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Malerei: Carrara Marmor

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Malerei: Carrara Marmor
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Marmor- und Gesteinsimitationen gewinnen angesichts des Trends zum Luxus wieder an Bedeutung.

Wenn von Marmor gesprochen wird, haben viele Menschen sofort ein Bild vor Augen: ein weißes, glänzendes Gestein, das von feinen grau-beigen Adern durchzogen ist. Der Carrara-Marmor ist der wohl bekannteste Marmor und darf daher bei der Imitation auf keinen Fall fehlen. Im Vergleich zu den anderen drei Gesteinen, die in der vierteiligen Malerblatt-Serie noch vorgestellt werden – dem Nero Marquina, dem Rosso Carpazi und dem Verde Alpi – lässt sich der Carrara-Marmor relativ einfach imitieren und ist daher für den Einstieg in die Marmormalerei gut geeignet.

Um die erforderliche Tiefenwirkung und den typischen Glanz von Marmor zu erzielen, empfiehlt es sich, anstelle von Farbe eine polierfähige Spachtelmasse, wie sie etwa für Glättetechniken eingesetzt wird, zu verwenden. Diese lässt sich mit Wasser beliebig verdünnen und kann so auch problemlos mit dem Pinsel einem Schwamm oder einem Folienstück lasierend aufgebracht werden.

Erst tupfen, dann malen

Als Untergrund für den Carrara-Marmor dient eine glatte, weiß gespachtelte Fläche, die geschliffen und entstaubt wurde. Die weiße Spachtelmasse wird mit Ocker und Schwarz abgetönt, das Gemisch mithilfe von Wasser lasierend eingestellt. Die so entstandene Lasur wischt man mit einem Naturschwamm leicht wellenartig auf den Untergrund auf. Durch die Poren des Schwamms entstehen so viele feine Linien. Einzelne Partien werden zusätzlich mit dem Schwamm leicht abgetupft.

Nun folgt die Kür. Mit einem Spitzpinselwerden zunächst in einem helleren Farbton breite Adern aufgemalt. Damit die Adern immer wieder verschieden breit und leicht krakelig wirken, dreht man den Pinselwährend des Malens immer wieder leicht hin und her. Zugegeben, das verlangt ein bisschen Übung, aber wenn man den Dreh erst mal raus hat, wird man von einem beeindruckenden Ergebnis belohnt. Entlang der breiten Adern malt man anschließend mit dem Spitzpinselsehr feine dünne Linien in einem dunkleren Farbton. Diese feinen Adern dürfen sich ab und an auch mal berühren, auch kleine „Gesteinseinschlüsse“, also komplett umrandete Stellen sind erlaubt oder sporadisch sogar erwünscht. Aber Vorsicht: Weniger ist hier meistens mehr! Wer dem „Ader-Wahn“ verfällt, läuft Gefahr, statt eines realistisch wirkenden Gesteins einen künstlich aussehenden Stereotypen zu produzieren.

Um die Adern weniger hart erscheinen zu lassen und um die Oberfläche noch einmal abzuglätten, spachtelt man die gesamte Fläche abschließend noch einmal mit verdünnter weißer Spachtelmasse ab. Diese Schicht darf freilich nur lasierend aufgebracht werden, denn sonst bleibt von der Malerei nicht viel übrig. Mit sehr feinem Schleifpapier wird die Spachtelschicht noch einmal geglättet, dann folgt das Wachsen der Marmormalerei. Zu guter Letzt kann das Wachs, entweder mit der Spachtel oder einem weichen Tuch, auf beliebigen Glanz poliert werden.

Auch wenn der erste Versuch vielleicht noch nicht so recht an Marmor erinnern will, so sollte man die Flinte trotzdem nicht gleich ins Korn werfen. Denn wie bei allen kreativen Maltechniken gilt auch für das Marmorieren: Übung macht den Meister!

 

Susanne Sachsenmaier-Wahl
Fotos:Susanne Sachsenmaier-Wahl


 

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