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Baustil: Barock

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Baustil: Barock

Klare Formen, eine bewegte Formensprache und verhaltene bis bunte Farben prägen den barocken Baustil.

Der Begriff „Barock“ findet erstmals um 1570 Verwendung in der Kunst und in der Architektur. Er bezeichnet das „Regelwidrige“ oder „Sonderbare“. Bis heute gilt er als Stilbegriff für die Zeit von ca. 1600 bis 1750. Diese Zeitepoche ist gekennzeichnet durch die Anstrengungen von Kirche und Staat, den befreiten Renaissancemenschen wieder in ein Ordnungssystem zu zwingen. Dabei bedienen sie sich aller Mittel der Repräsentation und Prunkentfaltung, um Macht gegenüber dem Bürgertum zu zeigen. Es entsteht eine gewaltige Bautätigkeit weltlicher wie kirchlicher Auftraggeber.
Ausgehend von Italien breitet sich der neue Stil innerhalb von 40 Jahren in Varianten in ganz Europa aus. Deutsche Baumeister arbeiten nach italienischen Vorbildern, die Fürstenhöfe engagieren für Arbeiten italienische oder französische Baumeister.

Architektur

Die barocke Baukunst setzt den klaren Formen der Renaissance eine bewegte Formensprache entgegen und fördert ein Zusammenspiel von Architektur, Plastik und Malerei. Kirchenbauten und das fürstliche Schloss mit Park, Orangerie und Lusthäusern sind die führenden Bauwerke. Schlösser erhalten betonte Portale, einen zurückspringenden Mitteltrakt, breite Treppenanlagen und üppige Dekorationen. Versailles wird zum Vorbild kleiner Fürstenhöfe. Bürgerliche Wohnbauten ahmen die Stadtpalais der Adeligen in Details und Dekor bescheidener nach. In der Fassade zeigen Sakral- und Profanbau eine mehrere Geschosse umklammernde Kolossalordnung, Verdoppelung von Säulen und Pilastern und starke Gebälkverkröpfungen.

Farbigkeiten

Die barocke Baukunst setzt bewusst auf „Illusion“. Auf Materialgerechtigkeit wird kein Wert gelegt. Ist kein Marmor vorhanden, so wird Holz marmoriert; kann man sich Gold nicht leisten, so wird Gips vergoldet. Deckengemälde täuschen den Himmel vor und verdecken die Konstruktionen von Decken und Kuppeln, flache Decken werden durch Bemalung bewusst zur optischen Vortäuschung von Gewölben.
Drei Zeiträume sind zu unterscheiden: In der Frühzeit des Barock von etwa 1600 bis 1680, setzt sich ausgehend von Italien in der Architektur eine neue, aber eher verhaltene Farbigkeit durch. Dieses ist bedingt durch neue Arbeitstechniken. Es ist möglich, ganze Fassaden mit Marmor zu verkleiden, Putz und Stuck durchzufärben und zu strukturieren. Eine besondere, neue Arbeitstechnik wird in Italien entwickelt, das Scagliola. Hierbei handelt es sich um einen Stuckmarmor aus weißen und rötlichen Mergelkalken, versetzt mit Leim und Pigment. Dieses Material ist marmorähnlich verarbeitbar, polierbar und wird vor allem für Intarsienarbeiten verwendet. Ende des 30-jährigen Krieges kommen diese Techniken auch nach Deutschland.
Die neue italienische Farbigkeit wird zunächst im Salzburger Raum übernommen, gelber, roter und weißer Marmor in Ganzfassadenverkleidung. In Deutschland hält man sich in der Frühzeit des Barock noch an die Farbigkeit des vorangegangenen Jahrhunderts. Die Renaissance hatte eine Vorliebe für dunkelgraue, braune und rote Farbtöne auf weißer Wand. Neben Weiß, Grau und Schwarz bleiben bis ungefähr 1680 die Natursteinfarben von Sandstein und Marmor Blassgelb und Rot. Erst danach setzt sich eine kontrastreichere Buntheit in der Farbgebung durch.



 

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