Helligkeiten in den Reihen C, D, E und F gut in das Wohngebiet Castelnau ein. Und die größeren Wohnzeilen sollten die Gewichtung ihre Fassadenflächen zurücknehmen und sich mit Helligkeiten aus den Reihen E, F, G und H darstellen.


Eine Empfehlung für Farbkombinationen.

 

Schablone zur Farbauswahl

Der wichtige und hilfreiche Aspekt zur Auswahl eines Farbklanges, um eine nachhaltige positive Atmosphäre und einen verstärkten Wohlfühleffekt mit einer ausgewogenen Gesamtstimmung zu schaffen, wird mithilfe einer Schablone erreicht. Die Schablone mit Ausschnitten für sieben Farbfelder kann entsprechend der Empfehlung, aber trotzdem uneingeschränkt nach Farbton auf der Kollektion bewegt werden. Hat der Bauherr eines Einfamilienhauses nun die Affinität, also die Bindung zu einer bestimmten Farbgruppe, so kann er die Schablone (links- oder rechtsherum gedreht) auf die entsprechenden Farben legen. Die Farbauswahl innerhalb der Schablonenausschnitte zeigt ihm nun die Anwendungs- und Kombinationsmöglichkeiten für seine Fassade und eventuelle Begleitelemente, wie Fenster, Tür, Sonnenschutz oder Geländer. Wenn gewünscht, kann er nun die Graureihe auch noch unter der Schablone verschieben und seine persönliche Kombination auswählen.

Durch das Zusammenspiel von Farbton, Farbhelligkeit, Farbsättigung und Farbkombination innerhalb der Schablone gelingt auch dem etwas unsicheren Bauherrn eine Farbauswahl, mit der man im gestalterischen Sinne keine Fehler machen kann.

Auch die Wahl des Nachbarn zu seiner Farbigkeit bleibt in allen zu erwartenden Kombinationen in einer gesamtharmonischen Farbstimmung, die auch mit

Spannungen in der Wechselwirkung von Anwendung und Flächengröße ein Wohngebiet mit positiv wirksamer Gestaltung schafft.

Malerblatt 10/2014
Jörg Gniesmer
Abbildungen: Jörg Gniesmer
 

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