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Malerei: Nero Marquina

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Malerei: Nero Marquina
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Marmor- und Gesteinsimitationen gewinnen angesichts des Trends zum Luxus wieder an Bedeutung.

Eigentlich handelt es sich beim Nero Marquina nicht um einen Marmor, sondern um einen tiefschwarzen Kalkstein, der weiße Calcitadernaufweist. Wie der Name schon vermuten lässt, stammt der Nero Marquina aus Spanien.
Um das charakteristische, tiefe Schwarz des Nero Marquina eindrucksvoll zur Geltung zu bringen, tupft man mit einem Naturschwamm zunächst dunkelrote, verdünnte Spachtelmasse auf den vorbereiteten Untergrund auf. Weshalb denn rot, wo wir doch schwarz wollen, wird sich jetzt manch einer fragen. Das Rot „feuert“ das nachfolgende Schwarz an, intensiviert es und lässt es tiefgründiger erscheinen. Aufgetupft wird die rote Spachtelmasse deshalb, weil sich so später in der schwarzen Spachtelschicht die Schwammabdrücke als steinartige Strukturen abbilden. Dann endlich wird schwarz, was schwarz werden soll: der rote Untergrund wird nicht nur einmal, sondern sogar zweimal mit schwarzer Spachtelmasse überzogen, damit keine roten Stellen sichtbar bleiben.

Karton als Schablone

Nun müssen die großen weißen Adernaufgemalt werden. Wer jetzt schon den Pinsel gezückt hat, war etwas zu voreilig: für die groben Adernbenötigt man nämlich lediglich ein Stück Karton mit gerissener Kante. Mithilfe dieser gerissenen Kante stempelt man nun weiße Spachtelmasse auf die schwarze Oberfläche und zwar so, dass sich die Adernimmer wieder kreuzen bzw. überschneiden. Wichtig ist, dass die Adernnicht gleichmäßig wirken. Denn auch beim Originalstein sind die Adernmal stärker, mal weniger stark ausgeprägt und keineswegs gleichmäßig verteilt.
Sobald die Aderntrocken sind, wird die gesamte Fläche noch einmal schwarz überspachtelt. Dann wird es Zeit für einen Zwischenschliff, denn der gemalte Stein soll später ja glatt und glänzend aussehen. Außerdem verlangt der nächste Arbeitsschritt einen Untergrund ohne Kanten und Riefen.

Endlich darf gemalt werden

Mit dem Spitzpinsel werden die zuvor aufgestempelten Adernnachgezogen. Dadurch wirken sie markanter. Zusätzlich können mit dem Spitzpinsel weitere, feinste Aderngezogen werden. Aber bitte nicht dem „Aderahn“ verfallen, sondern immer einen Merksatz im Hinterkopf behalten: weniger ist manchmal mehr.
Sobald man mit seinem Ergebnis zufrieden ist, muss noch einmal das Schleifpapier ran. Da möglichst wenig abgetragen, statt dessen die Oberfläche aber so glatt wie möglich werden soll, wählt man hier zunächst eine Körnung von 600 und arbeitet mit 1200er-Schleifpapier nach. Abschließend wird die entstaubte Fläche mit einem Spachtelwachs überzogen und auf beliebigen Glanz poliert.
Besonders gut zur Geltung kommt der Nero Marquina, wenn er mit weißem Carrara-Marmor kombiniert wird. Wie dieser gemalt werden kann, stellten wir in der ersten Folge dieser Serie vor (Malerblatt 7/2011, Seite 56/57).

Susanne Sachsenmaier-Wahl
Quelle: Malerblatt 09/2011


 

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