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Home Wärmedämm-Verbundsysteme Grundlagen Dichtstoffe überstreichen Teil 2

Dichtstoffe überstreichen Teil 2

Welche Normen und Richtlinien gelten für Außenwandfugen und Fugen im Wärmedämm-Verbundsystem?

Grundsätzlich gilt für Außenwandfugen, auch Bauteilfugen genannt, die DIN 18540. Ihr Geltungsbereich umfasst Bauteile aus Ortbeton, Betonfertigteilen mit geschlossenem Gefüge, unverputztem Mauerwerk und Naturstein. Die Ausnahme bilden Gebäudetrennfugen, Fugen zwischen Bauteilen aus Porenbeton sowie solche, die mit Erdreich in Berührung kommen. Bei der DIN 18540 handelt es sich um eine Anforderungsnorm für spritzbare Dichtstoffe, die jedoch auch die Konstruktion der Fugen festlegt. Sie sieht Bauteile von maximal 8 Metern Länge sowie je nach Bauteilbreite Fugen von mindestens 10 Millimetern bis maximal 35 Millimetern vor.

Von diesen Dimensionen hängt ab, wie tief der Dichtstoff eingebracht werden muss, damit eine dauerhaft funktionierende Versiegelung gewährleistet ist. Ist die Fuge zu schmal oder zu breit oder weicht anderweitig von der Norm ab, muss der Verarbeiter beim Auftraggeber schriftlich Bedenken hinsichtlich einer möglichen Funktionseinschränkung des Dichtstoffes anmelden.

Für die Versiegelung von Bauteilfugen dürfen nur elastische Dichtstoffe mit einer ZGV von 25 Prozent eingesetzt werden. Darüber hinaus müssen sie bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen, etwa im Hinblick auf Haft- und Dehnverhalten, Untergrundverträglichkeit und Verarbeitbarkeit. Außerdem müssen sie anstrichverträglich, entsprechend der DIN 18540 zertifiziert und fremdüberwacht sein. Diese Bedingungen erfüllt beispielsweise Sista F154. Für eine Abdichtung von Außenwandfugen werden neben dem Dichtstoff und dem vom Hersteller empfohlenen Primer ein geeignetes Hinterfüllmaterial wie z.B. eine PE-Rundschnur und ein Glättmittel benötigt.

Im Wärmedämm-Verbundsystem finden sich Fugen in Form von Anschlüssen zwischen dem WDVS und anderen Bauteilen wie Dachüberständen, Fenstern, Außentüren und Rollladenkästen. Da ihre Abdichtung in der Regel mittels komprimierter Dichtungsbänder erfolgt, existieren in diesem Fall für den Einsatz von spritzbaren Dichtstoffen keine eigenständigen technischen Richtlinien. Dennoch sollten diese einige Anforderungen erfüllen. So empfiehlt es sich, nur elastische Produkte mit einer ZGV von 25 Prozent zu verwenden, die sowohl vergilbungsfrei als auch alterungs- und witterungsbeständig sind.

Außerdem sollte eine Anstrichverträglichkeit gegeben sein, die Fuge also im Randbereich auf einen Millimeter begrenzt beschichtet werden können. Für die Abdichtung von Fugen im WDVS eignen sich sowohl Sista F134 als auch Sista F154.

Susanne Reichte Kate, Henkel


praxisplus

Merkblätter und Richtlinien:

Weitere Informationen zu Außenwandfugen liefert das BSF-MerkblattNr. 23 oder das Sista-Beratungsblatt "Bauteilfugen im Hochbau".

In Ermangelung einer eigenständigen Richtline für Fugen im Wärmedämm-Verbundsystem sollten die Hinweise des BFS Merkblatts Nr. 21 sowie des Sista-Beratungsblatts "Anschlussfugen von Bauelementen" beachtet werden.

Die Sista-Merkblätter finden Sie im Internet unter www.sista.de

Quelle: Malerblatt 11/2015
 

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