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Einfärben von Parkettböden

Dunkle Holzböden liegen im Trend. Mit Farbbeizen lassen sich Holzböden farblich verändern.

Dunkle Holzsorten im Trend

Viele Bauherren wünschen sich im Zuge einer Renovierung eine Farbveränderung ihres Parkettbodens. Denn das einst so moderne und großflächig verlegte Buchenparkett nimmt heute in der Gunst der Bauherren nicht mehr den allerersten Platz ein. Derzeit liegen dunklere oder exotische Holzsorten im Trend. Daneben sind gekalkte oder graue Hölzer äußerst beliebt. Wenn der Holzboden ohnehin abgeschliffen werden muss, um ihn neu zu versiegeln, dann kann über das Färben des Holzes nachgedacht werden. Doch nicht nur im Renovierungsfall wird auf das Färben von Parkett zurückgegriffen. Neu verlegtes Parkett kann etwa dann eingefärbt werden, wenn eine heimische Holzsorte aus Kostengründen auf ein teures Tropenholz getrimmt werden soll. Gefärbt werden können neben Holzböden, also Massivholzdielen, Landhausdielen, Parkett- und Schiffsböden, auch OSB- und Korkböden sowie Holztreppen.

 

Vorbereitung

Die gründliche Vorbereitung des Bodens ist das A und O für ein gelungenes Ergebnis. Alte Lackschichten müssen vollständig entfernt werden. Besonderes Augenmerk sollte beim Schleifen auf den Übergang zwischen Rand und Fläche gelegt werden, da es sonst später zu Farbtonunterschieden kommen kann. Begonnen wird mit einem groben Schleifpapier, der Endschliff sollte mit einer feinen Körnung (P120 -150) erfolgen. Schleifspuren bzw. Schleiffehler, die bei einer Versiegelung nicht sichtbar wären, werden durch das Einfärben deutlich hervorgehoben und sollten deshalb unbedingt vermieden werden. Kleine Risse, größere Fugen oder Löcher im Holz sollten mit einer Holzpaste gefüllt werden. Sind derartige Vertiefungen nicht sorgfältig verkittet, treten sie nach dem Einfärben ebenfalls deutlich hervor. Sorgfältiges Entstauben der Fläche vor der Beschichtung durch Fegen, oder besser Saugen, sollte selbstverständlich sein.

Der Farbton, der sich durch das Einfärben ergibt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben der Holzbeschaffenheit ist beispielsweise auch der Holzschliff ausschlaggebend. Deshalb sollte immer eine Probefläche angelegt werden, die aber nicht „beschönigt" werden darf, sondern den realen Baustellenbedingungen entsprechen muss.

 

Öl-Beizen

Durch ihre speziellen Öl-Kombinationen sind Öl-Beizen relativ sicher zu verarbeiten. Sie gewährleisten eine lange offene Zeit und tendieren weniger zu Überlappungen oder Ansätzen. Für eine transparentfarbige Behandlung wird die Öl-Beize mit einer Fußbodenstreichbürste, einer Mikrofaserrolle oder einem Spachtel sehr dünn aufgetragen und mit einem weißen Schleifpad gleichmäßig einmassiert. Wird eine intensivere Farbgebung gewünscht, so wird die Öl-Beize in Richtung der Holzmaserung mit einer Fußbodenstreichbürste oder einer Mikrofaserrolle aufgebracht und gründlich ausgestrichen. Sollten sich Pinselspuren abzeichnen, so können diese mit einer unbenutzten Mikrofaserrolle verschlichtet werden. Reicht die Farbintensität immer noch nicht aus, kann ein weiterer Auftrag vorgenommen werden.

 

Schutz

Abschließend wird die gefärbte Oberfläche durch eine farblose Behandlung geschützt. Hier empfiehlt es sich, die Materialempfehlungen der Hersteller zu befolgen um eventuelle Unverträglichkeiten der Produkte zu vermeiden.

Susanne Sachsenmaier-Wahl
Foto: Osmo
Malerblatt 04/2014
 

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