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Kalkputztechnik

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Kalkputztechnik
Einfache Verarbeitung
Polierter Stein
Farbenvielfalt
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Durch eine angemessene Strukturierung kann der natürliche, steinartige Charakter einer Kalkputzfläche noch verstärkt werden.

Je nach Verarbeitung lassen sich verschiedene Optiken erzielen – vom gebrochenen über den polierten bis hin zum gealterten oder gehauenen Stein. Die Menschentrauben, die den Dinova-Messestand auf der Farbe – Ausbau & Fassade in Köln säumten, machten es einem schwer, einen Blick auf das zu werfen, was ein Anwendungstechniker da voller Hingabe an die Wand zauberte. Wenn man dann nach einigem Gedrängel und Zehenspitzenstehen endlich einen Blick auf die Musterfläche werfen konnte, war klar, dass sich der „Kampf" gelohnt hatte. Eine äußerst natürlich und zugleich edel anmutende Fläche, die wie gebrochener Stein wirkte, war in wenigen Arbeitsschritten aus einem schlichten Kalkputz entstanden. Istinto nennt Dinova den Kalkputz mit Marmorzuschlägen in unterschiedlicher Körnung.

Doch der italienische Name, der ins Deutsche übersetzt soviel wie Instinkt oder Gefühl bedeutet, bezieht sich wohl weniger auf das Material selbst. Viel mehr dürfte der Name ein Hinweis darauf sein, welche Möglichkeiten der Kalkputz bietet, um ganz instinktiv effektvolle Oberflächen zu gestalten, die beim Betrachter bestimmte Gefühle auslösen. Etwa das Gefühl von Authentizität, von Natürlichkeit oder von Eleganz. Aus dem Kalkputz lassen sich Oberflächen erstellen, die mal an gebrochenen, mal an polierten, dann wieder an gealterten oder gar bearbeiteten Stein erinnern. In Köln begeisterte Dinova das Fachpublikum vor allem mit der Variante des gebrochenen Steins.

Schlicht und natürlich wie echter Stein wirkt der Kalkputz mit dezentem Glanz.


 

Einfache Verarbeitung

Der Kalkputz wird hierfür in nur einem einzigen Spachtelgang auf eine quarzgefüllte Grundbeschichtung aufgetragen. „Dann wird das Ganze mit einem Stück Kunstrasen strukturert," erklärt Meffert-Marketingdirektor Guido Borowski schmunzelnd, als er das spezielle Stupfwerkzeug präsentiert. Und tatsächlich, die Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen. Mit diesem „Kunstrasen" werden dann an Adern erinnernde Linien aufgetupft, mal breiter mit der gesamten Werkzeugfläche, dann wieder sehr schmal, indem nur die Werkzeugkante zum Einsatz kommt. Im halbtrockenen Zustand wird die Fläche schließlich mit der Glättkelle verpresst. Dadurch werden die mit dem Stupfwerkzeug verursachten Vertiefungen teilweise wieder zugezogen. Das Ergebnis ist eine Struktur die tatsächlich an Einschlüsse in Gesteinen erinnert.

Dietmar Löhrer, Leiter Technischer Service bei Dinova, ist von der Wandgestaltung noch immer genauso fasziniert wie die Messebesucher: „Beeindruckend, wie einfach sich eine so schöne Oberfläche herstellen lässt." Um die Anmutung von gealtertem Stein zu erzielen, wird der aufgezogene Kalkputz mit einer feinen Zahnkelle richtungslos strukturert. Im halbtrockenen Zustand wird die Fläche ebenfalls mit der Glättkelle verpresst. Alternativ kann auch eine zweite dünne Materialschicht aufgezogen werden. Bei letzterer Variante ist die Oberfläche glatt und die Spuren der Zahnkelle zeichnen sich nur in Farbunterschieden ab, während sie bei erster Variante auch noch zu ertasten sind.

Kalkputztechnik
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KalkputztechnikSchritt 1: Als Haftvermittler wird eine quarzgefüllte Grundbeschichtung mit der kurzflorigen Rolle aufgebracht.
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Polierter Stein

Der polierte Stein erinnert an eine Kalkpresstechnik. Allerdings wirkt die Fläche durch die verschieden großen Marmorkörner nicht ganz homogen und dadurch sehr natürlich. Ein weiterer Unterschied zu herkömmlichen Kalkpresstechniken liegt außerdem in der Verarbeitung: Nur eine Spachtelschicht genügt, um den Effekt des polierten Steins zu erzielen. Nach dem Aufziehen wird die Kalkputzschicht lediglich verpresst und nach dem Trocknen gewachst und auf Glanz poliert.

Wer den Eindruck eines bearbeiteten, etwa eines gehauenen Steins erzeugen möchte, kann die Fläche zunächst in ein Raster einteilen. Klebebänder werden für die „Fugen" eingesetzt. Nun wird der Putz in jedem Rasterstück einzeln aufgezogen und z.B. mit der Zahnkelle strukturert. So entstehen nach Abziehen der Klebebänder einzelne Steinquader, die sich in ihrer Oberflächenstrukturjeweils unterscheiden, was den Charakter von echtem Stein unterstreicht.

Glatt poliert erinnert der Kalkputz an eine Kalkpresstechnik. Die verschieden großen Marmorkörner lassen die Fläche dabei nicht ganz homogen und dadurch sehr natürlich erscheinen.


 

Farbenvielfalt

Der pastöse Kalkputz kann mit den Tönkonzentraten des Spatula Stuhhi-Programms von Dinova in 140 Farbtönen ausgemischt werden. In modischem Violett oder Türkis dürften die Kalkputztechniken dann zwar weniger als Steinimitation dienen, dafür aber eine extravagante Wandgestaltung bieten. Nach der Trocknung können die Flächen abschließend, je nach Wunsch, entweder mit Wachs oder aber einer Effektfarbe, z.B. mit edlem Metallicglanz, beschichtet werden. Schlichte Natürlichkeit trifft Glanz und Glamour – und damit vermutlich genau den Zeitgeist!



Eine Metallicbeschichtung lässt den Kalkputz noch extravaganter erscheinen. Fotos: Dinova

Susanne Sachsenmaier-Wahl
Quelle: 05/2013
 

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