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Home Bautenschutz Grundlagen Ferngesteuerte Multicopter

Ferngesteuerte Multicopter

Ferngelenkte und sensorisch aufgerüstete Multicopter können das Aufspüren von Bauschäden vereinfachen.

Inspektion im Flug

Der Markt ferngesteuerter Multicopter – umgangssprachlich Drohne genannt – boomt. Und das nicht nur im Hobby-, sondern auch im professionellen Bereich. Multicopter mit vier und mehr elektrischen Motoren fliegen im Gegensatz zu konventionellen Helikoptern sehr stabil und manövrieren dennoch extrem flink. Und: Sie können Nutzlasten transportieren. Vor allem sind das Kameras, aber auch Sensoren. Multicopter werden so nicht nur bei Sportereignissen für spektakuläre Bildperspektiven genutzt, auch für die Baudokumentation bieten sich die Fluggeräte geradezu an. Während das Abfilmen eines Gebäudes eine relativ einfache Übung ist, stellt die systematische Zustandserfassung weitaus höhere Anforderungen an den Piloten, das Gerät, die Sensoren und die Nachbearbeitung.

Seit 2010 etwa befasst sich Christian Eschmann vom Fraunhofer-Institut IZFP in Saarbrücken mit diesem Thema. Die Idee ist so naheliegend wie faszinierend: Die mit Kamera, Laserscanner oder Wärmedetektoren ausgestatteten Fluggeräte fliegen nach einem vorher festgelegten Plan die Hülle eines Gebäudes ab und erstellten zahlreiche Fotos, die anschließend von einer Software über das 3-D-Modell des Hauses gemapt werden. Damit kann dann am Rechner in jedes Detail einer Fassade eingezoomt werden. Das Ergebnis ist eine profunde Grundlage für Schadensgutachten oder Zustandsdokumentationen. „Für eine 20 mal 80 Meter große Fassade benötigt unser Hexacopter nur drei bis vier Stunden", sagt Christian Eschmann. Und ersetzt so Gerüst, Hebebühne, Industriekletterer oder Helikopter – allesamt recht kostspielige Angelegenheiten.

 


Gebäudeteil auf aufgemaptem Foto mit der Möglichkeit, jedes Detail zu erzoomen.

 

Der Markt für entsprechende Dienstleistungen ist enorm

Soweit die Theorie, die Praxis sieht (noch) nicht so einfach aus, auch wenn Ingenieurbüros oder Copter-Hersteller dies anders darstellen. Erstens ist da die rechtliche Lage: Gewerbliche Flüge müssen in Deutschland jeweils genehmigt werden, das Fluggerät darf maximal fünf Kilogramm wiegen, was der Sensorenausstattung enge Grenzen setzt. Die Navigation per GPS bietet direkt an Gebäuden keine ausreichende Genauigkeit, was nicht nur die Sicherheit verringert, sondern auch die exakte Zuordnung der Fotos zu einem bestimmten Punkt unmöglich macht.

Schließlich wäre da noch die schiere Bilderflut: Bei 15 Minuten Flugzeit fallen schnell 1200 Einzelfotos an. Die muss eine Software aufbereiten, analysieren und dann auf das Gebäudemodell bringen. „Das ist momentan nicht handhabbar", sagt Eschmann. Aber er und seine Kollegen sind dabei, dies zu ändern – vermutlich 2015 soll eine passende Software fertig sein.

„Der Markt für entsprechende Dienstleistungen ist enorm – denn kaum jemand kennt wirklich den Zustand seines Gebäudes", so Christian Eschmann.


Armin Scharf
Malerblatt 09/2014

Foto: Uwe Bellhäuser
Abb: IZFP
 

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