• Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Über unsKontaktImpressumSitemapJobs
Home Trockenbau & Akustik Referenzen Mensa, Schloß Hagerhof

Mensa, Schloß Hagerhof

Beitragsseiten
Mensa, Schloß Hagerhof
Sanierputz
Akustik
Nach der Sanierung
Praxis Plus
Alle Seiten


Im historischen Gewölbekeller hallt es. Er wird wie im Internat auf Schloss Hagerhof in Bad Honnef als Mensa genutzt.

Neben einer modernen stimmungsvollen Beleuchtung waren daher Akustikmaßnahmen unerlässlich. Hohe Lärmbelastung ist in einer Mensa nicht ungewöhnlich. Lärm wird von den schallharten Flächen reflektiert und dadurch verstärkt. Im Gewölbekeller von Schloss Hagerhof sind das die gemauerten Wände und Decken sowie der Fliesenboden. Die Schallwellen werden als Nachhall zurückgeworfen, wodurch die Unterhaltung erschwert wird. Objektplaner Raffauf bat die Bautechnik, die Nachhallzeiten zu ermitteln und Lösungsvorschläge für die Verbesserung zu erarbeiten. Anhand dieser Berechnungen entwickelte er ein Gesamtkonzept.

Zunächst mussten die Putzschichten aus Jahrzehnten von den über ein Meter starken, massiven Mauern abgeklopft werden. Teile des freigelegten Mauerwerks aus heimischer Grauwacke wurden nachverfugt und blieben unverputzt als Schmuckwände stehen. Dadurch schränkte sich das Angebot an Wandflächen ein, die für Akustikmaßnahmen infrage kamen, denn es konnten nur die Wandbereiche oberhalb von mechanischen Einwirkungen und unterhalb der Gewölbedecke genutzt werden. „Wir wollten keinen Akustikspritzputz auf das Kreuzgewölbe aufbringen, der Grat sollte unbedingt erhalten werden, um das Architekturbild dieses historischen Elements nicht zu verändern“, erläutert Stefan Raffauf.


Mehrschichtiger Sanierputz

Mit dem Akustiksystem an den Wänden und mittels Deckensegeln mit integrierter Beleuchtung gelang es, die Nachhallzeit zu reduzieren. Das Akustiksystem besteht aus einer leichten, hochporösen mineralischen Akustik-Putzträgerplatte, die mit einem offenporigen Mineralputz beschichtet ist. An den feuchtebelasteten Wänden kam nur ein solches diffusionsoffenes, mineralisches Akustiksystem infrage. Die Platten wurden in einer Höhe von ca. 1,5 bis zwei Meter bis unterhalb des Deckengewölbes an der Wand verklebt. Unterhalb der Akustikflächen kam Sanierputz an die Wände. Gutachten hatten ergeben, dass eine umfassende Trockenlegung des Mauerwerks nur mit erheblichem Zeit- und finanziellem Aufwand als Innen- oder Außenabdichtung möglich wäre.


Die Verantwortlichen entschieden sich dafür, die Putzfläche als Speicherebene für die Mauerfeuchte zu nutzen – mit Putzauftragsstärken von bis zu zehn Zentimetern. Im Sockelbereich waren es sogar deutlich mehr. Das mehrschichtige Sanierputzsystem wurde speziell für die Sanierung von feuchtebelasteten Mauern entwickelt. Es besteht aus Trass-Vorspritzputz als Haftbrücke auf Mauerwerk, darauf folgt Trass-Porengrundputz, ein Grund- und Salzspeicherputz als Ausgleichsputz bei stark unebenem Mauerwerk, und schließlich Trass-Sanierputz zur Realisierung trockener, ebener Oberflächen. „Beim Auftrag des Sanierputzes bilden sich viele große luftgefüllte Poren aus. Diese Lufträume unterbrechen die Kapillarleitung der aufsteigenden Feuchtigkeit und der darin gelösten Mineralsalze aus dem Boden sowie den Mauersteinen. Die gelösten Salze lagern sich in den Kapillaren ab und kristallisieren aus, ohne dass der Putz abplatzt und es zu Ausblühungen an der Oberfläche kommt“, erläutert Planer und Objektberater Bernd Hauröder. Auf diese Weise lässt sich auf feuchtem Mauerwerk eine ausblühfreie und trockene Oberfläche erzielen, wenn das Klima der Umgebung eine Austrocknung zulässt. In der Mensa von Schloss Hagerhof sorgt die Klimatechnik für ein ausgeglichenes Raumklima und regelt die Luftwechselrate.


Akustik und Beleuchtung

Als letzte Schicht brachten die Maler Renovierspachtel auf. Damit konnte eine ähnlich feinstrukturierte Oberfläche wie auf den mit dem Akustikputzsystem ausgestatteten Flächen erzielt werden. Das Deckengewölbe aus Backsteinen wurde verputzt und mit Sol-Silikatfarbe beschichtet. Für den Übergang von Sanierputz zum Akustikputz entwarf Stefan Raffauf Sonderprofile mit indirekter Beleuchtung. Diese greifen die Formensprache der Kreuzgewölbe auf und sorgen durch die dezente indirekte LED- Technik für eine angenehme Beleuchtung des Saales.


Die Mensa im Schlosskeller Hagerhof mit ihrer historischen Raumaufteilung mit Gewölbe, Säulen, Bögen und geraden Wänden nach der Sanierung.

PraxisPlus

Verwendete Produkte:

CapaCoustic Fine,
CapaCoustic Melapor Deckensegel, Histolith Trass Sanierputz,
Histolith Renovierspachtel,
Histolith Raumquarz,
Capapor Sonderprofile

Weitere Informationen:
www.caparol.de

Fotos: Willi Fuchs Fotografie
 

Ihre Meinung

Schulungen von Herstellern sind mir lieber als die von neutralen Stellen, z. B. Innungen.
 

Premiumpartner

Caparol Logo



Baustellen Handys

Partner



CD-Color Flex

Paul Jaeger
Jansen

Caparol Icons

Newsletter

Der Malerblatt-Newsletter informiert Sie wöchentlich und kostenlos über Aktuelles aus der Branche.
Jetzt anmelden