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Grau

Farben haben ihre Eigentümlichkeiten, positive wie negative. Die absolute Stärke von Grauist die Neutralität.

Graupasst sich an, drängt sich nicht auf, lässt geschehen, rückt niemals in den Vordergrund. Aus dem Grund ist Grauim Gestaltungsbereich sehr beliebt als Übergangsfarbe. Sie steht zwar in der Mitte zwischen Weiß und Schwarz, sie muss jedoch nicht mittelmäßig sein. Mit den zu dem jeweiligen Grauon passenden Farbtönen wird Grau„lebendig.“ Grauwird durch andere Farben erst schön.

Wie die obere Grak zeigt, sind die verschiedenen Farbtöne einer Farbe entscheidend für eine harmonische Gestaltung. GrauKombinationen der Sommerfarben u.a. Graumit Gelb oder Graumit Pink, auch Graumit Blau erfreuen das Auge. Frühlingsgraukombiniert mit Lachs, Hellrot, Orange wird als warm, weich und gemütlich empfunden. Schwer und melancholisch sind die Herbstkombinationen, wie Graumit Orange, Tomatenrot, Petrol, und Olivgrün. Stark und kraftvoll sind die Kombinationen Silbergraubis Anthrazit des Winters mit den leuchtenden kräftigen Farben wie Weinrot, kräftige Blautöne, Zitronengelb, Tannengrün u.a. Sobald die für das menschliche Empfinden „richtigen“ Farbtöne miteinander kombiniert werden, wird die Gestaltung von Fassaden, Wohnräumen und anderen Projekten von dem Betrachter oder Bewohner als angenehm empfunden. Wobei Farbkombinationen wie beispielsweise das Silbergraudes Sommers kombiniert mit dem Graudes Herbstes schmutzig und negativ wirken können. Gegebenenfalls tragen disharmonische Farbkombinationen dazu bei, dass Grauals „unbeliebte Farbe“ genannt wird.

Nicht nur Mittelmäßigkeit, sondern auch Langeweile, Unfreundlichkeit, Gefühlsarmut, Bescheidenheit, Farbe der Armut, des Alters und das Alte oder die „grau Eminenz“ sind Merkmale, die der Farbe Grauzugeschrieben werden. Tatsächlich ist uns allen „die grau Maus“ bekannt. Das äußerliche Bild muss jedoch nicht mit dem Innern übereinstimmen. Zum Beispiel ist zu beobachten, dass unsere Bundeskanzlerin zu Beginn ihrer Amtszeit Grauund gedeckte Farben trug. Zwischenzeitlich hat sie sich zu einer farbigen Persönlichkeit entwickelt. Sogar mit Pink hat sie sich „angefreundet“. Nicht zu ändern ist, wenn ein Mensch aus Krankheitsgründen „aschgrau aussieht oder das Wetter mitten im Hochsommer grauund regnerisch ist. Auch die grau Arbeitskleidung aus früheren Zeiten ist kaum mehr vorhanden. Die Kleidung der Gefängnisinsassen hat sich von Grauhin zu anderen Farben entwickelt. Grau Nahrungsmittel lassen sich nicht verkaufen, weil sie den Eindruck von alt und schlecht vermitteln. Das negative GrauImage hat sich durch die Qualität der Produkte und Lebenseinstellungen verändert. Grauist eine elegante Businessfarbe. Der Herr im „graun Flanell“ ist heute öfter zu sehen als vor einigen Jahren, als noch die blauen Anzüge in den Chefetagen „in“ waren. Eine Farbe drückt ihre Merkmale und den Sinn und Zweck, den sie erfüllen soll, in Kombination mit anderen Farbtönen aus. Farbkombinationen sollten jedoch nicht dem Zufall überlassen werden, zumal jeder Mensch ein anderes und für ihn spezielles Farbempfinden hat. Ein Handwerkszeug für diese harmonischen Farbgestaltungen ist das DS Colors FarbTypFächer Set. Es ist kein Farbfächer im herkömmlichen Sinn, sondern ein Konzept in Fächerform mit vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten für eine moderne harmonische Farbgestaltung.

Das Konzept der FarbTyp-Stilberatung wurde an die Natur angelehnt.

Dorit Schankin, DS Colors
Quelle: Malerblatt 09/2011

 

 

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