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Trittschalldämmung erklärt

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Wie funktioniert Trittschalldämmung?

Schall kann über Luft oder Körper übertragen werden. Teil 11 : Der schwimmende Estrich im Altbau.

Die Weiterleitung von Schallwellen durch die Luft auf ein Bauteil nennt man Luftschall. Wohnungsdecken übertragen aber vor allem Körperschall. Durch Springen, Laufen und Gehen werden Stöße auf die Decke ausgeübt, die direkt durch das Bauteil auf den Nachbarraum weitergeleitet werden. In beiden Fällen gilt: je schwerer eine Decke ist, desto träger reagiert sie und desto geringer ist die Schallübertragung. Schalldämmung hat also viel mit Masse zu tun. Wie aber erreicht man gute Schalldämmwerte bei Decken, denen das nötige Gewicht fehlt? Mit einem schwimmenden Estrich. Um die Funktion des schwimmenden Estrichs nachzuvollziehen, stellt man sich am besten die Federung eines Autos vor. Die Feder reagiert weich gegen plötzliche Unebenheiten auf der Straße. Das Gewicht des Autos verhindert das Mitschaukeln und die Stoßdämpfer das Zurückschlagen des Rades. Das Rad unserer Deckenkonstruktion ist der Estrich. Die Feder entspricht einer weichen Schicht, die auch als Trittschalldämmschicht bezeichnet wird und auf der der Estrich aufliegt. Die Straße ist unsere Rohdecke, die aber im Vergleich sehr leicht ist. Für die Feder gilt, je weicher sie ist, desto weniger Schallenergie wird zwischen Rohdecke und Estrich übertragen. Allerdings: Zu weiche Trittschalldämmschichten lassen den Estrich mitschwingen. Deswegen ist auf ein ausgewogenes Verhältnis von Flexibilität und Tragfähigkeit zu achten. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Struktur der Zwischenlage. Betrachten wir noch einmal die Autofeder. Sie schnellt zurück, sobald die Spannung nachlässt. Der Stoßdämpfer verzögert das Zurückschnellen des Federbeines. Trittschalldämmplatten im Bauwesen müssen dem gleichen Prinzip folgen. Sie sollen nicht nur federnd, sondern auch dämpfend wirken. Da in Altbauten meist die Tragfähigkeit der vorhandenen Decken weit unter den heute geforderten Werten liegt, bieten sich oft Trockenestrichsysteme aus Holzwerkstoffplatten an. Um das Gewicht der Rohdecke zu erhöhen eignen sich schwere Schüttungen. Sie werden direkt auf die Rohdecke aufgebracht. Damit sie unter dem Estrich nicht wandern, werden sie entweder in Pappwaben oder Holzraster geschüttet oder mit Latexmilch gebunden. Durch ihr moderates Gewicht (45–90 kg/qm) eignen sich Schüttungen auch in den Altbauten.

Heinrich Rohlfs, Leiter Produkte und Systeme, Fermacell
Quelle: Malerblatt 01/2010


 

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