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Renovierung von Fachwerkfassaden

Etwa zwei Millionen Fachwerkgebäude müssen in Deutschland kontinuierlich in Stand gehalten werden.

Auch für qualifizierte Handwerksbetriebe ein dankbares Aufgabengebiet. Noch in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts galten Fachwerkhäuser als nicht mehr zeitgemäß, weil sie Bewohnern verhältnismäßig wenig Komfort boten. Als Folge davon wurden sie teilweise bis zur Entfremdung umgebaut oder sogar abgerissen. Seit 1980 entstand jedoch wieder zunehmend Interesse an der Fachwerkbauweise. Zahlreiche Fachwerkstädte haben sich zu beliebten Reisezielen entwikkelt. Heute stellt die Fachwerkbauweise unstrittig einen wichtigen Bestandteil unseres baulichen Erbes dar.

Beurteilung der Bausubstanz und Untergrundprüfung

Bei Fachwerkgebäuden sind viele Schäden auf den ersten Blick nicht sofort erkennbar und zeigen sich leider erst bei der Renovierung. So entstehen dann unangenehme Nachtragsforderungen, die bei sorgfältiger Untersuchung der Bausubstanz im Vorfeld hätten vermieden werden können. In diesem Zusammenhang wird auch auf die WTA-Merkblätter 8-7-98/D und 8-6-99/D verwiesen, die gegenwärtig überarbeitet werden. Zunächst sollte man sich einen Überblick verschaffen und auf allgemeine Schwachstellen hinweisen. Denn bautechnisch betrachtet, ist die Fachwerkbauweise nicht unproblematisch: Durch die unvermeidlichen Anschlußfugen zwischen Holzständerwerk und Ausfachung kann Feuchte eindringen und bei entsprechend hoher Schlagregenbelastung Folgeschäden verursachen. Daher wurden stark der Witterung ausgesetzte Fachwerkfassaden von alters her verkleidet, wofür man regional typische Baustoffe wie zum Beispiel Schiefer oder Holzschindeln verwendete. Bei der Renovierung möchte man jedoch das schmückende Fachwerk oftmals gerne freilegen. Davon ist aber abzuraten, wenn tatsächlich eine hohe Regenbelastung vorliegt, beispielsweise an stark beregneten Wetterseiten. Alternativ hat man in der Vergangenheit immer wieder versucht, die Anschlußfugen zwischen Holz und Gefach mit Dichtstoffen zu verschließen, was sich aber meist nicht bewährt hat und daher unterlassen werden sollte. Bei Sichtfachwerk sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, daß Regenwasser möglichst ungehindert ablaufen kann. Daher müssen die Oberflächen von vorstehenden Hölzern Gefälle nach außen aufweisen. Andernfalls sind vorstehende Holzkanten abzuschrägen oder im Einzelfall auch mit Zinkblech o. ä. abzudecken. Vorstehende Ausfachungen, die nicht immer vermeidbar sind, sollten schräg nach oben auslaufen. Problematisch sind Schwellenbalken, die nicht gegen aufsteigende Feuchte geschützt sind. Oftmals liegen die Schwellen nur wenige Zentimeter oberhalb des Geländes und sind so stark dem Einfluß von Spritzwasser ausgesetzt. Maler und Stukkateure müssen auf diese Mängel hinweisen, da der Anstrich in diesen Bereichen vorzeitig Schaden nehmen kann. Nur ausreichend festes Holz darf neu beschichtet werden. Da die Schäden oftmals durch den Altanstrich verdeckt werden, sollte die Oberfläche durch Abklopfen und durch Einstechen mit dem Messer geprüft werden. Pilzbefallene Hölzer sind an Braunverfärbung und Würfelbruch erkennbar. Vor der Beschichtung ist die Holzfeuchte mit einem Feuchtemeßgerät zu kontrollieren, wobei der Grenzwert von 15 Prozent im Mittel nicht überschritten werden darf. Die Tragfähigkeit von alten Holzbeschichtungen kann durch Kratzprobe mit dem Messer oder durch Kreuzschnitt und Klebe-bandabriß bewertet werden. Durch Abreiben mit Nitroverdünnung kann geprüft werden, ob Alkydharzlack, eine wasserverdünnbare Holzfarbe oder Acryllack vorliegt. Dabei zeigen Alkydharz- oder Öllacke kaum eine Reaktion, während wasserverdünnbare Beschichtungsstoffe erkennbar weich werden. Außerdem ist der Zustand der Gefache sorgfältig zu kontrollieren. Ausfachungen aus
Ziegeln oder Bruchsteinen müssen fest verankert sein. Stark verwitterter, hohl liegender Putz und kreidender Altanstrich sind zu entfernen.



 

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