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Lastenräder entlasten Städte

Mit Kaufprämien für Lastenräder wollen einige Städte den innerstädtischen Lieferverkehr umweltfreundlicher gestalten.

Zusammen mit dem Leasing werden so auch hochwertige E-Cargo-Bikes erschwinglich. Auf kurzen oder mittleren Strecken sind Lastenräder in der Stadt ein echte Alternative zum Auto oder zumindest ein Zweitwagenersatz, denn die Varianten sind ebenso vielfältig wie die Nutzung; die kann sowohl gewerblich, zum Beispiel bei Paketlieferungen, als auch privat sein: mit Kindern an Bord oder zum Transport von schweren Einkäufen.

Neben vielen zweirädrigen Modellen sind auch Dreiräder weit verbreitet. Manche Lastenräder ermöglichen eine Zuladung von mehr als 300 Kilogramm – und zwar ohne Sorgen um Parkplatzsuche, Spritpreise oder Staus. Und dank elektrischer Unterstützung lässt sich auch ein beladenes Lastenrad leicht anfahren.

Allerdings hat der Komfort auch seinen Preis – für ein einfaches Lastenrad muss man mit 1000 Euro rechnen, ein hochwertiges Lastenrad mit E-Antrieb kann bis zu 5000 Euro kosten. Aus Budget-Gründen muss aber kaum jemand auf ein gutes Lastenrad verzichten – denn das Leasing bietet bei der Kaufentscheidung eine kostengünstige Alternative, ohne sich gleich zu verschulden.

Noch günstiger wird es, wenn das Lastenrad zusätzlich mit Steuergeldern subventioniert wird, so wie bei der bundesweiten Kaufprämie für ein E-Auto, damit die Luft sauberer und das klimaschädliche Kohlendioxid weniger wird. Doch was nützt es dem innerstädtischen Verkehr, wenn ein abgasfreies E-Auto einen Dieselstinker oder Benziner ersetzt. Der Platz ist begrenzt und manchen Städten droht trotzdem der Infarkt – auch durch den zunehmenden Lieferverkehr. Dabei könnten fast die Hälfte aller Waren in den Städten auch mit Lastenrädern transportiert werden.

Die Landesregierung in der feinstaubgeplagten Stadt Stuttgart fördert bei der Elektromobilität deshalb nicht nur E-Autos, sondern bezuschusst in ganz Baden-Württemberg seit November 2017 mit maximal 4000 Euro Prämie den Kauf oder das Leasen eines gewerblich genutzten E-Lastenrades. Unternehmen und Vereine mit Sitz in Baden-Württemberg können so die Hälfte der Anschaffungskosten vom Verkehrsministerium erstattet bekommen. Ein ähnliches Programm gibt es in München, wo allerdings nur 25 Prozent des Kaufpreises übernommen werden. Die Prämie ist zwar bei 2000 Euro gedeckelt, wendet sich aber auch an Privatpersonen. München mag wohl Vorbild für Heidelberg gewesen sein, denn die Stadt setzt als Ergänzung zur baden-württembergischen Landesprämie auf eine eigene Kaufprämie für privat genutzte Lastenräder mit und ohne E-Antrieb.


 

Quelle: mein-dienstrad.de


 

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