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Klosterkirche Odilienberg

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Klosterkirche auf dem Odilienberg

Auf dem 763 m hohen Bergrücken befindet sich eines der bekanntesten Ausflugziele im Elsaß: der Wallfahrtsort Mont Sainte-Odile.

Der als heiliger Berg des Elsaß bezeichnete Odilienberg liegt am Ostrand der Vogesen in der Nähe von Straßburg. Die heilige Odilia, eine Tochter des merowingischen Grafen Eticho und Schutzpatronin des Elsaß, gründete das Kloster um das Jahr 700. Ihr Grab liegte heute noch in der Odilienkapelle. Die Blütezeit des Klosters war im 12. Jahrhundert. In dieser Zeit verfaßte auch die Äbtissin Herrad von Landsberg die Enzyklopädie Hortus Delicarum, in der das Wissen des Mittelalters zusammengefaßt wurde. Im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte verwaiste das Kloster zunehmend. Nach der französischen Revolution wurde es 1853 vom Bischof von Straßburg zurückgekauft und die Wallfahrt wieder belebt. Heute lebt dort ein Konvent der Schwestern vom Heiligen Kreuz.
Die jüngst renovierte Klosterkirche, deren Grundmauern sich auf das 12. Jahrhundert zurückführen lassen, wurde im Laufe aufgrund kriegsbedingter Zerstörungen mehrfach baulich umgestaltet. So findet sich auf einem Schlußstein des Kreuzgewölbes die Jahreszahl 1692. Im Vorfeld der Renovierung forderte der in Schiltigheim bei Straßburg ansässige Farbengroßhändler Couleurs d’Alsace für seinen Kunden Peinture Schwartz aus Straßburg die technische Unterstützung des Caparol-Außendienstmitarbeiters Reinhard Moosler aus Rastatt an.
Die Untergrundprüfung ergab, daß ein alter mineralischer Altanstrich vorhanden war. Dieser war zwar weitgehend noch tragfähig, dennoch bestanden Bedenken im Hinblick auf die Überarbeitung mit einer zunächst favorisierten Silikatfarbe. Man befürchtete, daß dabei zuviel Spannungen an der Oberfläche entstehen könnten, wodurch letztendlich die gesamte Farbschicht auf dem weichen Kalkputz abplatzen könnte. Daher entschieden sich die Fachleute für einen spannungsarmen Renovierungsanstrich aus Histolith Emulsionsfarbe. Es handelt sich um eine reversible Innenfarbe mit Kasein-Tempera-Charakter, die sich bereits vielfach in Deutschland bei Kirchenrenovierungen bewährt hat. Zunächst wurde der Untergrund abgewaschen und kleinere Putzausbesserungen vorgenommen. Anschließend wurden ein Grund- und ein Schlußanstrich mit Histolith Emulsionsfarbe in gebrochenem Weiß aufgebracht und die Gurtbögen in ockerfarbenem Farbton abgesetzt. Für die Renovierung standen einschließlich Gerüstbau nur wenige Wochen im Januar und Februar 2010 zur Verfügung. Trotz des Termindrucks konnte fristgerecht ein überaus überzeugendes Ergebnis abgeliefert werden, wovon sich jetzt die zahlreichen Besucher des Wallfahrtortes überzeugen können.

Quelle: Caparol


 

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