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Marmorimitation


Die Imitation von Marmor ist eine der komplexesten Aufgaben im Bereich der Oberflächengestaltung.

In der fünften Folge der Wandmalerei-Serie stellt Friederike Schulz die Imitation von Portor-Marmor vor. Portor (der in der kompletten Bezeichnung „Portor di Portovenere“ oder „Nero Portoro“ heißt) wird hauptsächlich in Ligurien abgebaut und auch als das schwarze Gold bezeichnet, da seine eisenhaltigen Adern im schwarzen Kalkstein fast golden wirken. Sein Aussehen gab diesem Naturstein seinen Namen: Dieser setzt sich zusammen aus „Nero“ für seine schwarze Farbe, „Porto“ stammt von der den Steinbrüchen nahe gelegenen Ortschaft Porto Venere und „Oro“ steht für die goldfarbenen Adern. Der Portor gehört zu den geaderten Marmorsorten – wirkt optisch aber wie ein Brèchemarmor. Er ist relativ leicht zu imitieren, da seine Struktur aus der Machart heraus entwickelt wird.

Für das Herstellen dieser Marmorimitation benötigt man als Basis einen schwarz gestrichenen Untergrund – am besten eignet sich ein matter Acryllack. Für die Ausführung benötigt man drei Pinsel: einen Rindshaarschlepper, einen Plattpinsel oder kleinen Modler und einen Dachshaarvertreiber. Auf einer Palette sollte man folgende Acrylfarben bereit halten: Weiß, Gelb, Umbra gebrannt, Siena Gebrannt, Siena Natur. Darüber hinaus benötigt man für das Finish: Weiß und Schwarz sowie etwas Binder und Wasser für die Lasurwirkung.

Und so wird's gemacht

Im ersten Schritt wird die Aderung mit dem Rindshaarschlepper gezeichnet. Der Pinsel wird immer direkt von der Palette aus "betankt" - dabei wird der Pinsel in der Farbe gedreht, wodurch die Farbe unterschiedlich auf dem Pinsel stehen bleibt, sodass beim Einziehen der Adern eine Mehrfarbigkeit entsteht. Um die charakteristische Aderung herzustellen wird der Pinsel auf der Oberfläche gedreht - dadurch entsteht ein vielseitig schattierter Goldton. Die dicken Adern werden mit feinen Linien untereinander verbunden. Das Ergebnis nach dem ersten Arbeitsschritt ist eine von Ketten durchwobene Fläche, welche durch feine Linien verbunden sind. Im zweiten Schritt wird mit einem Plattpinsel ein Großteil der schwarzen Felder im dritten Arbeitsschritt "weichgemacht". Hier sollte man unbedingt Feld für Feld bearbeiten, da die Lasur schnell anzieht. Final werden mit dem Rindshaarschlepper feine Adern mit Weiß quer zur Maserung eingemalt. Es empfiehlt sich, nur mit der Pinselspitze zu arbeiten.

Die Folgen 1 bis 4 der Serie finden Sie auf www.malerblatt.de



Autorin | Fotos: Friederike Schulz
 

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