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Home Bautenschutz Grundlagen Betonbeschichtung

Betonbeschichtung

Beton als Baustoff ist bereits seit der römischen Antike bekannt, bei vielen Malern und Stuckateuren ist er nicht sehr beliebt.

Im Idealfall wurde er hinter einem Wandaufbau mit Gipsplatte versteckt, die man spachteln und tapezieren kann. Doch was machen, wenn der Bauherr und Kunde darauf besteht, dass der Beton auch sichtbar ist? Welche Möglichkeiten hat man als Maler und Stuckateur mit einer Sichtbetonoberfläche umzugehen und hier die vorhandene Kompetenz als der Handwerker, der sich mit Oberflächen auskennt, auch zu beweisen?

Zwei Felder, in denen man aktiv sein kann, sind der Betonschutz und die Betongestaltung. Beim Betonschutz geht es darum, den Sichtbeton vor Umwelteinflüssen zu schützen und vor allem sanierte Betonbauteile ausreichend zu sichern. Im Bereich der Betongestaltung liegt der Schwerpunkt auf der optischen Verbesserung von Betonoberflächen, die aufgrund von Alterungsprozessen oder nicht korrekt ausgeführten Mischverhältnissen unerwünschte Farbnuancen oder Muster ausweisen.

Für den Schutz von Betonoberflächen wurden bereits in der Antike Wachse und Öle eingesetzt, um diese wasserabweisend zu machen und so vor eindringender Feuchtigkeit zu bewahren. Auch heute noch ist dies einer der Hauptgründe für den Betonschutz. Denn Wasser bildet die Hauptgefahr für Betonbauten – vor allem, wenn Bewehrungen nicht mit ausreichender Überdeckung eingebaut wurden. Um einen Schutz aufzubauen, können bei neuen sowie sanierten Betonbauteilen, ob Sichtbeton oder verdecktes Bauteil, heute Produkte verschiedener Hersteller eingesetzt werden. Den meisten gemeinsam sind die Inhaltsstoffe zur Erstellung einer wasserabweisenden, also hydrophobierenden Schicht. Hier werden Silane, eine Silicium-Wasserstoff-Verbindung, und Siloxane, eine Silicium-Wasserstoff-Sauerstoff-Verbindung als Wirkstoffe eingesetzt. Sie können als Lasuren oder in Form einer Creme aufgetragen werden, wobei eine längere Einarbeitungszeit wie bei Cremelösungen auch ein tieferes Eindringen in den Baustoff ermöglicht und so den Schutz erhöht. Auch der Wirkstoffgehalt in der Beschichtung ist wesentlicher Faktor für die Wirksamkeit.

Daneben können Sichtbetonflächen auch mit Beschichtungen versehen werden, die neben einem Schutz vor Umweltbelastungen wie Salz oder CO2 auch kleine Risse überdecken und in die Farbgestaltung eingreifen. Will man die Farbe, im Speziellen bei Sichtbetonfassaden im Innen- und Außenbereich, beeinflussen, kann man hierfür geeignete Beschichtungssysteme, Farben und Lasuren verwenden. Die meisten Beschichtungen und Farben für Betone verändern dabei aber durch den hohen Deckungsgrad erheblich den Charakter und das Aussehen der Oberflächen. Ist dies nicht gewünscht, bleibt die Betonlasur als mögliche Variante. Ein Beispiel hierfür ist die vieldiskutierte Neue Stadtbibliothek in Stuttgart. Hier wurde nach der Fertigstellung der Fassade festgestellt, dass die Fassadenfarbe nicht den gewünschten, hellgrauen Farbton hatte, sondern ein typisches, dunkles Betongrau. Also setzte man in einem Nachgang eine helle Betonlasur ein, um zum einen den gewünschten, helleren Farbton zu erhalten und zum anderen die Oberflächenstruktur der Sichtbetonteile nicht zu verändern. Eingesetzt werden meist Dünnschichtfarben auf Silikatbasis mit kalkechten, mineralischen Metalloxyd-Pigmenten, deren Auftrag in mehreren Arbeitsschritten mit einer Lasurbürste erfolgt. So entsteht eine matte, mineralische Oberfläche, die wirkt, als handle es sich um einen eingefärbten Beton.

Mit Beschichtungen lassen sich Betonoberflächen schützen und gestalten, ohne den Charakter der Oberfläche maßgeblich zu verändern.

 

Foto: HeidelbergCement/SteffenFuchs
Autor: Marc Nagel
Quelle: Malerblatt 08/2012
 

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