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Home Trockenbau & Akustik Anwendungstechnik Runde Formen und Wände

Runde Formen und Wände

Mit modernen Trockenbaulösungen lassen sich statische Raumgrenzen aufheben und verändern.

Raumdynamik erzeugen oder akzentuierende Raumelemente setzen – aktuelle Architektur- und Innenarchitekturkonzepte nutzen runde, geschwungene oder skulptural gewölbte Flächen und Formen, um individuelle, emotionale Raumatmosphären zu schaffen. Mit Gipsplatten lassen sich solche Formen in perfekter und zugleich rationeller Weise auskleiden. Einfachere Aufgabenstellungen lassen sich vor Ort bewältigen. Bei komplexeren Anforderungen empfiehlt es sich, auf Vorfertigung durch den Hersteller zu setzen. Dabei werden sowohl Platten und Unterkonstruktion vorab im Werk produziert und am Einsatzort nach Plan verbaut.

Platten biegen

Gipsplatten lassen sich – in Abhängigkeit von den Plattendicken und dem gewünschten Radius – trocken oder nass biegen. Bei beispielsweise der 6,5 Millimeter starken Formplatte von Knauf funktioniert das Trockenbiegen bis zu Radien von 1.000 Millimetern; bei einer 12,5 Millimeter Hartgipsplatte Diamant bis zu einem Radius von 2.750 Millimetern (siehe dazu das Technische Blatt W11). Beim trockenen Biegen wird die Platte langsam quer über Ständerprofile gebogen und der Rundung fortlaufend mit Schnellbauschrauben befestigt. Empfohlen wird das Vorbiegen über eine Schablone.



Verkleinern lässt sich der Biegeradius, indem man die Platten nass biegt. Die zugeschnittenen Platten perforiert man dazu längs und quer mit einer Nadelwalze. Anschließend wird die Platte mit Sprüher oder Lammfellrolle mehrmals genässt, bis ein Sättigungsgrad erreicht ist und überschüssiges Wasser abläuft. Jetzt kann man die Platte in eine vorbereitete Schablone legen, biegen, mit Klebeband fixieren und trocknen lassen.

Profil für gebogene Wände

Sehr einfach lassen sich gekrümmte Wände beispielsweise mit dem Knauf Sinus-Profil realisieren. Die gewünschte Krümmung kann an jeder Stelle des Profils geformt werden. Mit bloßem Fingerdruck werden dazu am Profilboden eingestanzte Laschen nach oben gebogen, wodurch das Profil an dieser Stelle flexibel gemacht wird. Anschließend kann das Profil per Hand konvex oder konkav gebogen werden. Dort, wo keine Laschen umgebogen werden, bleibt es steif. Um die gewünschte Biegung zu fixieren, wird das an beiden Profilschenkeln umlaufende Stahlband an wenigen Stellen mit diesen vercrimpert. Dazu gibt es spezielle Crimperzangen. Anschließend erfolgt die Montage am Rohboden. Der Biegungsverlauf des Deckenprofils wird praxisgerecht direkt vom Bodenprofil übernommen und entsprechend fixiert. Das steife Deckenprofil kann dann alleine über Kopf montiert werden.



Die senkrechten CW-Profile werden im Anschluss mit den Decken- und Bodenprofilen vercrimpert. Die Beplankung der Konstruktion erfolgt dem Radius entsprechend entweder mit Formplatten oder vorgebogenen Platten. Der kleinste realisierbare Außenradius beträgt bei einem Sinus-50-Profil 125 Millimeter. Verfügbare Profilbreiten von 50, 75 und 100 Millimeter garantieren die Kompatibilität der Profile zu jeder Wanddicke. Bei komplexeren Gestaltungsaufgaben speziell im Deckenbereich empfiehlt es sich, auf die Vorfertigung durch den Hersteller zurückzugreifen.

Fotos: Knauf
Quelle: Malerblatt 08/2012

 

 

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