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Blattmetall (1): Schlagmetall

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Blattmetall (1): Schlagmetall
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In der ersten Folge der Malerblattserie geht es um die Grundlagen beim Umgang mit Schlagmetallen.

Die folgenden Serienteile zeigen die Farbenvielfalt, die durch Oxidationsvorgänge der Schlagmetalloberflächen erreicht werden kann.

Das Veredeln von Oberflächen mit Blattmetallen, um Gegenständen das Aussehen von massivem Metall zu geben, ist eine der edelsten und aufwendigsten Techniken im Malerhandwerk. Die traditionelle Arbeitsweise wird an Mobiliar, Baudenkmälern sowie an sakralen Gegenständen angewandt. Viele Maler erlernen das Vergolden beziehungsweise das Belegen von Flächen mit Blattmetall – auch Schlagmetall genannt – in ihrer Ausbildung und auf der Meisterschule. Danach gerät das Wissen oft in Vergessenheit und findet nur noch selten praktische Anwendung. Die mit diesem Beitrag beginnende Serie zeigt moderne und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, welche mit den Schlagmetallen Kupfer, Messing und Silber umgesetzt werden können.


Anwendungsgebiete

Die aktuellen Einrichtungswünsche von Kunden verlangen immer häufiger nach edlen Unikaten an der Oberfläche. Echtmetalloberflächen bieten eine gute Möglichkeit, einzigartige Gestaltungen für verschiedene Objekte anzubieten. Blattmetalle mit ihrer natürlich metallischen Anmutung können fast jede Oberfläche in ein metallisches Gewand hüllen. Sie können auf organischen Untergründen wie Holz, MDF-Platten und Leinwänden oder auf anorganische Untergründen wie Glas, Stein, Putz, Kunststoff oder Metalle appliziert werden.


Untergrundvorbereitung

Alle Untergründe, die durch eine Blattmetallisierung veredelt und gestaltet werden, sollten folgende Eigenschaften aufweisen: Sie müssen tragfähig und trocken sein, bereits vorhandene Beschichtungen sollten auf ihre Tragfähigkeit überprüft werden. Es dürfen keine Verschmutzungen und Trennmittel auf der Oberfläche vorhanden sein, ansonsten muss diese vor Arbeitsbeginn gründlich gereinigt werden. Der optimale Untergrund ist nicht oder nur leicht saugend, gegebenenfalls wird er mit einer geeigneten Grundierung vorbehandelt. Risse und Beschädigungen müssen mit einem geeigneten Material geschlossen und egalisiert werden. Außerdem sollte der Untergrund ph-neutral sein. Stark alkalische Untergründe können zu ungewollten Verfärbungen des Blattmetalls führen.


Klebemittel

Als Klebemittel für die Blattmetallisierung eignen sich besonders Produkte auf Acrylatbasis. Diese sind einfach und rationell zu verarbeiten und bieten eine hohe Flexibilität im weiteren Arbeitsprozess. Die Klebemittel tragen meist die Bezeichnung Anlegemilch oder Schnellmixtion. Diese Produkte sind wasserverdünnbar, geruchsneutral und farblos im getrockneten Zustand.

Die Offenzeit, also die Zeit, in der die Fläche mit Blattmetall belegt werden kann, beträgt zwischen 15 Minuten und 24 Stunden. Nach dem Auftragen der Flüssigkeit im Spritz-, Streich- oder Rollverfahren muss die Fläche matt abtrocknen, bevor weitere Arbeitsschritte folgen können.


Schlussbeschichtung

Eine Schlussbeschichtung der gestalteten Oberflächen ist unerlässlich für den Schutz der Oberfläche und um eine ungewollte Oxidation durch Umwelteinflüsse zu verhindern. Je nach Technik variiert dieser letzte Schritt. Er wird in den einzelnen Folgen dieser Serie – passend zur Technik – beschrieben.



Anlegemilch je nach Untergrundbeschaffenheit im Streich-,

Spritz- oder Rollverfahren dünn auftragen.



Blattmetall lässt sich mit Hilfe eines Einkehrpinsels oder

Plattpinsels aus dem Heft auf ein Stück Karton ziehen.



Das Blattmetall über der Fläche ausrichten und vorsichtig

vom Karton gleiten lassen.



Das Blattmetall wird jetzt mit einem Einkehrpinsel leicht

angedrückt.




Fläche vollständig mit dem Schlagmetall belegen und mit

dem Pinsel andrücken.



Nach der vollständigen Trocknung des Klebemittels können

Überstände mit einem Pinsel abgekehrt werden.




praxisplus


Metall in seinen Farben, Formen und Strukturen zog Ferdinand Weipert schon von klein auf in den Bann. Deshalb absolvierte er zuerst eine Ausbildung zum Industriemechaniker, danach beschloss er eine zweite Lehre zum Maler und Lackierer zu absolvieren. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit für die Weiterbildung zum Malermeister und staatlich geprüften Gestalter an der Schule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart befasste er sich intensiv mit Blattmetallen und erzielte durch verschiedene Oxidationsvorgänge neue, zeitgemäße Oberflächen.


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Ferdinand Weipert

Malerblatt 12/2017

 

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