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Dämmaspekte Teil 8

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Dämmaspekte Teil 8
Kellerabgang
Trapezbleche
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Die Dämmung unbequemer Oberflächen an Kellerabgängen wird wegen des großen Aufwands oft nicht angegangen.

Als praktikable Lösung bietet sich Sprühschaum an. Unebene Oberflächen sind an mehreren Stellen im Haus zu finden. Deren Dämmung mit Matten, Platten und Einblasdämmstoffen ist entweder nicht möglich oder mit einem sehr großen Aufwand verbunden. Die einfachste und effektivste Lösung ist die Dämmung mit einem Sprühschaum. Der am besten geeignete Schaum mit sehr guten Dämmwerten ist der Polyurethan-Sprühschaum. Eine Alternative stellt die Steinwolle-Sprühdämmung dar, welche insbesondere bei sehr hohen Anforderungen an den Brandschutz Anwendung findet.

Der Kellerabgang mit seiner unebenen Oberfläche, die Kellerdecke mit vielen Rohren und Unebenheiten sowie Trapezbleche stellen Herausforderungen für die Dämmtechniker da.

Geeignete Materialien

Polyurethan-Sprühschaum eignet sich gut für einen Spezialfall: die Dämmung zweischaliger Mauerwerke. Diese lassen sich häufig auch mit ausgewählten Einblasstoffen dämmen. Der Schaum stellt aber dann die erste Wahl dar, wenn die äußere Fassade bröckelt und somit die Dämmung nicht nur isoliert, sondern auch das Mauerwerk miteinander verklebt und damit stabilisiert.

Polyurethan ist ein Zweikomponentenschaum, bestehend aus Isocyanaten und Polyolen. Diese werden erst beim Auftragen gemischt und härten sofort aus. Bezüglich der Wärmeleistung gehört der Schaum mit Wärmeleitfähigkeiten von 0,027 und 0,030 W/(m2K) zu den besten Dämmstoffen und ist damit auch in geringen Dämmstärken wirkungsvoll. In Deutschland ist er aber unbeliebt, da er als Chemieprodukt und toxisch bedenklich betitelt wird. Isocyanate sind nach den Richtlinien 67/548/EWG bzw. 2008/58/EG in mehrerer Hinsicht als gesundheitsschädlich eingestuft. Ähnliches gilt für die verwendeten Flammschutzmittel TCEP und TCPP. Der Rohstoff Isocyanat reagiert beim Aufbringen jedoch vollständig mit den Polyolen, so dass keine Gesundheitsgefährdung vorliegt. Das Flammschutzmittel ist in der Matrix eingeschlossen und kann ebenfalls nicht entweichen. Zudem findet sich Polyurethan in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens, mit denen man viel häufiger, länger und intensiver in Kontakt kommt als mit einer Kellerdeckendämmung. So gibt es Matratzen aus Polyurethan, Autoinnenausstattungen, Polstermöbel, künstliche Herzklappen usw.

Was aber bleibt, ist, dass nach der Aufbringung eine „krüsselige“ Oberfläche entsteht. Bei Anwendungsfällen wie dem Kriechkeller ist dies unerheblich, da die Dämmung für die Bewohner nicht sichtbar ist. Bei anderen Bauteilen, wie dem Kellerabgang, kann dies hingegen störend sein. Polyurethan-Sprühschaum lässt sich nicht absolut eben aufbringen.

Eine Alternative zum PUR-Schaum ist die Steinwolle-Sprühdämmung. Es handelt sich um ein Gemisch aus Steinwollegranulat, Zement und Wasser. Die Steinwolle wird ebenso wie der PUR- Sprühschaum an das Bauteil gesprüht und bleibt dort kleben.

Da das Material jedoch nicht sofort aushärtet, kann sie – anders als der Polyurethanschaum – nach dem Aufbringen geglättet werden. Dies stellt jedoch gleichzeitig auch einen Nachteil dar, weil die Trocknungszeiten entsprechend lange sind, und in dieser Zeit eine ausreichende Belüftung sichergestellt sein muss, um Feuchtigkeitsschäden zu verhindern. Die absolut unbrennbare Steinwolle-Sprühdämmung wird in Bereichen eingesetzt, bei denen hohe Anforderungen an den Brandschutz gelten, beispielsweise bei Flughäfen oder in Parkhäusern beziehungsweise in Tiefgaragen.




 

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