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Historische Metallobjekte 4

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Historische Metallobjekte 4
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Folge 4: Die Schutzfunktion der Patina, die besonderen Eigenschaften von Kupfer sowie geeignete Schutzmaßnahmen.

Zu allen Zeiten hat Kupfer in der Metallgestaltung eine bedeutende Rolle gespielt. Kupfer bildet bei Raumtemperatur unter atmosphärischem Sauerstoff zuerst einmal rotes Kupfer(I)-oxid, das danach in das stabilere braun-schwarze Kupfer(II)-oxid übergeht. So ergibt sich im Innenraum die typische Kupferfarbe von rötlich hellbraun bis dunkelbraun, je nach Umgebungsbedingungen sowie Alter des Metalls.

Diese braune Patina entsteht anfangs auch an nicht verunreinigter Luft in freier Atmosphäre. Bei Bewitterung bricht sie auf und es kommt zum direkten Kontakt zwischen metallischem Kupfer und der Luftfeuchtigkeit. In der Folge entwickelt sich die bekannte grüne Kupferpatina, die im Idealfall aus basischem Kupferkarbonat, aber auch aus anderen Kupfersalzen bestehen kann.

Die Patina

In verunreinigter Stadtatmosphäre und unter dem Einfluss von saurem Regen werden die patinabildenden Vorgänge gestört und zeitlich verzögert. Aus eigenen Beobachtungen lässt sich feststellen, dass es in letzter Zeit weniger als 20 Jahre gedauert hat, bis sich die dunkle Farbe der Kupferoberfläche allmählich in eine grüne Gesamtmineralisierung umwandelt. (Das gilt allerdings nicht in totalen Regenschattenbereichen ohne Reini-gung der Metalloberfläche.)

Detailansicht einer Bronzefigur von 1866 in Dresden mit Verwitterungsmuster.

Hat sich die natürliche grüne Patina einmal gebildet, so besitzt sie nicht nur einen ästhetischen Eigenwert, sie kann – je nach Umgebungsbedingungen – auch vor weiterer Abtragskorrosion schützen. Ein bekanntes Beispiel ist die Freiheitsstatue von New York: Zwar musste nach 100 Jahren Standzeit in Küstenatmosphäre das innere Eisenskelett der Freiheitsstatue vollständig gegen ein neues – aus mit Teflon beschichtetem Edelstahl – ausgetauscht werden, die geformten Kupferschalen der Kolossalstatue dagegen, halb so dick wie eine Dollar-Münze, sind mit ihrer Patina unversehrt geblieben. Derartige Oberflächen besitzen keinen metallischen Charakter mehr.

Wenn die Mineralisation relativ homogene, mehr oder minder glänzende, glasige oder glatte grüne bzw. blaugrüne Patinen ausbildet, können diese von malerischer Vielfalt sein. So heißt es schon richtig im großen Malerhandbuch von Carl Koch: „Kupfer wird durch den Ansatz von Patina geschützt. An besseren monumentalen Bauwerken vermag die Patina einen vornehmeren Eindruck hervorrufen als ein Farbauftrag." Nach denkmalpflegerischem und restauratorischem Verständnis gehört die materialeigen aufgewachsene Schicht zum gewachsenen Bestand des Objekts und darf nicht entfernt werden. In diesem Zusammenhang wird der Begriff „Grünspan" oft falsch angewendet: Zutreffend ist diese Bezeichnung nur für Kupferacetat, welches sich an grün angelaufenen kupfernen Kochgefäßen bildet.

Zur Wiederherstellung des Eindrucks einer historischen Dacheindeckung wurde dieses Dach mit neuem Kupferblech – künstlich patiniert – gedeckt.



 

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