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Home Wärmedämm-Verbundsysteme Grundlagen WDVS Holzfaserdämmung

WDVS Holzfaserdämmung

Bauherren, die den Bau eines neuen Ein- oder Zweifamilienhauses planen, stellen sich heute immer öfter bedeutende Fragen.

Wie zum Beispiel „Woher stammt der Baustoff?", „Ist er gesundheitlich unbedenklich?", „Kann er später einmal problemlos recycelt werden?" und „Wie hoch ist der Primärenergiebedarf bei der Produktion?". Doch auch bei der Sanierung im Bestand und im über viele Jahre hinweg rein preisorientierten öffentlichen Bauwesen hat ein Umdenken stattgefunden. Der Preis allein ist längst nicht mehr entscheidend. Gefragt sind Bauprodukte, die langlebig sind, sich mit geringem Energieaufwand herstellen lassen, den Wünschen der Bauherren hinsichtlich Komfort und Energieeinsparung entsprechen und dabei die Umwelt nicht unnötig belasten, kurz gesagt: nachhaltig sind.

Im Zuge dieses Umdenkens ist auch die Nachfrage nach Wärmedämm-Verbundsystemen, die auf natürliche Holzfaserdämmplatten basieren, gewachsen. „Immer mehr Hauseigentümer wollen ihre Modernisierungspläne sowohl umwelt- als auch gemeinwohlverträglich in die Tat umsetzen," weiß Guido Kuphal, Geschäftsführer von Inthermo. „Die Zustimmung zum vermehrten Einsatz natürlicher Dämmstoffe aus Holzfasern war nie zuvor so groß. Davon profitieren automatisch auch die Umwelt und das Klima." Ihr Anteil am WDVS-Markt liegt bereits deutlich über fünf Prozent und die Tendenz ist steigend.

 

Gute Eigenschaften


Wer sich für eine Dämmung aus Holzfasern entscheidet, tut dies in den meisten Fällen zunächst aus ökologischer Überzeugung. Und tatsächlich zeichnet sich Holz über seine gesamte Lebensdauer hinweg durch eine positive Ökobilanz aus. Schon während der Wachstumsphase bindet Holz CO2aus der Luft, das dann im Holz gebunden wird und dort für die gesamte Zeit verbleibt und somit lange dem globalen Kreislauf entzogen wird. Für alle Waldbesitzer gilt das Nachhaltigkeitsgebot, das gewährleistet, dass auch in Zukunft genügend Holz zur Verfügung steht: nur so viele Bäume dürfen gefällt werden, wie zur gleichen Zeit in gleicher Qualität und Menge durch Aufforstung nachwachsen. Man muss also kein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich für Produkte aus Holz entscheidet. Für die Herstellung der Dämmplatten, für die nur wenig Primärenergie notwendig ist, werden meist Resthölzer aus der heimischen Forstwirtschaft verwendet. Probleme bei der Entsorgung gibt es nicht: die Dämmplatten können kompostiert oder thermisch genutzt werden.

Doch Holzfaserdämmstoffe punkten nicht nur durch Umweltverträglichkeit. Sie verfügen über ein hohes spezifisches Gewicht und sind offenporig, was sich positiv auf die Schalldämmung auswirkt. Straßenlärm wird durch ein WDVS auf Holzfaserbasis (in Verbindung mit Schallschutzfenstern) reduziert. Auch hinsichtlich des Brandverhaltens schneiden Holzfaserdämmstoffe längst nicht so schlecht ab, wie man vielleicht vermuten könnte. Brandversuche haben gezeigt, dass der Dämmstoff im Brandfall langsam abglimmt, ohne zu tropfen oder Taschen hinter der Putzschale zu bilden. Im Brandfall entsteht an der Holzfaserdämmstoffoberfläche eine Ascheschicht, die die Sauerstoffzufuhr und somit eine schnelle Brandausbreitung behindert. Im Brandfall halten Außenwände, die mit Holzfaserdämmplatten und einem Putzsystem bekleidet sind, bis zu 1,5 Stunden und länger stand.

Komplexes System


Um eine optimale Dämmung zu erzielen, dürfen bei WDV-Systemen auf Holzfaserbasis, wie allen anderen WDVS auch, nur Original-Komponenten verwendet werden. „Wärmedämm-Verbundsysteme sind laut Bauregelliste zulassungspflichtige Produkte und daher kennzeichnungs- und überwachungspflichtig. Als komplexe Bauprodukte bestehen sie aus den Komponenten Dämm- bzw. Putzträgerplatte und dem passenden Putzsystem. Um sich die uneingeschränkte Gewährleistung des Zulassungsinhabers zu sichern, ist dem Verarbeiter grundsätzlich der Bezug des kompletten WDV-Systems aus einer Hand zu empfehlen," rät Kuphal. „Bei der Montage von WDVS und ähnlichen komplexen Bauprodukten ist es unzulässig, sich mit systemfremden Materialien zu behelfen. Kein vernünftiger Bauhandwerker sollte seinen guten Ruf aufs Spiel setzen und auf bauaufsichtlich zugelassene, qualitativ einwandfreie Originalprodukte verzichten. Bei diffusionsoffenen WDVS auf Holzfaserbasis, deren Montage besondere Sachkunde erfordert, gilt das umso mehr." Zu einem bauaufsichtlich zugelassenen WDVS gehört neben der Dämmplatte auch eine auf sich abgestimmte Schutzbekleidung. Meist handelt es sich dabei um ein Putzsystem. Bei den Holzfaser-WDVS von Inthermo beispielsweise kann ein mineralischer Putz oder ein Siliconharzputz eingesetzt werden. Auch bei den Dämmplatten kann gewählt werden: zwischen einer im klassischen Nassverfahren und einer im innovativen Trockenverfahren hergestellten Holzfaserplatte. Die Grundlamelle der im Nassverfahren hergestellten Platte wird ohne zusätzliche Bindemittel hergestellt. Erst die fertigen Lamellen werden schließlich mit einem feuchtebeständigen Bindemittel zusammengefügt. Anders bei der im Trockenverfahren hergestellten Platte. Hier werden die Fasern direkt nach dem Aufschlussprozess mit dem Bindemittel beleimt, was dieser Platte eine ausgeprägte Festigkeit der Oberflächen und Kanten verleiht. Auf die Dämmplatte, die in der Regel verklebt und verdübelt wird, folgt die Armierung mit eingebettetem Gewebe, abschließend der Grund- und Oberputz in gewünschter Farbigkeit, Struktur und Körnung. Welcher Putz sich mit welcher Dämmplatte kombinieren lässt, kann man der bauaufsichtlichen Zulassung entnehmen. Systemkonforme Putze vermindern das Rissbildungsrisiko bei hohen Außentemperaturen und sorgen für einen angemessenen Schutz der Fassadendämmung.

Fotos: Achim Zielke,Inthermo
Quelle: Malerblatt 09/2012

 

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